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Arbeitsanfall

Ist doch Paddel wie Bilge

Ich bin ja nicht so der Maler der Nation. Passt nicht so zum Stahlboot? Gähn, also die Zeiten, dass die Stahlbootsegler mit dem Pinsel zwischen den Zähnen aufgewacht und wieder eingeschlafen sind, sind vorbei. Zumindest auf der LADY. Die Lösung heißt 2K – Zwei-Komponenten Polyurethan Lack und kein Wasser im Schiff. Ein paar Schönheitsreparaturen sind notwendig. Hatte es beim letzten Werftaufenthalt zuwenig blaue Farbe über und am Rumpf war ein paar Stellen mit Make-up zu behandeln. Das Wochenende war grade recht dafür. Jetzt ist außen alles wieder prima.

Zum Computerkram: Die von mir vorgestellte OpenCPN Navigationssoftware läuft 1a auf dem MacBook unter Snow Leopard 10.6.4, womit sich das Problem Mac aufm Boot noch reduziert auf den Zugriff von Sailmail über PACTOR. Mal nach cnf.seasoft googlen. Meer sag ich dazu jetzt aber nicht noch. Das mit PACTOR geht ja über virtuelle Maschine, nervt aber immer erst Windows zu starten. Oder? Mich nervt es. Wenn irgendjemand so etwas wie SCSmail für den MAC programmieren würde, das wäre prima. Muss ich mal drüber nachdenken.

Seelenleben: Mit dem Auf und Ab ist vorbei. Stetige Nordwinde sollte alles noch besser machen. Meine Lichtmaschine und Batterie machen mir allerdings immer noch Kopfzerbrechen. Alles gar nicht so, wie ich mir das vorstelle. Muss wohl Ende der Woche wieder nach Angra!

Auch im Boot gibt es was zu streichen. Am Ruderschaft ist immer mal nen Tropfen Wasser ins Boot gekommen, ohne so viel zu sein, dass ich es in der Bilge gemerkt habe. Erst auf der letzten Atlantiküberquerung. Das wollte ich dann auch noch machen bevor Agustin an Bord kommt. Und so mache ich die Bodenbretter unter der Achterkoje hoch. Mir graut ja dann immer doch ehrliche Probleme zu finden. War aber nicht so. Nen bisschen Rost unterm Lack aus Neuseeland. Fünf Jahre her. Das ist o.k. Auch sehr local und schnell mit Beitel und Stahlbürste beigekommen. „Papa, er hat gar nicht gebohrt!“ Das stimmt mich freundlich und da ich Farbe übrig habe, bekommt Steuerruder und Windpaddel der Pacific Windsteuerung nun auch endlich mal Farbe. Das ist zeitlich noch drin. Problem ist der Gestank des 2K Verdünners und seine Auswirkungen. Vor allen Dingen nachts, weil ich eigentlich immer alle zuschließe, wegen nächtlicher ungewollter Besucher.

Kurz vor Sonnenuntergang, ich will grade flüchten vor dem Farbgestank und diesen mit Bier wegspülen, klopft Harald an. Harald ist der deutschstämmige Südafrikaner, ehemals Farmer von der Westküste und schaut mal vorbei. Nun kann ich den 72jährigen Cruiser ja nun nicht einfach von Bord werfen und will es auch nicht. Sein Alter hat er erreicht und das er immer noch auf dem Boot wohnt ist schon mutig bei seinen Problemen. Da ist es mit der Bootspflege auch nicht mehr so einfach hinterherzukommen, was man seinem Boot auch ansieht. Aber er hat die bewundernswerte Einstellung nun doch lieber seine letzten Tage auf dem Boot zu verbringen. Hier in Abraao kennt ihn jeder, er hat viele Freunde, die ihn mögen und er fühlt sich wohl. Gut Einstellung Harald. Imponiert mir. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass Harald steinreich ist. Nur die Frage womit. Geld oder Lebenskraft.



  • 23:43:00
  • 12.09.2010
  • 23°08.3200'S, 044°09.4201'W
  • 0°/0kn
  • Abraao, Ilha Grande, Brazil
  • Argentinien
  • 20°/1021hpa/Stars
  • 19°
  • 2kn/NE
  • 0,5m

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