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Fuzzack! Wind streikt!

Ruhe bewahren

Die erste Nacht auf See haben wir hinter uns gebracht. Wir wachen von 8-12, 12-4, 4-8 usw. Draußen: Suppe. Nebel. Gestern auch schon. Ein sicheres Zeichen für lokale Hochdruckkerne. Und somit ist auch kein Wind. Kein Wind für die Genua, kein Wind für den Genacker. 100qm Großsegel, mit Bullenstander in Position gehalten, bewegen uns mit grade mal 3 Knoten in die richtige Richtung. Zeit für ein Selfie. Zeit um übers Leben nachzudenken und im Werkstatthandbuch den YANMAR’s zu blättern. Den Fehler sollten wir selber finden können. Die Literatur ist ausgiebig, aber wahrscheinlich müssen wir den Anlasser ausbauen und zerlegen. Will ich das auf See machen? Bei diesen Windverhältnissen und auf See setzt die Motivationsdepression ein. Jede Aktion wird hundert mal überdacht. Soll ich oder soll ich nicht? Heute Nachmittag soll es wieder Wind geben, sagt die Elektronik, die Grib’s über PACTOR. Glauben tue ich nur was ich habe. Noch schlägt das Segel nicht und solange das Segel nicht schlägt ist mir alles egal. Erst wenn die Segel schlagen, greife ich zum Zündschlüssel. Aber das geht ja nun nicht mehr. Also doch ab in den Keller und ran an die Arbeit? Motivationsschwäche.

Nächste Abfahrtmöglichkeit mit der MARLIN: Derzeit ist fast alles dicht bis September. Dann geht es von Faro nach Madeira. Da sind wieder Plätze frei und von Madeira zu den kanarischen Inseln. Im Oktober kannst Du noch auf den Kapverden mitsegeln. Die Atlantiküberquerung ist ausgebucht. www.marlin-expeditions.com

Kurzentschlossen kurzgeschlossen!

Johann hatte doch ne Schraube locker

Das mit dem Schlüssel drehen hat auch heute Mittag noch nicht geklappt. Aber ich bin endlich ausgeschlafen. Ein Blick in das Werkstattbuch mit dem Schaltplan hilft. Entweder es muss das Trennrelay des YANMAR’s sein, denn dieser ist massefrei installiert oder aber das Startmagnet. Mit einem dicken Kabel rücke ich dem faulen Zahn zu Leibe. Das Trennrelay ist es nicht. Also gebe ich Saft direkt auf das Startmagnet. In der Erwartung eines dicken Knalls schließe ich dabei mal vorsichthalber die Augen. Wie früher in Duisburg, wenn man seinen Autoschlüssel nachts im Old Daddy verloren hat und das eigene Auto aufbrechen muss. Das Magnet zieht an, der Anlasser rüttelt los und Johann schuckelt wieder. Mir fällt ein Stein vom Herzen. „Give me five!“ Jan steht oben verschlafen im Cockpit. „Gut gemacht Skipper.“ Nen Lob vom Bootsjungen tut ja auch mal gut. Nach zwei Stunden Motorfahrt funktioniert alles wieder wie neu! Die losen Kontakte an der Lichtmaschine waren doch das Übel. Motor wieder aus. „Sechs Knoten Wind. Das können wir in Schleichfahrt. Drück mal auf’s GPS und aktiviere Faro.“


Nächste Abfahrtmöglichkeit mit der MARLIN: Derzeit ist fast alles dicht bis April 2016. Am 6ten September segeln wir Faro nach Madeira. Da sind noch zwei Plätze frei. Die Überfahrt zu den Kapverden ist ausgebucht. Im Oktober kannst Du noch auf den Kapverden mitsegeln. Ein Platz ist noch frei. Die Atlantiküberquerung ist ausgebucht. Der Törn mit der Rennmaschine MARLIN: Cuba 1000. Wir brechen den 200 Meilen Rekord! Von Curacao nach Cuba, hat noch eine Koje frei. Meine persönliche Empfehlung: Atlantiküberquerung 2016 buchst Du jetzt. www.marlin-expeditions.com



  • 15:06
  • 30.08.2015
  • 40°42.3641'N, 009°37.1447’W
  • 171°/ 3.8 kn
  • Atlantikküste Portugal
  • Faro
  • 26°/1012.9 hpa
  • 289°/4,7kn
  • 0.3m

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