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Ruhe

Ruhe

21:41 Nach zig Manoevern, kleinen Schauern, Boeen, Windaenderungen, scheint jetzt endlich Ruhe eingekehrt zu sein. Ruhiger Hoch am Wind Kurs fast ohne Welle. Hoffentlich bleibt das so, schon fast zwei Stunden ohne Regen!

15:20 Als die Front heute morgen dann durchgezogen war, sechs Stunden einer Weltumsegelung, die man am liebsten deleten moechte, wie einen schlechten Satz in einem Manuskript, da fing dann der Wind aus Westen zu blasen.

Die ganze Nacht stand ich wie frueher im Englischen Kanal in der Plicht, mit Oelzeug zugepackt und den Nadelregen auf der Stirn. Natale hat herrlich geschlafen. Unglaublich wie bei akutem Schlafmangel alles andere egal wird.

Jetzt laufen wir gegen den Westwind, kreuzen mit unseren alten Segeln und den Rollreffanlagen gegen die Natur. Den Krampf verlieren wir, dass brauchen wir gar nicht zu diskutieren. Also laufen wir NNW und versuchen wenigstens nicht rueckwaertz zu fahren. Beim Blick auf die Karte schauert es mir uebel. Aber irgendwann wird er drehen der Wind. Nur 20 Grad nach rechts oder links und schon machen wir wenigstens wieder West.

Die Gegenanbolzerei ist ueberhaupt eggelig, es ist laut, wenn der Bugspriet ins Wasser schlaegt, alles aechzt, die Lady liegt auf der Seite. Mich hat das heute morgen nicht mehr interessiert. Raus aus dem Oelzeug und ab in die Koje. Vier Stunden war mir alles egal, jetzt liegt Natale da im Koma.

So. Ich geh ma wieder raus. Blasen und trimmen.

09:28 Eben noch im Land der tiefen Traeume werde ich von Michas lauter Stimme geweckt und fall fast aus der Seekoje. Kein Wind hat sich zu viel Wind gewandelt und der Arme sitzt dick verpackt in Oelzeug im Cockpit und refft. Ich muss ans Radio und unseren Freunden sagen, dass alles gut ist.
Was fuer ein Morgen.
Doch nach ner Tasse Tee und Leberwurstbroten sieht die Welt schon besser aus. Es blaest ordentlich, in Boeen bis 30 Knoten, aber immerhin koennen wir nich Kurs Suwarrow anliegen.

Gerade kommt die Stimme des Skippers von draussen, wir sind durch. Merk ich, Wind laesst nach, wir fangen wieder an zu schaukeln, statt zu surfen.
Stimmung ist trotz allem gut, man kann ja nicht nur Glueck haben!

03:43 Diesmal Radikalkur zum Aufwachen und Wachbleiben, faengt sofort an in Stroemen zu giessen, dazu Wind weg, Segel flappen. Bei 2 Knoten Fahrt steigt erst die Windsteuerung aus, bei 1,4 Knoten dann auch der elektrische Autopilot. Also im Regen Handruder gehen und hoffen, dass es gleich wieder anfaengt zu pusten.
Nach ner halben Stunde reichts, Diesel an. Auch nicht besser, roerrrr. Na ja, bisher haben wir ja Glueck gehabt und morgen frueh scheint hoffentlich wieder die Sonne. Wenigstens bin ich jetzt wach!

01:50 Wo sind die Streichhoelzer? Mir geht es auch nicht anders. Todmuede. In 10 Minuten beginnt meine Freiwache. Also noch auszuhalten.

Eine generelle Regenfront ist aufgezogen mit Windaenderung von N auf NW. War angesagt und somit sind wir froh in den ersten Tagen so viel Nord gemacht zu haben, das wir jetzt kontinuierlich verlieren ;-( Get what you see, ist der Spruch. Am Anfang war noch ein schoener Wind da, jetzt setzt Regen ein und Leichtwind. Auch angesagt. Kann also nen bisschen laenger dauern bis wir ankommen. Der Passat aus Ost wird wohl erst nach einer Flautenperiode von mindestens einem Tag wieder einsetzten.

So, ich weck jetzt mal die Capitana. Die wird sich bestimmt freuen wieder an die frische Luft zu duerfen ;-)



  • 21:41
  • 24.08.2003
  • 14°56.93S, 156°23.44'W
  • Suedpazifik
  • Suwarrow/Cook Islands/NZ
  • 27°C
  • NNW 1-3
  • 1,5

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