• Werft: 11. Tag - Alles wird gut
  • Abschied von Spitzbergen
  • Besucher
  • In den Fängen der Gerüchteküche
  • Da fliegt sie einfach weg die Capitana
  • Werftpiraten
Videos
  • Buenos Aires hat die selben Tagestemperaturen wie Düsseldorf erreicht
  • Dschungel
 

Seven Islands

Seven Islands

16:32 Die LAST PENNY ist heute weitergezogen und wir haben die einzige Mouring direkt vor Anchorage-Island erhascht. Also den Tag rot anstreichen, schaun wir mal wann wir hier wieder wegkommen.

Kaum haben wir die Lady vertaeut geht es auch schon Los. In dem ueblichen Alluboot und dem 25 PS Yamaha Enduro Aussenborder geht Papa John mit uns und noch einer Handvoll Segler auf die Reise zu den Seven Islands. Sieben kleine Vogelinseln im Osten des Atolls. Die paar Meilen gegen den Wind sind steinhart, jeder von uns ist klaetschnass. Wolfgang zieht auch noch seine Jolle, extra aus Rarotonga mitgebracht, hinterher. Mit seiner Videokamera will er ein paar Tage auf den Seven Islands verbleiben und die Voegel dort im Morgengrauen filmen, fuer seinen WDR Film ueber das Suwarrow Atoll.

An den Inseln angekommen geht es erst einmal zu Blue Hole auf dem Riff. Ein 5 Quadratmeter grosses Loch fuehrt senkrecht nach unten mit Korallen bewachsen. Aus dem Loch drueckt das Meer das Wasser heraus auf das anscheinend tiefer liegende Riff. Ein Kanal fuehrt unterirdisch durch das Aussenriff bis er irgendwo dort wieder aus dem Drop Off herauskommt. Da kommt einem natuerlich direkt der Gedanke dort ins Blue Hole einzutauchen. Doch dafuer fehlt es leider an der Spezialausruestung fuers Hoehlentauchen, vor allen Dingen an den Tauchlampen.

Doch die Insel gleicht aus. Tausende von Tropenvoegeln, Maskentoelpeln und Rotfusstoelpeln. Ein Schauspiel das leider nicht darstellbar ist. Vielleicht mit einer Videokamera. Aber das soll Wolfgang ruhig mal machen. Er hat mehr Zeit und Gelassenheit, als wir fuer solche Sachen. Papa John, der Ranger der neuseelaendischen Regierung verschwindet ins Unterholz um aus ein paar Palmwedeln in Windeseile ein paar grosse Koerbe zu pflechten mit denen dann die Segler losziehen und Vogeleier sammeln. Fuer das Barbecue am Abend. Mir ist etwas unwohl dabei, aber alle sammeln und alle essen, wird wohl o.k. sein. Ab Oktober ist kein Schwein mehr hier und die Natur wird sich von den Menschen wohl wieder erholen. Die Neuseelaendische Regierung setzt den Ranger ja auch einfach ohne grossartige Verpflegung hier ab. So nach dem Moto: >>Hier hat Du einen Sack Reis, den Rest findest Du im Atoll.<<

Es ist heiss. Die Sonne brennt und wir merken wieder, wie nah wir dem Aequator sind. Das Wetter ist wolkenreich, und fantastisch um hervorragende Fotos zu machen, was immer mehr zu Natales Aufgabe und Hobby wird. Die Seglergemeinschaft sammelt sich wieder und es geht einen Katzensprung weiter auf die Insel Motu One One, Teil der Seven Islands. Dort stehen im Gegensatz zu den Vogelinseln mehr Palmen und das Gestruepp ist dichter. Cocoswald. Hier gibt es die leckeren Cocosnusscrabs. Diese leben genau dort wo viele Kokusnuesse heruntergefallen sind und keimen, einen kleinen Urwald gebildet haben, unter den Wurzel in dunklen Loechern. Gar nicht so einfach eines dieser Ungetueme zu finden, deren Scheren sehr gefaehrlich sind, einen menschlichen Finger ohne weiteres abquetschen koennen. Keine besonders schoene Vorstellung. Ich halte mich an Papa John, dem ich kaum folgen kann, mit seinen 71 Jahren ist er fit wie eine Eidechse. Etwas verbissen, denn hat er erst einmal die Witterung aufgenommen, er weiss wo die Coconutkras sind, mir vollkommen unerklaerlich woher, hoert er nicht auf zu graben, zu stochern und findet das arme Marsmenschenaehnliche Tier, pult es unter dem Baumstaemmen hervor. Est ist immer noch heiss. Wenn ich nicht wuesste wie lecker diese Tiere schmecken, (man kann das Fleisch mit dem der Languste oder den karibischen Baerenkrebsen vergleichen), wuerde ich bestimmt nicht mit Papa John und den restlichen Seglern diesen Tag im Unterholz verbringen.

Zehn Kokusnusskrabben fangen vor allen Dingen Papa John, Rob und Matcho-Jim, den man so nennt, weil er die Ankerkette der Yacht DISTANT DRUMMER in 30 Meter Tiefe von der Koralle befreit hat, in dem er einfach den enormen Korallenblock zu Seite gehoben hat. Schon verrueckte Leute hier in der Anchorage. Wir sind die einzigen Deutschen. Auch mal schoen.

Bra Bra Bra… Ich koennte mich heute dranhalten mit Erzaehlen. Die Rueckfahrt war auch nicht schlecht. Ich durfte die Schleppangel halten, Garant dafuer nichts zu fangen, aber das habe ich keinem erzaehlt, es hat auch kein Fisch gebissen ;-) Nun ja.

Gestern abend haben wir mit Ortwin, meinem Vater ueber Pactor Amateurfunk Packet Radio, Online geschattet. Hey! Das war grossartig. Da sitz man mittem im Nirgendwo abends zum Sundowner und Paps mit dem Morgenkaffee in der Hand und wir schreiben ganz locker, wie sehr wir uns doch eigentlich vermissen. Cool.

So jetzt reichts. Den ganzen Text muss ja auch noch jemand lesen, sagt die Natale und ausserdem ist es gleich Zeit an Land zu gehen zum BBQ.



  • 16:32
  • 03.09.2003
  • 13°14.85S, 163°06.57'W
  • Suwarrow/Cook Islands/NZ
  • -
  • 30°C
  • E 2-3
  • 0,5

LOGBUCH ARCHIV

September 2003
M T W T F S S
« Aug   Oct »
1234567
891011121314
15161718192021
22232425262728
2930  

Mit dieser Website wollen wir Dir, liebe Leserin, lieber Leser, die Welt und unsere Reise ein Stück näher bringen. Deine Spende hilft uns, das weiterhin zu tun.