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Das Beiboot schwimmt wieder

Step by Step

“Wie geht es heute?“ Nun. Mein Mittagsschlaf bremst mich etwas aus. Gegen 12 Uhr schließt Blume Wnuk ihre Knospe und brauch zwei Stunden um sich zu erholen. Das ist seit dem letzten Krankenhausaufenthalt so. Ob sich das noch mal verflüchtigt? Ich glaube eher weniger. Das wird sich halten. Vielleicht auch eine dieser Alterserscheinungen. Robi, der Marinamanager steht auf dem Steg und ruft mich. Keineswegs laut genug um mich zu wecken. Die Achterleine stb verläuft kreuzend mit der des 90 Fuß Catana Megakatamarans, der neben mir liegt. Das das nicht gut gehen kann hab ich schon auf Fotos in Deutschland gesehen. Aber da bin ich wohl der einzige. Weder Robi hat es gesehen und der Skipper der Catana auch nicht. Robi setzt eine neue Klampe auf den Steg, damit die Festmacherleinen getrennt sind. Mein Festmacher ist hinüber. Der doppelt so dicke Festmacher der Catana deutlich gestresst. Ich hab es dem Skipper gesagt, aber der hat nur gelächelt. Nun. Ist ja auch nicht sein Schiff. Ich frage mich wo ich neue Squareline herbekomme. Die benutzt in der Karibik keiner. Muss Heiko wohl mitbringen. Muss ich mal lieb fragen.

Das Dinghy. Maya Lena. Heute im Mittelpunkt meines Tatendrangs. Das Loch findet sich schnell. Dazu muss man wissen, dass die Aussenhülle aus UV beständigem PCV keine Luft enthält. In der Hülle verstecken sich zwei Schläuche, wie bei einem Fahrrad. Am Bug gibt es eine Reihe von Ösen unter einer Lasche, wo die Hülle zusammengeschnürt wird, wie bei einem Schuh. An den Ösen ist der Innenschlauch an zwei Stellen so weit durchgescheuert, dass die Luft herauskommt. Ich repariere also erst einmal mit zwei der größten Flicken, die ich aus Deutschland mitgebracht habe. Ein großes Stück Gummimatte unter den Ösen schützt jetzt den Innenschlauch. Ob es hält, die Luft hält, weiß ich in ein paar Tagen. Die Scheuerkante hab ich erst mal abgemacht und aufgerollt. Der Klebemann Spezialist ist ausgeflogen nach Holland. Einen anderen gibt es nicht. Den Klebstoff bekomme ich ggf. aus Miami. Da kümmere ich mich am Montag drum. Zumindest kann die MARLIN schon mal wieder auslaufen. Denn ohne Beiboot kommen wir sonst nur schwimmend an Land. Hatte ich irgendetwas anderes erwartet? Nicht wirklich.

Zweimal fahre ich heute zum JSB KiteSpot. Keine Kites am Himmel. Ich messe den Wind. 12 Knoten. Beim zweiten Mal messe ich schon nicht mehr. Das Wasser ist spiegelglatt. Der Windfinder sagt 20 Knoten. Das ist ja wohl Unsinn. So einfach ist es hier ja nun auch nicht mit dem Wind. Da muss ich für die Zukunft mal tiefer in die Wetter-Kristallkugel schauen. Die Lösung ist Windy. Dort kann man ich quasi Echtzeit die Wetterstationen abfangen. Also Hato Airport. Und siehe da. Dort sind wirklich nur gemessenen 12 Knoten verzeichnet. Morgen scheint es wirklich guten Wind zu geben.

“Alles bleibt gut!“ Das Motto steht. Am Abend ziehe ich durch den Supermarkt. Einkaufen fürs Wochenende. Billig war die Karibik ja noch nie. Günstig war gestern. Teuer ist heute. Die Preise haben ordentlich angezogen. Durchweg kann man sagen. Alles kostet das Doppelte von dem, was man aus Deutschland gewohnt ist. Fehler Nr. 2 in meinem Leben ist, dass ich nie geglaubt habe, dass ich durch meine Gesundheit eingeschränkt bin, mein Einkommen zu erwirtschaften. Getoppt wird das nun durch die Pandemie. Wie ich das nun hinbekomme, muss ich wohl mal ordentlich drüber nachdenken.


Mitsegeln auf der MARLIN.

Leben unter Segeln - Das etwas andere Konzept.
Sportlicher Segeltörn mitten durch die Karibische See
Endlich wieder Segelurlaub!

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  • 20:00:00
  • 07.08.2020
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