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Abenteuer pur

Abenteuer pur

19:36 Heute musste Stephanie nicht als Modell fuer Immobilienkampagnen posieren, sondern hart arbeiten! Miguel, einer der Kuna, der auf der Insel Kuanidup fuer das Hotel arbeitet, organisiert Touren durch den Regenwald zu einem Wasserfall, >>La Cascada<<. Um 8 Uhr werden die zwei Schwestern von Miguel und Capitano, einem weiteren Kuna abgeholt, waehrend Micha die sturmfreie Bude geniesst.

Ziel ist der Rio Saiba, ein Fluss in der Naehe des Dorfes Rio Sidra, den wir mit dem Einbaum ein paar Kilometer flussaufwaerts fahren. Doch irgendwann ist auch fuer die Kajuks ohne nennenswerten Tiefgang Schluss, jetzt heisst es aussteigen und Wandern. Der Weg fuehrt zunaechst durch eine riesige offene Bambushuette in der eine eigenartige Stille herrscht. Der Friedhof. Kleine Lehmhuegel kennzeichnen die Graeber, das eine oder andere Kreuz einer christlichen Familie. Eine unheimliche Stille, es ist, als wuerden die Geraeusche des Dschungels nicht zu diesem Ort dringen.

Weiter fuehrt der Weg durch Bananenplantagen, durch Regenwald und Dschungel, ungewohnte Vogelstimmen dringen an unsere Ohren, ein Kuna immer vorneweg mit der Machete, einer hinter uns. Irgendwann verlassen wir den Wald und muehen uns eine steile Steigung in der prallen Sonne den Berg hinauf. Die beiden Touristas haben hochrote Koepfe und schreien nach Pause, unsere Fuehrer laecheln und goennen sie uns. Gott sei Dank. Denn nach dieser Steigung gibt es ploetzlich keinen wirklichen Weg mehr, lehmig-rutschiger Boden, dichter Wald, ploetzlich taucht der Fluss wieder auf. Schuhe aus, Schuhe an, immer wieder den Fluss durchkreuzen, so langsam schwant uns, dass dieser Weg kein Spaziergang wird. Doch die Wasserfaelle locken und so setzen wir weiter vorsichtig einen Fuss vor den anderen, mal mit, mal ohne Schuhe.

Nach ueber zwei Stunden jedoch liegen die Wasserfaelle, oder eher Stromschnellen schliesslich vor uns, in Sekundenschnelle springen unsere Fuehrer aus drei Meter Hoehe in das eiskalte Wasser, Stephanies Augen werden groesser. Als sie hoert, dass der Weg zurueck durch den Fluss fuehrt, werden sie noch groesser und ich kann in ihrem Blick lesen: eher geh ich den ganzen Weg zurueck, als da runter zu springen!
Doch wo ein Wille, ein Weg, der Wille kommt wieder und Stephanie springt in den Fluss! Wirklich tapfer! Aber einmal im erfrischenden Wasser angekommen, kehren auch unsere Lebensgeister wieder, Gekicher im Wasser, halb schwimmend, halb kletternd bahnen wir uns unseren Weg durch den Fluss, kommen uns vor, wie in einem billigen Abenteuer-Hollywod-Streifen. Das Selbstbewusstsein ist zurueckgekehrt, den Rest des Weges schaffen wir auch noch!

Nach knapp 5 Stunden Wandern, Schwimmen, Kraxeln und Klettern kommen wir mit glaenzenden Augen wieder auf der Lady an.

Keine Zeit fuer Pausen, Micha hat schon eine Molasession fuer uns vorbereitet! Ein Einbaum mit drei Kuna naehert sich. In der Mitte Venancio, >>Master Mola Maker<<, 5 Ringe an jeder Hand, tausend Lachfalten um die Augen und eine extrem weibliche Gestik. Eigentlich ist Molanaehen ja auch Frauensache, doch die homosexuellen Kunaindianer machen die besten Molas. Was hier fuer 50 USD gehandelt wird, erzielt in NY schon den 10fachen Wert. Invest in Mola!

Schon Micha konnte nicht widerstehen, bei Venacio Molas zu kaufen, wir auch nicht, er ist ein Kuenstler und die Molas ihre etwas teureren Preise wert!

Mittlerweile steht Stephanie in der Kueche und baeckt bergeweise Pfannekuchen, die haben wir redlich verdient!



  • 19:36
  • 16.08.2002
  • 09°26.30'N, 078°49.70'W
  • Kuanidup/San Blas
  • 28°C
  • NE 3
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