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Segeln was das Zeug hält

Kurs Süd

Auf der schönsten Insel Schwedens regnet es. Ich schlage meinem Schweizer „Team David“ vor, den Wind aus Süd zu nutzen, um unser MARLIN nach Bornholm zu segeln. „Du hast heute das Kommando David. Ich halte mich zurück und sag nur was, bevor was kaputt geht. Einverstanden?“ David nickt. Am Dienstag soll ein Wetterfenster sein, um den großen Schlag zum Endziel Warnemünde mit Rückenwind zu machen. Die restliche Zeit wollen wir nutzen um Bornholm ein wenig kennenzulernen. Team David hat alles im Griff. Inzwischen sind alle Leinen ein Begriff. Ohne Probleme ziehen sie das schwere Großsegel an seinen Platz. Die Elektrowinschen bleiben ausgeschaltet, wie schon die ganze Zeit. Zwei Schläge reichen aus um frei von Schwedens Südküste zu kommen und schon dreht der Wind so, dass David die Nordspitze von Bornholm anliegen kann. Die Stimmung an Bord könnte nicht besser sein. Ich sitze am Computer und nutze das Internet über 4G bis es irgendwann hinter dem Horizont verschwindet. „Ja. Schweden. Ich komme wieder.“ Für den nächsten Schlag ab dem 12. Juni sind übrigens noch zwei Plätze frei. Von Warnemünde geht es über Gotland nach Stockholm. Alles klar. Kurzentschlossene melden sich einfach telefonisch bei mir: +49 157 51147894 Richtig dunkel wird es auf diesem Schlag erst, als wir den nördlichen Zipfel von Bornholm erreichen. Motor Johann brummt seit einer Stunde, weil der Wind eingeschlafen ist. Das Großsegel steht als Stabilisierungshilfe. Der Mast neigt sich kaum merklich. Ich schaue auf meine Instrumente auf dem MacBook. 10 Knoten Wind. Team David hat es sich gemütlich gemacht im Pilothaus. Schuhe liegen im Niedergang, Rettungswesten auf den Ablagen. Es wird gekichert, gelacht und erzählt. 11 Knoten Wind. MARLIN wackelt mit der Mastspitze. „Hallo! Ich will gesegelt werden.“ Es geht zwar grade nichts kaputt, aber ich muss jetzt mal ein bisschen den Skipper Wnuk raushängen lassen. „Hey. Hey. Schaut mal. Da ist Wind. Gleich macht die Hafenkneipe zu. Lass uns mal die Genua setzen. Rettungswesten an. Schuhe aus dem Weg. GoGo!“ Team David schaut mich erschrocken an. „Alles klar Skipper?“, Thomas piekt mich in den Bauch. „Jetzt mal los!“, runze ich zurück. Magrit war ein bisschen seekrank. “Komm Magrit. Vorbei mit seekrank. Du hast jetzt Seebeine. Komm. Stell Dich mal ans Ruder.” Der Wind schralt, die Böen kommen die Steilküste runter. „Erstes Reff ins Groß.“ Zum Reffen fieren wir den Großbaum aus. Das Tuch fällt in den Lazybag. Zwischenzeitlich schaue ich mich auf dem iPad nach einem Platz für die Nacht um. Klar könnten wir im Lee der Insel easy ankern. „Ankern könnt ihr ja perfekt“, grinse ich meine Mitsegler an. Es ist zwischenzeitlich stockdunkel. Kein Stern am Himmel ist zu sehen. „Wir segeln in den engen Hafen von Hasle“, verkünde ich. „Kennst Du den Hafen?“ „Nein“, meine ich zu David. „Ich habe mir den Hafen in Google Earth angeschaut. Sollte passen.“ Das Briefing ist kurz und knapp. Mit Leinen und Fendern bewaffnet ziehen wir in den Kampf. Für meine Mitsegler ein vollkommen neues Erlebnis. 20 Minuten später liegt die MARLIN vertäut im Bassin IV. Vorne und hinten grade mal ein Meter frei zu den anderen Schiffen. „Ich bin beeindruckt wie ruhig Du die MARLIN eingeparkt hast.“ „Hab ich schon mal gemacht Magrit. Aber Danke für die Blumen.“ Ein Absacker im Pilothaus beendet diesen weiteren wunderschönen Segeltag. Keine Schäden. Alle hatten Spaß bis Halsoberkante. Morgen schauen wir mal was geht in Hasle.

Du willst auch mal mit? www.marlin-expeditions.com


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  • 23:29:00
  • 03.06.2017
  • 55°11.2500'N, 14°42.2290’E
  • -°/ -kn Motor
  • Hasle / Bornholm / Dänemark
  • Warnemünde
  • 11,0°C
  • 10kn/E
  • 1

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