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Schiffsdurchsuchung mit Folgen

Harpune durch den holländischen Zoll konfisziert und vernichtet.

Wundert Dich, dass es keinen neuen Eintrag gibt? Es wird nicht langweilig! Ich war mitten in einer Demonstration für Cornelia und Gunther am Bordrechner. Wir sitzen alle im Salon, als es unangenehm am Schiffsrumpf rumst. Nicht grade freundlich, entern vier bewaffnete Zöllner das Schiff. Mit einer allgemeinen Verkehrskontrolle hat das nichts zu tun. Der niederländische Officer ist alles andere als freundlich, als er ohne Hausdurchsuchungsbefehl die MARLIN entert. Hafenkino im ansonsten ruhigen Kralendijk. Muss wohl Gefahr im Verzug sein…

Zwischenzeitlich haben wir Bonaire verlassen. Always on the run. Cornelia und Gunther sind nicht mehr dabei. Auch Jan hat die MARLIN verlassen und ist zwischenzeitlich in Deutschland angekommen. Dafür habe ich Stefanie als Bootsjungen dabei. Fehlen tut Evert und Kim. Evert Knie ist immer noch nicht gut und die Beiden werden definitiv nicht zurückkommen um mit mir nach Cuba zu segeln. Immer bereit für neues habe ich mein soziales Netzwerk aktiviert und die Plätze als „Hand gegen Koje“ ausgeschrieben. Zu solchen Bedingungen wollen natürlich viele gerne Mitsegeln, aber die schon die Flugpreise trennen Spreu von Weizen. Dietmar kommt nun nächste Woche. Vielleicht werden es noch mehr. Schade finde ich das eigentlich. So ein schöner Törn. So ein schönes Ziel. Aber was ich finde, finden schon mal gar nicht all meine Mitsegler.

Stefanies ist nicht zum ersten Mal dabei. Stefanie kommt aus Schleswig, hat ein eigenes Schiff und ist schon den Törn Kiel – Portsmouth mitgesegelt. „Puh ist das heiß.“ „Wolltest Du doch!“ Auf dem Weg nach Curacao wurden heute erst mal die Weichen gestellt. Ich habe ein bisschen zu viel Gas gegeben, wie sich im Debriefing herausstellte. Nun. Nicht das ich die MARLIN schnell gesegelt bin. Nein. Das war nicht das Problem. Wie immer bin ich wohl eher etwas ungeduldig, verstehe nicht wenn, nicht gleich alles verstanden wird, was für mich seit Jahren vollkommen selbstverständlich ist. „Wnuk. Du alter Salzbuckel. Komm mal runter“, spreche ich selbst mit mir. Vielleicht waren es aber auch die Vorkommnisse der letzten Tage, die mich einfach ausgepowert haben. Das Segeln mit Gästen nach Fahrplan hat nichts, aber auch gar nichts zu tun mit dem Segeln mit Familie.

Bevor es also nach Spanish Waters, in die Lagune von Curacao geht, fällt der ROCNA Anker am Nachmittag auf 5 Meter Sandpatch, hinter Klein Curacao, das mitten auf dem Weg von Bonaire nach Curacao liegt. Vor einigen Jahren war ich mit Familie und Johann hier. Noch mit den alten Segeln, schon mit der roten MARLIN. Hier wo der damalige Delta Anker versagt hat, stehen wir fest auf der Stelle, auch wenn es unter uns eine Steilwand auf 70 Meter Tiefe geht. Tauchrevier. Zwei volle Flaschen, frisch in Bonaire inspiziert und gefüllt, warten auf ihren ersten Einsatz. Leider taucht Stefanie nicht. Ich glaube sie hat Respekt vor großen Fischen. Soll es ja geben. Prädestiniert wäre dieser Platz um den Kite rauszuholen. Aber dafür reichen meine Kite Fähigkeiten dann wohl noch nicht. Der Platz ist komplett ablandig. Bei 20 Knoten Wind wäre der kleine 11er Kite angesagt, der aber leider die Luft nicht hält. Nun. Nächste Woche in Curacao, da werden Stefanie und Micha sich die Zei t zum Kiten nehmen.

Zwei Stunden suchen die Zöllner. Was auch immer sie suchen verraten sie nicht so genau. Warum sie überhaupt da sind stellt sich raus, verrate ich aber nicht. Da mußt Du wohl mal mitsegeln, dann erzähle ich es Dir vielleicht. Was sie finden ist die Harpune und ein Pfefferspray. Beides ist verboten in Bonaire und ich habe es nicht angegeben. Beides nehmen die eigentlich netten Offiziellen dann aber trotz gutem Zureden mit. Der Vorgang geht zum Richter und ich darf nicht ausklarieren. „Hallo? Wie bitte?“ Ich sehe meine Felle schwimmen, wie es so schön heißt. Das kann meinen kompletten Dominosteinfahrplan zum Umkippen bringen. Ich kann ja ruhig bleiben. Jetzt bleibe ich allerdings nicht mehr ruhig. Jeden Tag gehe ich ins Büro der Zöllner und erkundige mich nach dem Status des Urteils, dass der Richter über mein Schicksal fällt. Das stresst mich so sehr, dass ich mir sogar die Lust zum Bloggen vergeht. Gestern kommt dann endlich das Urteil. Nein. Ich muss nicht in s Gefängnis, die MARLIN nicht an die Kette. 150 $US Strafe und die Harpune wird vernichtet. Blaues Auge würde ich mal sagen. Konsequent klariere ich direkt aus, zahle meine Strafe. Heute dann: Leinen los und nix wie weg hier. Passiert mir bestimmt nicht noch mal.

Noch ein Mitsegler unter den Lesern, der Hand gegen Koje den Trip von Curacao nach Cuba mitsegeln will? Dann mal schnell per e-mail melden und wenn noch Platz ist: Flug für den 9.2. nach Curacao buchen. Einmalige Chance.


+++ Atlantiküberquerung West-Ost. Noch ein Platz für eine weibliche Mitseglerin frei! +++
Buchst Du hier: www.marlin-expeditions.com




  • 23:00:00
  • 03.02.2018
  • 11°59.1888’N, 068°38.7930’W
  • -°/ 0kn
  • Curacao / Klein Curacao
  • Curacao
  • 30°C
  • 90°/15kn
  • 1m

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