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Kite Buddies

Vorbereitung auf die Roques

Unsere Vorräte schrumpfen schnell. Vor allen Dingen Gemüse. Alles was man in Curacao kaufen kann ist gekühlt und hält sich nicht länger als eine Woche. Das ist so ziemlich meine einzige Sorge, die ich im Moment habe. Verhungern werden wir zwar nicht, aber in der zweiten Woche des Törns wird das Essen einfacher werden.

In Navionics heißt die Insel in deren Lee Seite wir vor Anker liegen einfach Lighthouse Island. Die Venezolaner haben sicherlich einen eigenen spanischen Namen für das Island, aber es niemand da, den wir fragen könnten. Wir sind alleine mit tausenden von Seeschwalben, die mit lautem Gezeter am Abend nach Hause kommen und ansonsten den ganzen Tag auf See und Futtersuche sind. Mit meinen Mitseglern und mir hat sich eine äußerst bemerkenswerte Truppe gebildet. Ich habe selten soviel Harmonie unter allen gespürt. Ich kann nicht sagen woran das liegt. Es passt einfach. Unsere Zeit vergeht so dermassen harmonisch, dass es schon erschreckend ist. Jeder einzelne hat seinen Aufgabenpart und macht diesen einfach perfekt. Keiner ist launisch. Wir sind vier komplett unterschiedliche Menschen, die sich vorher nicht kannten, tolerieren uns gegenseitig. Vielleicht weil wir wissen, dass es nur für zwei Wochen ist? Oder weil wir alle vier nichts anderes im Kopf haben als zu Kiten? W enn das so sein sollte, kann ich nur hoffen, dass der Wind uns treu ist für den Rest des Törns.

Am Strand machen wir unser Kite Camp auf. Ganz schön viel Gerödel. Ich kümmere mich heute besonders um Andre, während Manuela sich um Nike kümmert. Nike ist nicht mehr zu helfen. Hört sich böse an, ist aber ganz und gar nicht so gemeint. Nike hat alles verstanden. Sie geht auf’s Wasser und fährt ohne Probleme heute ihre ersten 20 Meter. Was soll ich da noch helfen. Nike ist im Status: Üben, üben, üben… Irgendwann wird es Click machen und die Koordination zwischen Brett, Kite und Zurücklehnen funktioniert. War bei mir auch so nach 15 Stunden. Bei Manuela hat es nach acht Stunden geklappt. Andre hat seine beiden Kites kaputt repariert. Nicht grade so, dass ich ihm gerne meinen Kite leihe. „Ich weiß, dass Du mir einen neuen kaufst, wenn Du den kaputt machst… Also benimm Dich und knall ihn nicht auf’s Wasser.“ Mit dem Door Board und meinem 12er Kite fährt auch Andre heute ordentlich Strecke, steht definitiv mehr auf dem Kite Board, als das er im Wasse r kämpft. Mit seinen 100kg ist das auch eine challenge. Weiß ich von mir selbst. Mein Ziel ist es die drei so weit zu bekommen, dass sie mit mir und Lieselotte in den Roques eine Down Wind Kite Safari kiten können. Das ist ein zwei Stunden Kite Törn an der Riffkante entlang und der ultimative Kite Kick. Mit dem Fischerboot geht es an die Südwestspitze der Roques und von da bis zum Ankerplatz der MARLIN zurück nach SakiSaki. Elf Meilen die sie niemals wieder in ihrem Leben vergessen werden. Im Moment sind wir noch weit davon entfernt, aber ich bin guter Dinge.

Mein eigener Kite Status ist auch nicht schlecht. Der Strand im Lee der Lighthouse Insel ist mit Saki Saki auf den Roques der beste Kite Spot den ich bisher kennengelernt habe. Knapp unter Land, hüfttiefes, kristallklares Wasser und 20 Knoten Wind, die komischerweise fast ohne Böen mit 20 Knoten über die Insel kommen. 100% ablandiger Wind. Nur machbar mit unserem Beiboot als Sicherheit. Es ist auch ständig im Einsatz. Ich kann inzwischen so genial Höhe laufen, dass mich das nicht mehr tangiert. Ich konzentriere mich auf Wende, Switch und Springen. Ja. Ich habe das totale Kite-Grinsen im Gesicht. Heute bin ich vier mal auf dem Wasser. Vier Sessions. Es wird einfach nicht langweilig.

“Wollt ihr Steak?“ „JAAAAAA!“ Ich bin körperlich am Ende nach dem ganzen kite work out von heute. Aber die Steakes bekomme ich noch hin. Das Fleisch ist wirklich so lecker, dass sich keiner beschwert, obwohl alle vier Portionen rare sind statt medium. „Warum bratest Du sie überhaupt?“, grinst Andre, der immer einen Spruch auf den Lippen hat. „Die Pfanne ist noch heiß. Ich kann sie nachgaren.“ Keiner will es. Ich falle in die Koje. Ich hab gekocht, muss nicht spülen. Kann ich auch nicht mehr.

Morgen segeln wir auf die Roques. Yeah!



Mitsegeln auf der MARLIN!

CREW 58-63 MARLIN’s Cubatörns 2019-2020. Sichere Dir Deinen Platz.

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  • 22:00:00
  • 30.08.2019
  • 12°03.5348’N, 067°41.2724’W
  • -°/ -kn
  • Las Aves
  • Los Roques
  • 30°C
  • 20Kn/E
  • 0,0m

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