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Ueber Pflaumenkerne und Implosionen

Ueber Pflaumenkerne und Implosionen

Dinge gibt es, die gibt es gar nicht. Da wir ja nicht ueber andere Segler schreiben, nennen wir ihn einfach mal Philip vom Katamaran Seevogel. Philip stellt also fest dass seine Toilette verstopft ist. Nix mehr zu machen. Die Pumpe zum abpumpen haengt, tut gar nichts mehr. Seglerpech ist das. Seine Thailaendische Freundin ist schon Jahre auf dem Boot, Chartergaeste gibt es nicht, da faellt es schwer den eigentlichen Grund zu finden. Die Haende im Mist, mit Taucherbrille oder Nasenklemme, Eimerchen und Werkzeug bewaffnet geht Philip der Sache auf den Grund und findet auch den Grund. Seine Freundin hat in Thailand Pflaumen gegessen. Eigentlich nicht so schlimm, aber sie hat wohl aus Versehen ein paar Kerne mitgegessen, die einfach nicht durch die Gummiventile gepasst haben. Hmm. Also alle Achtung beim Genuss von Kernfrucht auf Segelbooten. Da soll doch mal einer drauf kommen.

Jetzt noch was Wissenschaftliches. Der treue Leser erinnert sich sicherlich an unsere Wellenprobleme, Geraeusche aus Getriebe, Drucklager und Wellenlager. Grosse Diskussion im Gaestebuch und noch groessere Verwirrung bei den Skippern. Das Raetsel scheint sich so langsam zu klaeren. Vor ein paar Tagen haben wir mal wieder den Motor laufen lassen, natuerlich Volldampf in der Box und da wo normalerweise ein Quietschen und ein Pfeifen ist, als wenn Sand im Wellenlager waere, ist Stille. Hmm. Das ja nen Ding. Weg. Nix mehr da. Die 48 Stunden Regel? Nein. Segelboote reparieren sich doch nicht von alleine. Oder doch? Der Motor kommt allerdings nicht mehr ueber 2000 Touren, ein sicheres Zeichen fuer Barnikels auf dem Propeller. Ja, da kommen wir der Sache ja schon naeher. Philip, der mit den Pflaumenkernen ist Bootsbauer und hilft weiter. Das sind Verwirbelungen die die Barnikels machen. Ist der Propeller sauber, so ist er wohl unter oder ueberdimensioniert, das Verhaeltnis von Schaufelflaeche und Durchmesser stimmt nicht oder sonst was. Sprich, auch wenn wir unser Wellenlager erneuern, wird sich nicht verbessern. Das sind einfach Gravitationsimplosionen am Rumpf der Lady. Jetzt geht es natuerlich voll in die Theorie. Das Problem entsteht und ist hoerbar ja vor allen Dingen unter extremen Bedingungen, also gegen zwei Knoten Stroemung, gegen 20 Knoten Wind mit Dickkopf nach Singapur wollen zu falschen Jahreszeit. Das wollen wir ja eh nicht mehr, wir wollen ja nur noch segeln, vorzugsweise mit dem Wind von der Seite oder Achtern und motoren wollen wir eigentlich in den Hafen und wieder raus, also was machen? Alles so lassen wie es ist? Vielleicht gibt es ja noch einen Leser der damit Erfahrungen hat. Bin ich ja mal gespannt.



  • 23:00
  • 09.05.2005
  • 05°21.34'N, 100°18.96E
  • Pulau Penang/Malaysia
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  • 29°C
  • 1 S
  • -

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