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Kurs Ost

Kanalirrgarten

Zwei Tage Pause bei strahlendem Sonnenschein haben sehr gut getan, doch auch die Fahrt durch die Kanäle macht bei schönem Wetter mehr Spaß. Zum Wochenende hin könnte es mit Sonne und leichten Winden vorbei sein und bis dahin wollen wir noch ein paar Meilen machen. Anker auf und los. Unzählige Kanäle und Abzweigungen führen von hier in den Golfo Corcovado, da fällt die Wahl schwer. Nach einigem Hin und her entscheiden wir uns für die 35 Seemeilen entfernte Caleta Jaqueline. Bei Sonnenaufgang schiebt uns Johann durch den Kanal und ordentlich Strömung schiebt mit. 8,3 Knoten zeigt das GPS zu Bestzeiten an. Wir sind nicht mehr alleine, immer wieder werden wir von einheimischen Schiffen überholt. Die meisten sind auf dem Weg von oder zu den Salmoneras, den Lachsfarmen, die wir nun in vielen Buchten entdecken. Riesige Gehege, in denen die Lachse springen, mit Sicherheit eng zusammengepfercht in den kleinen Becken. Die Arbeiter der Farmen mögen es nicht, dass wir zu nah heran kommen. Sie erzählen etwas von Kontamination und essen kann man die Lachse derzeit auch nicht, da sie Medikamente bekommen. Nicht sehr vertrauenerweckend und macht nicht gerade Lust auf die Fischtheke im nächsten Hafen.

Doch abgesehen von den Salmoneras ist es hier in der Bahia Anna Pink traumhaft schön. Sanfte, bewaldete Hügel, kleine Sandstrände, versteckte Buchten. Im Osten tauchen hinter den Hügeln die ersten schneebedeckten Gipfel auf. Am frühen Nachmittag erreichen wir unsere kleine Caleta, parken in gewohnter Manier rückwärts mit Anker und zwei Heckleinen in einem kleinen Einschnitt ein. Wieder einmal ein perfekt geschützter Ankerplatz. Am Wasserfall füllen wir die Wasserkanister zum Duschen auf, die Kuchenbude zur Herstellung eines annehmbaren Duschklimas fällt bei diesem Wetter aus. 16 Grad wird es derzeit tagsüber, wir fühlen uns fast wie im Hochsommer. Wieder ein Strand zum Buddeln, zum Budenbauen und Stöcke schnitzen, Micha versucht die Fische aus der Bucht in die Pfanne zu holen, doch die wollen nicht. Macht nichts. Unser nächstes Ziel heißt Puerto Aguirre, ein Dorf mit 1200 Einwohnern. Eine Metropole quasi, für unsere Verhältnisse, es soll sogar einen Metzger geben. Ostwind soll es auch geben, nicht im Dorf, sondern auf dem Weg dorthin. Das fehlt noch zu unserem Glück, ein Segeltag mit Sonne und ohne Wellen.



  • 19:34:00
  • 24.04.2012
  • 45°43.8387'S, 073°57.4773'W
  • Anker / Landleine
  • Caleta Jaqueline / Chile
  • Isla Chiloe / Chile
  • 10°/ 1022 hpa
  • 5kn, SE
  • 0m

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