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angekommen

angekommen

21:08 So langsam kommen wir richtig an, in Vanuatu.
Gestern, am Sonntag, war Kirchgang angesagt. Ab neun Uhr laeuteten die Glocken Sturm und wir waren noch nicht einmal die einzigen, die mit dem Boot angereist kamen. Auch aus den umlegenden Doerfern kamen die Menschen. Autos gibt es nicht auf der Insel, nicht ein einziges, entweder zu Fuss, oder mit dem Boot die Kueste entlang.

Die Kirche, Preybyterian, ist proppevoll, schon vor der eigentlichen Messe wird ausgiebig und leidenschaftlich gesungen. Zwischendurch ruft jemand: Jesus lives in me oder lets praise the lord und ich wundere mich, wie enthusiastisch und heftig die Menschen ihren Gottesdienst feiern... Bis mir klar wird, dass es sich immer um Liedtitel handelt, die vorgeschlagen werden! Hmmmm.... Muss man ja alles erst mal verstehen.

Maenner sitzen rechts und Frauen links. Ich darf auch zu meinem Mann auf die andere Seite wechseln, da ich ja Gast bin, bleibe aber brav auf der Damenseite sitzen. Als Belohnung wird mir das Gesangbuch, book blong sing sing blong jesus, bei jedem Lied vor die Nase gehalten und mir bleibt nichts anderes uebrig, als mitzusingen, was mir wiederum verstolenes Kichern einbringt. Naja, ich glaub, so gut ist meine Stimme eben nicht. Dafuer lerne ich weiter Bislama, das Pidgin English von Vanuatu.
Micha schlaegt sich auf der anderen Seite der Kirche auch tapfer und versucht die Musik auf Minidisc zu bannen. Leider ist die Batterie des Mikrophons leer und das einzige, was schliesslich auf der Disc ist, ist die Predigt in Bislama, die gleichzeitig ein Aufruf zur Wahl ist, die naechstes Wochenende stattfindet!
Am Ende der Messe muessen wir als Gaeste gemeinsam mit dem Priester vor der Tuer stehen und der gesamten Gemeinde die Hand schuetteln. So viel Ehre, fuer uns Fahrtensegler, dabei haben wir doch gar nichts besonderes gemacht.... Ziemlich verlegen sind wir, wahrscheinlich noch mehr als die Locals, die herzlich weiter Haende schuetteln....

Suedseeleben. Heute, am Montag haengen die sauberen, bunten gerueschten Kleider wieder in den Schraenken und die Kinder tragen T-Shirts mit Loechern und ausgeleierte Hosen. Bei Keith, dem Baecker und Fischer des Dorfes bekomme ich zwei Eier geschenkt. Die Huehner laufen frei rum, die Suche nach Eiern ist also eine tagesfuellende Aufgaben. Immerhin. Morgen gibt es Spiegelei...



  • 21:08
  • 21.06.2004
  • 20°14.75S, 169°46.61E
  • Anatom/Vanuatu
  • 27°C
  • NE 2
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