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Ich hätte da mal was zu sagen

Der Tanzbär

Jep. Heute meine letzte Stunde mit Paula. Anstrengende Tangolehrerin. Ich habe das Gefühl, dass ich jetzt zumindest weiß worum es geht. Das ich Tango tanzen kann? Nep. No way. Paula hat mich von der Leine gelassen. „So, jetzt gehst Du schön in die Milongas, suchst Dir schlechte Tänzerinnen aus, damit Du nicht soviel Schläge bekommst und da musst Du dann durch. Melde Dich wenn Du wieder Unterricht brauchst.“ So ungefähr, mal grob übersetzt. O.K. Aber heute nicht mehr. Heute kaufe ich mir zu Belohnung ne Flasche Portillo Malbeck 2010, setze mich ins Cockpit und schaue den Flugzeugen beim Landen zu, die dröhnend über mir hinwegziehen in diese ebenfalls dröhnende Stadt. Danke Paula, war nen schöner Unterricht. Ab morgen werde ich dann durch die Milongas der Stadt ziehen und das Tanzbein schwingen. Vielleicht verstehe ich das irgendwann mit den Ochos und schaffe es den Kopf abzuschalten.

Hausboot IRON LADY

Die Argentinier verstehen dass ja nicht so ganz, wie man auf dem Boot wohnen kann. Ich genieße es total. Hausboot halt. Alles drin, alles dran und wenn es nicht mehr gefällt, Leinen los und irgendwo anders hin. Segeln, Hochsee, darum geht es mir im Moment so gar nicht. Mir geht es gut. My Home is my castle. Was will ich mehr. Ich habe genug Gas zum Kochen, die Sonnenkollektoren machen die Batterien voll und überhaupt alles ist so wie es ist. Gut ist.

Nun bin ich aber auch, um es mal so zu sagen, Profi, im aufn Boot wohnen und wohlfühlen. Dank LunaWLANnet, ja die funktioniert immer noch ganz wunderbar!, hab ich Internet, kann mit meinem Freund und Partner Horace in Milano Kaffee trinken und Dönekes erzählen und den ganzen Tag damit verbringen, die Buchhaltung von drei Monaten wieder hinzubekommen, die die Deutsche Post verschludert hat. Haha. War aber gar nicht lustig. In Zukunft mach ich das nur noch elektronisch. Ja! Mir reichts mit dem Papierkram. Ab sofort werden Rechnungen nur noch bezahlt, wenn die per PDF kommen. Also, apropos Boot, was kann schöner sein als aufm Kahn zu leben. Ob nun in Amsterdam aufm Kanal oder in Buenos Aires direkt unter der Einflugschneise den nationalen Flughafens? Man muss wissen, dass die Nachts dann doch irgendwann aufhören zu fliegen. Die Zeit bis ich wieder nach Deutschland reise, werde ich überstehen. Und die LADY, die stört das ja eh nicht. Ich komme im Moment auf einen guten acht Stunden Arbeitstag vorm Rechner. Bootsarbeiten werden nicht gemacht. Zu viel anderes zu tun. Liegt aber auch nix an. Kein Wasser in der Bilge, kein Rost an Deck und ständig fragt mich irgendeiner, ob die LADY aus Aluminium oder Plastik ist. Ich verdrehe dann irgendwie die Augen. „Ne, die ist aus Stahl.“ „Ja aber man sieht ja gar keinen Rost!“ „Ich aber.“ Egal. Darüber mache ich mir Gedanken, wenn wir irgendwann wieder an Land stehen. Gut das die Argentinier so schlecht Englisch können. Sonst wüssten sie, das „IRON LADY“ für Magret Thatcher steht und Maggie ist hier ja wegen der Falkland Story nicht so beliebt. Ob ich mal die dicke deutsche Fahne raushänge? Die Deutschen sind hier ja nun recht beliebt.




  • 22:07:00
  • 28.04.2011
  • 34°32.2992'S, 058°27.1256'W
  • 0°/0kn, Berth
  • Yachtclub C.U.B.A., Buenos Aires, Argentinien
  • VAR
  • 21°/1016hpa/67%
  • 18°
  • 4kn/SE
  • 0,0m

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