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Muecken und anderer Aerger

Muecken und anderer Aerger

Eigentlich sollte dieser Logbucheintrag eher >>Ausflug ins Landesinnere.<< heissen. Aber da haben wir uns wohl das falsche Datum ausgesucht. Immer noch unser Lieblingsfruehstueck ist Roti, der heisse Teigfladen mit dem ebenfalls heissem Soesschen und schwarzer Tee, da ruft die Botschaft aus KL an und teilt erst mal mit, dass Maya jetzt einen Pass hat. Allein ueber das Telefonat mit der wirklich netten Dame aus KL koennte ich jetzt schon wieder 6000 Zeichen schreiben, aber das lasse ich jetzt mal lieber. Nochmal 12.ooo Zeichen koennte ich schreiben dazu, dass sich eigentlich nur Neureiche einen deutschen Pass und eine Geburtsurkunde fuer Ihr Kind leisten koennen, bei den Gebuehren ist es doch kein Wunder, dass in Deutschland keiner mehr Kinder bekommen will. In Malaysia kostet die Geburtsurkunde nix, die Plastikhuelle, 20 Teurocent.

Wir versorgen uns neben Rotis mit bunten Touristenbroschueren um den Trip ueber die Insel zu machen, ein Auto hat uns Fred zum ueblichen Preis von 10 Teuro/Tag geliehen.

Wir haben uns bei unseren Freunden, den Schenks in Rebak, auf der anderen Seite der Insel angekuendigt um Maya vorzustellen und ein bisschen ueber das Gute und das Schlechte fuer Segler in der Welt zu sprechen. Die Rebak Marina liegt abgeschieden auf einer vorgelagerten Insel, das was wir auf dem Weg von Lankawis Inneninsel sehen ist wirklich sehr beeindruckend gruen und schoen. Mit der Ferry geht es rueber. Von der Marina hat die Tsunamis nichts uebrig gelassen, zumindest nicht im Hafenbecken und der Hartstand ist voll mit Booten die reparieren, reparieren und reparieren...
Mit Bobby und Karla ist es mal wieder nett zu plaudern. Maya benimmt sich gut und das ist die Hauptsache und alles dauert viel laenger als geplant. Aber das ist ja immer so.

Leonie von der NEW MOON, faellt bald hinten ueber, als sie hoert, was die Reparatur des Windpiloten in DL kosten soll. Zur Erinnerung, die NEW MOON streifte mit ihrem Heck kurz unsere Windfahne beim ausparken in Penang. Rund 1000 Euro Schaden und ohne Windfahne segeln wir nicht ueber den Indic und Atlantic. Es gibt unschoene Worte, die uns den Tag versauen und alles nur weil Leonie keine Haftpflichtversicherung hat. Prima Ding. Es ist wie immer: Helf Dir selber, helfen tut Dir keiner. Freundschaft hoert bei Geld schlagartig auf, meistens jedenfalls und Ausnahmen sind keine Regel sondern nur wirkliche Ausnahmen. Wir haben keine Ahnung was wir machen sollen und reisen ziemlich unbefriedigt aus Rebak ab.

Es ist spaet nachts, als wir nach Hause kommen, das Kind faengt an zu knatschen, weil es ihr denn nun auch reicht. Im Mutterbauch hat Maya eben noch Ruhe vor dieser Welt gehabt. Aber so ist das Leben und daran ist jetzt nichts mehr zu aendern.

Nun zu den Brennern. Ich will es auf den Punkt bringen ohen 20.000 Zeichen zu diesem Thema zu schreiben. Die Bertschi Brenner sind gut. Sie sind nur so robust gebaut, dass man fast die doppelte Menge an Alkohol braucht um sie anzuzuenden. Aber es gibt sie auch mit elektrischer Vorheizung, was fuer unser elektrisches System etwas zu viel Energie braucht. Wie sie sich auf Langzeit verhalten koennen wir noch nicht sagen. Bertschis Kundenservice ist zum Kotzen. Wir haben die Brenner vor vier Monaten bestellt. Die erste Lieferung kam mit einem Brenner der eine falsche Gewindesteigung hatte. Die besprochenen Verschraubungen zu unseren 6mm Kupferrohr fehlten komplett. Auf Mails wird zu spaet oder gar nicht reagiert. Nach Drohungen ruft mich Heiny Bertschi dann endlich mal an und schlaegt mir vor eine Verschraubung zu liefern, die mit Hanf und Loctite eingesetzt werden soll. Zwei weitere Wochen gehen ins Land. Die Lieferung kommt und nach der Installation scheint alles gut zu sein. Nach einer Woche brennt Hanf und Loctite durch, Kerosin laeuft waehrend unseres Toerns von Penang nach Lankawi im Herd aus und entzuendet sich beim Kochen. Flammen schlagen aus dem Kombuesenfenster. Wir koennen den Brand mit Halonfeuerloescher beikommen. Soweit zu den zuendenden Ideen des Herrn Bertschi. Zur Regulierung des Schadens, alles ist schwarz, wir muessen mal wieder neu streichen, schweigt sich Heiny Bertschi aus, trotz wiederholter Aufforderungen und Nachfragen. Vor einer Woche haben wir die Zeichnung einer neuen Anschlussmoeglichkeit bekommen. Seit dem wieder Grabesstille. Noch Fragen?

So und jetzt reicht es mir. Das mit der Lankawirundfahrt machen wir dann noch mal demnaechst. Wir lassen den Kopf nicht haengen, unser Kind lacht, wir tun es auch. Prost.



  • 22:27
  • 13.07.2005
  • 06°24.88'N, 099°51.94E
  • Hole in the wall/Langkawi/Malaysia
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  • 28°C
  • 2 SW
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