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Am Kap Hoorn gefangen II

Abwettern am Ankerplatz

Vor dem Frühstück hole ich täglich die aktuellsten Gribfiles über Sailmail. Die speicher ich brav und öffne die dann in Zygrib. Dieses freie Programm stellt die Daten interpoliert dar und wesentlich besser als der Airmail/Gribviewer. Heute Morgen dann sitzen Nathalie und ich staunend vor dem Bildschim. Nebst dem ja schon bekannt schlechten Wetter, dass uns ein Auslaufen nach Nord unmöglich macht, kommt ein neues Zeichen in der Wetterkarte. Ein Windpfeil mit einem kleinen Dreieck, statt Fähnchen. Die Interpretation ist einfach 45 Knoten. Die chilenische Armadastation bestätigt uns die Gribfiles. „35-45 Knoten mit Böen zu 70 Knoten für heute Nacht.“ Upps, da werde ich jetzt doch etwas nervös und mache mir Gedanken, wie wir das am besten hinbekommen. Heute Nacht soll es losgehen und morgen früh ist der Peak mit sechs Stunden. Im Moment neige ich dazu den Ankerplatz beizuhalten und nach 20 Meter Ankerkette, einen zusätzlichen Bügelanker bei 40 Meter anzuschäckeln. Das auf 5 Meter Wassertiefe sollte reichen um die LADY an ihrem Platz zu halten. Hier in der Caleta Martial sind wir sicher vor diesem Wind.

Am Kap Hoorn gefangen III

Scenenwechsel

So ist es in Feuerland. Das Dinghy geht um drei Uhr zu Wasser, die Kinder nehmen uns die Bude auseinander und brauchen dringend Strandauslauf. Gute drei Stunden erobern wir den kleinen Flußlauf, bastel Pfeil und Bogen und tanken einfach mal etwas auf. Ohne ständiges Pfeifen vom Wind, ohne Schräglage am Ankerplatz. Auftanken für die kommende Nacht. Zurück auf der LADY fange ich an die achterliche Backskiste auszuräumen, denn der Reservebügelanker liegt logischerweise gaaaaaaanz unten. Kaum habe ich das störrische Ding herausbekommen, ruft die Armada de Chile die IRON LADY auf Channel 16 um unsere Position bestätigt zu bekommen. Nathalie geht auf den Äther und der neueste Wetterbericht ist komplett anders als noch am Morgen. Aus 50 Knoten Wind mit Böen bis zu 70 werden 25-35 mit Böen um die 40. Wir fühlen uns etwas auf den Arm genommen. Aber besser so, als anders. Starkwind hatten wir genug. Für morgen sieht es auch besser aus. Segelwind um wieder den Beaglechannel zu erreichen. What you see is what you get, bestätigt sich mal wieder.



  • 21:45:00
  • 06.02.2012
  • 55°49.2928S, 067°17.8847W
  • Anchor
  • Isla Henschel / Caleta Martial / Chile
  • Beagle Channel / Chile
  • 6°/981hpa
  • 10kn/NW
  • -m

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