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Piratenstrand

Papa und Johann die 1.

Über eine Woche sind wir mittlerweile an Bord und schon gestern hat man gemerkt, dass Micha langsam nervös wurde. Zu viele Ersatzteile, Schrauben, Hebel, Antennen und ähnliches sind in seinem Seesack und unserer Iron Lady Extratasche nach Brasilien geflogen ohne bisher Beachtung zu finden. Vor allem der neue Dieselfilter ist noch nicht eingebaut und klopft in jeder motorten Stunde an das Gewissen des ordentlichen Maschinisten. Einen kaputten Motor können wir uns in den 3 Wochen Urlaub wirklich nicht leisten. Also werden die Damen höflich von Bord gebeten. Schwimmen müssen wir nicht, sondern werden mit Rucksack, Badeklamotten, Lego und Büchern am Piratenstrand abgesetzt. Zwischen einigen Poussadas, den hiesigen Ferienanlagen und Restaurant liegt ein kleiner von Bäumen überschatteter Strand mit einem kleinen Wasserlauf der ins Meer mündet. Die nächsten Stunden verbringen wir mit dem, was alle Familien im Strandurlaub machen. Burgen bauen, Strassen bauen, Muscheln sammeln, im Meer abkühlen und wieder von vorne. Aus dem dichten Urwald kommt ein Bambusrohr und aus selbigen frisches kühles Bergwasser zum Duschen. Wind ist mittlerweile aufgekommen, und von Land aus sehen, wir, wie die Lady bei bestimmt 25 Knoten ablandigen Wind in den weissen Schaumkronen hüpft, über Funk erfahren wir über die Annäherungsversuche der Lady an ein brasilianischen Holzboot. Keine Chance, dass Micha sich zu uns gesellt, der muss die Lady unter Kontrolle halten.

Am Strand entlang wandern wir schliesslich bis in das Dorf. Was heißt Dorf? Ähnlich wie in den Touristenhochburgen von Thailand oder Bali sieht man das Dorf vor lauter Restaurants, Bars, Souvenirgeschäften und leichtbekleideten Touristen nicht. Menschenmengen schieben sich durch die Strassen, oder besser gesagt schlurfen mit dem typisch brasilianischen Schuhwerk, den FlipFlops über das Kopfsteinpflaster. Unsere beiden Fashionvictims Maya und Lena liegen mir seit Parati in den Ohren, dass sie unbedingt FlipFlops brauchen. Bisher konnte ich mich eisern dagegen wehren. Wer weiß, wie lange noch.

Am späten Nachmittag gesellt sich der entspannte Skipper wieder zu uns. Der Wind hat sich gelegt, der Dieselfilter ist eingebaut, diverse andere kleine Baustellen sind erledigt, alles bestens. Irgendwann haben wir die Kinder im Bett und da der Wind gedreht hat, versucht die Lady schon wieder an dem Holzkahn anzudocken. Gut, verlegen wir eben. Stockduster, es hat angefangen zu regnen, Anker auf. Das Nachbarboot im Blick, den Fender griffbereit, dreht die Lady ihr Pirouette um aus dem Ankerfeld freizukommen, als plötzlich der Motor abstirbt. Totenstille. Gott sei Dank ist noch genügend Fahrt im Schiff, dass wir 2 Bootslängen weiterkommen und den Anker frei von Mourings oder anderen Schiffen werden können. Glück gehabt. Ursache? Naheliegend. Mit dem Filter oder dem Einbau stimmt was nicht. Ohne war alles o.k. Für heute aber reicht es, der Anker hält, Wind ist nicht mehr angesagt, bliebt nur noch die Koje.



  • 22:00:00
  • 01.08.2010
  • 23°08.36'S, 044°09.55'W
  • Ilha Grande, Abraao, Brazil
  • Rio den Janiero, Brazil
  • 22°
  • 22°
  • 3kn/VAR
  • 0,1m

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