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Second Life: Tag 67.

Lena wird Drohnenpilot

Heute Abend lese ich einen Artikel in der Süddeutschen über unsere Zukunft und will eigentlich direkt sterben. Das sind ja prima Aussichten für uns alle. Mal ganz abgesehen von meiner Vorerkrankung und der Ansicht der Experten, dass sich Millionen von Deutschen an Corona anstecken sollen, gehöre ich auf die Liste der Intensivstationspatienten. Genau das, was ich im November schon hatte, was ich garantiert nicht noch einmal brauche, vor allen Dingen nicht mit Tausenden von anderen. Die Hoffnung, dass der ganze Spuk Ende April ein Ende hat, ist ein schöner Wunschtraum. In meiner Verzweiflung habe ich schon vor einigen Tagen an die Investitionsbank Schleswig-Holstein einen Soforthilfe Antrag für die MARLIN gestellt. Eine automatisierte Antwort informiert mich darüber, dass der Kleinunternehmer in Schleswig Holstein von den Milliarden Soforthilfe der Bundesregierung erst einmal kein Stück abbekommt. „Vielen Dank für Ihre Mail. Aufgrund der aktuellen Situation um den Coronavirus können wir Ihre Anfrage derzeit leider nicht persönlich beantworten und auch nicht als Antrag auf Soforthilfe annehmen. Zeitnahe und unbürokratische Hilfen für Freiberufler, Selbständige, Kulturschaffende und Unternehmen – die Landesregierung hat am Freitag einen umfangreichen Schutzschirm zur Abmilderung wirtschaftlicher Folgen der Corona-Pandemie gespannt. Ziel sei es, möglichst vielen zu helfen, die durch die Krise in existenzieller Not geraten sind. Auf Bundes- und Landesebene arbeiten wir gemeinsam mit der Politik und den Förderinstituten mit Hochdruck daran, den Corona-Schutzschirm des Landes Schleswig-Holstein für Unternehmen schnell auf den Weg zu bringen. Wir bitten Sie noch um etwas Geduld und um Ihr Verständnis. Wir informieren laufend über aktuelle Entwicklungen auf unserer Website.“ BlaBlaBla… Muß ich jetzt keinen Kommentar zu abgeben. Meine Altersversorgung, in Form der MARLIN, liegt mit Stefan in der DormRep. Ich hatte mich auf vieles Vorbereitet, aber nicht auf Leukämie und Corona gleichzeitig. Lunatronic bedient Endkunden. Segler, deren Boote in Deutschland an Land stehen und weltweit in den Häfen gefangen sind. Es gibt keine Genehmigungen die Häfen anzulaufen oder zu verlassen. Die Versorgungslage spitzt sich überall zu. Deutschland schafft es noch nicht einmal mehr seine Bewohner flächendeckend mit Klopapier zu versorgen. Wie soll das in ein paar Wochen aussehen? Gesunde und Immune Leute werden auf die Straße gehen demonstrieren und plündern? Ein paar Wochen wird das alles gehen, dann werden uns die Kapazitäten, die Kraft, das Geld und die Reserven ausgehen.

Die Drohne war eigentlich gedacht, die MARLIN in den nächsten Monaten auf ihren tollen Wegen, mit netten Gästen, mit Familie und Freunden auf türkisem Wasser zu begleiten, eindrucksvolle Videos ins Netz zu stellen und neue Mitsegler zu gewinnen. Fehlanzeige. Neben der Schulaufgaben der Kinder, setze ich nun die Drohne ein, um meine Kinder zu motivieren einen Film über unsere Zeit vor Ort zu produzieren. Erst mal geht es darum, die Technik des Fliegens und der Kamera zu erlernen, was ihnen, gewohnt im Umgang mit mutimedialer Technik, einfacher fällt als mir. Ich versuche RTFM in den Vordergrund zu bringen. Danach, gleich dem Prinzip: Vormachen, Nachmachen, Selber Machen. Ohne das die die Drohne im Bach landet, der durch unseren Garten fliesst. Heute war erst einmal Lena dran, die sich schon mal die acht Tutorial Videos angesehen und verstanden hat. Meine Nachfragen zeigen mir das. Also, ab in den Garten und die erste Flugstunde beginnt. Erfolg. Es entsteht ein kleiner Test Film, den sie selbst am Mac schneidet. Am späten Abend zeichnet und schreib sie ein kleines Storyboard. Wir werden berichten.

Das Volvo Ersatzteil ist problemlos innerhalb von 24h geliefert worden und die Schleuder schon bei einem neuen Schrauber hier in Gelting. Jetzt heißt es Daumen drücken, dass alles passt und wir bald wieder mobil sind. MayaLena holen ihre Inliner aus den Taschen und gemeinsam mit mir und Lars geht es über die kleinen Straßen, zwischen den Feldern. Ich bin froh, nicht alleine zu sein. Die Kinder halten die Stimmung hoch. In machen Momenten bin ich unsäglich traurig, dass die beiden dieses Corana Zeit erleben müssen. Haben sie es verdient? Oft diskutieren wir bei unseren langen Spaziergängen die Frage: Wo kommt das überhaupt her? Ist das Virus aus einem menschlichen Labor entwischt? War es als biologische Waffe geplant? Hat ein Verrückter es entwickelt oder hat die Natur es uns geschickt, um einfach die Menschheit zu reduzieren und die Schwachen und Alten zu reduzieren oder uns Menschen zu zeigen, dass die Natur sich sehr wohl gegen unseren schrecklichen Umgang mit Mutter Erde wehren kann? Spekulationen. Ich hoffe so sehr für meine Kinder, dass sich die Lage wieder normalisiert und nicht in naher Zukunft wiederholt und wiederholt. Sie haben das nicht verdient. Während all dessen, schuftet Nathalie im Krankenhaus, wo alle in Alarmstellung den Ansturm an Patienten erwarten. Wahnsinn. Alles Wahnsinn. Siehe auch.



Mitsegeln auf der MARLIN!

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