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    Papa - Nun lach doch mal

    Die Heulsuse

    Samstag war ein Misttag. Es fing eigentlich schon in der Nacht von Freitag auf Samstag an. Ich habe Blutkonserven bekommen und irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich vom Blutkonserven depressiv werden. Es war eigentlich egal was ich gemacht habe. Morgens habe ich mir die Decke über den Kopf gezogen. Die Schwestern sind mir auf den Senkel gegangen, obwohl die immer ganz lieb zu mir sind. Ich habe unter der Decke geweint. Alles war irgendwie negativ. Wenn ich rausgeschaut habe, hat es geregnet. Das Frühstück hat mir nicht gepasst, und ich hab die Bilder von meinen Kindern am Fenster gesehen, habe wieder geweint. Obwohl ich gar nicht wollte. Ich hatte das Gefühl, dass ich hier nie wieder raus komme. Zu mindestens nicht vertikal.

    Irgendwann ist der Natalie gekommen. Hat mich gesehen und wusste natürlich sofort was los ist. Tiefste Depression. Am Boden zerstört. Es gibt wieder Probleme. Bei dem Spender sind Antikörper gefunden worden, auf irgendeinen Virus. Diesen Virus darf er nicht haben. Mit diesem Virus darf er nicht spenden. Die Antikörper heißen aber nicht unbedingt, dass er den Virus hat, sondern irgendwann eventuell mal hatte. Somit muss aber das Blut noch mal geprüft werden, ob er denn nun diesen Virus aktuell hat. Es fehlt also ein Häckchen auf einem Formular. Keine Freigabe zur Stammzellentransplantation von der DKMS.

    Die Folge ist, dass ich die gesamte Behandlung wieder um mindestens eine Woche verschiebt. Ich bin jetzt ein Monat in der Aplasie, in der totalen Aplasie, meint ich habe 2% Immunsystem. Mir reichts. Ich bekomme auch keinen Urlaub mehr, weil sich der erste ZVK entzündet hat. Keiner hat Lust, dass sich das wiederholt mit dem zweiten, der an meinem Hals fest genäht ist. Es reicht.

    Meine Theorie dass ich meine positive Energie verliere und so Heultage bekomme, wenn Ich Blutkonserven bekommen, teilt keiner mit mir. Nathalie nicht. Die Ärzte sowieso nicht. Und die Schwestern, den ich das erzähle lachen mich aus. Aber es ist eh nicht mein Tag. Nicht dieser Tag.

    Natalie nimmt mich in den Arm und da kommen sie, die Niagara Fälle. Bei Nathalie geht das, da verliere ich den Restscham. Es wird Zeit, das etwas Positives passiert. Es wird Zeit, dass das jetzt mit der Transplantation losgeht. Am Nachmittag kommt Natalie noch einmal zu Besuch und bringt Maya mit. Maya guckt mich an und weiß natürlich auch sofort was los ist. Draußen zieht eine dunkle Wolke vorbei und es regnet wieder. Auch bei mir geht es wieder los und ich kann nichts dagegen tun. Ich kann mich nicht dagegen wehren. Ich weiß, dass es morgen wieder vorbei ist. Dann bin ich wieder positiv. Das ist einer dieser Tage ist, die im Krankenhaus einfach so sind. Zu mindest für mich.…



    Mitsegeln auf der MARLIN!

    Atlantiküberquerung West - Ost 2020. Sichere Dir Deinen Platz.

    CREW 63 Cienfuegos Cuba - St. Martin 22.02.2020 - 17.03.2020
    CREW 64 Atlantik Crossing Leg 1 St. Martin - Bermudas 11.04.2020 - 30.04.2020
    CREW 65 Atlantik Crossing Leg 2 Bermudas - Azoren 09.05.2020 - 28.05.2020
    CREW 66 Atlantik Crossing Leg 3 Azoren - Europa 01.08.20 - 20.08.2020

    JOIN THE CREW

    Wie man sieht, geht es in vier Schritten, die Engländer nennen das Legs, durch die karibische See von Kuba über Jamaika in die Dominikanische Republik und nach St. Martin. Für diesen sportlichen Törn über gut 1.000 Meilen mit Skipper Stefan, musst Du absolut seetauglich sein. Nix für Anfänger. Von dem Törn wirst Du dann noch Deinen Enkeln erzählen. Angekommen auf St. Martin, ist es schon eine Wonne Rene kennenzulernen. St. Martin: Ein guter Platz um Reparaturen durchzuführen, sich für den kommenden Törn zu verproviantieren. Hier ist das Zentrum der karibischen Yachtindustrie. Man kommt einfach von Europa mit dem Flieger nach St. Martin. Zu sehen gibt es auf St. Martin nicht so viel. Da ist man an einem Wochenende rum. Mit Rene als Führer ein echter Spass. Vor St. Martin zu den Bermudas sind es 850 Meilen. Wofür drei Wochen? Entweder man muss ein paar Tage auf günstigen Wind warten oder man kann eine Woche auf den Bermudas sein. Die Bermudianer sind extrem entspannt und ich habe selten eine Insel besucht, die es so in sich hat. Klima, Kultur, Land und Leute. Passt einfach. Sollte man einfach mal gewesen sein.

    So. „Anker Auf.“ Endlich geht es los. Die Schapps sind voll, die Dieseltanks auch, mit zollfreiem Treibstoff. Auch wenn es eine Flaute erwischt, würden wir quasi mit der Strömung und unter Motor bis auf die Azoren kommen. 1.789 Meilen liegen vor uns. Der logische Weg. Erst einmal machen wir weiter Nord um günstige Winde aus West zu bekommen. Nach der ersten Nacht auf See, legt sich die Aufregung, die Transat Blase legt sich über unser Schiff. Weich drückt der Wind den Mast auf die Seite, lässt das Schiff krängen. Was für ein tolles Gefühl. Wer einmal dem Rausch einer Atlantiküberquerung verfallen ist, will es immer wieder. Es ist wie eine Droge. Ein Einrumpfboot ist das bessere Schiff für die Transat. Du vertraust dem Schiff, schon nach wenigen Stunden, nach der ersten Nacht auf See. Du merkst, wenn der Wind zu stark wird oder zu schwach ist an der Neigung des Mastes. Nicht zwei Rümpfe kämpfen gegen unterschiedliche Wellen und die Bewegungen sind abrupt, so wie bei den Katamaran Platzmonstern, die an den Ankerplätzen der Karibik in der Mehrzahl sind. Hier auf der West-Ost-Transat sind Schiffe unterwegs und Du bist dabei… Morgen geht es weiter… Wer mit will schreibt mir an info@marlin-expeditions.com



    • 22:00:00
    • 05.01.2020
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