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In Sachen Leben unter Segeln

Strandleben und Maschinenraum

Da könnte man denken, wir liegen den ganzen Tag am Strand oder schnorcheln zumindest den größten Teil des Tages im glasklaren Wasser. Dem ist leider nicht so. Nathalie verpasst der Eingangstür zum Pilothaus zwei Schichten Teaköl. Ich repariere mich weiter von vorn nach hinten und verbringe viel Zeit im Maschinenraum. Es gibt eine Alutür von der Achterkabine, aber die ist nur nutzbar, wenn man das Bett hochklappt und dann auch nur mit Verrenkungen am Motor vorbei. Glatte Fehlkonstruktion. So steigen wir über eine Klappe im Cockpit in den Maschinenraum ein. Direkt darunter ist Platz genug für eine Werkbank. Green Hard, heißt das Holz, das ich in Grenada ausreichend an Bord genommen habe. Ein tropisches Hartholz. Nicht ganz einfach zu verarbeiten. Im Moment entsteht das Grundgerüst. Gestern habe ich Steckdosen für die Power Tools verlegt. Als Arbeitsplatte werde ich wohl auf Curacao Marine Plywood erstehen können. Ein kleiner Schraubstock wird auch seinen Platz finden. Schraubstock und 6KW Steckdose – 15 Jahre lang habe ich davon geträumt auf der LADY. Es macht Spaß den Maschinenraum langsam aber sicher funktional zu machen. Der Wassermacher ist auch soweit eingebaut. Allerdings fehlt mir das Kabel mit dem entsprechenden Querschnitt um ihn am 24V Bordnetz anzuschließen. 120 Liter werden die beiden Membranen in der Stunde machen. Ausreichend um der Crew und Gästen ein komfortables Leben an Bord zu ermöglichen. Die Richtung ist klar. Die MARLIN soll möglich unabhängig von Marinas sein. Reparaturen an Bord ausgeführt werden können. Ein Schiff dieser Größe zu unterhalten, ohne Reparaturen selber ausführen zu können ist für uns nicht möglich. Jeder Handwerker meint schon bei der Besichtigung eines Projektes, dass wir reich sein müssen. Die Preisverhandlungen mit der IRON LADY waren eindeutig einfacher. Wir sind nicht reich, ganz im Gegenteil, haben noch nicht mal ein festes Einkommen.

Hier an unserem paradiesischen Ankerplatz macht das Arbeiten Spaß. Wenn dann die Sonne ihren Zenit überschritten hat, die Schule im Salon vorbei ist und Papa den Dreck des Vormittags mit dem Staubsauger weg gemacht hat, geht es an den Strand. Inzwischen sind wir alleine. Die anderen beiden Familienkatamarane sind zu den Roques weitergesegelt. So haben wir die kilometerlangen Sandstrände für uns alleine. Wir nutzen aber nur ein paar Meter. Wenn ich da an einen Urlaub im August auf Mallorca denke, weiß ich, wir sind auf dem richtigen Kurs. Maya und Lena toben mit mir im Wasser, gemeinsam üben wir an den Steinen schnorcheln. Aquarium. Tausende von Fischen. Zurück auf der MARLIN bestimmen Maya und Lena die Fische, die sie gesehen haben. Es fällt mir ehrlich schwer die Harpune zu nehmen um ein paar Papageifische für Poisson Cru zu speeren ;-) Das Abendessen fällt heute vegetarisch aus.



  • 07:24
  • 15.08.2013
  • 11°50.2839'N, 64°38.8200’W
  • -
  • Blanquillla/Venezuela
  • Bonaire
  • 26°
  • 10kn/E

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