• Reise Reise 
  • Geschafft
  • Frohes Neues …
  • Sonne – Ode…
  • Sonne – Ode…
  • Wind gefunden
Videos
  • Arved spring…
  • German Carne…
 

Back in Paradise

Back in Paradise

21:09 Es gibt also noch etwas anderes, als gefährliche Grossstädte, wie Colon in Zentralamerika. Just angekommen in Chichime begruessen uns die mit Molas winkenden Kunaindianer kaum das der Anker gefallen ist.

Ich habe Carsten aufgenommen. Der stand in Porvenir an der Immigration und erzählte mir immer noch etwas benommen, dass er im voll besetzten Bus mitten in Colon von einem Strassenräuber, direkt auf dem Sitzplatz hinter dem Fahrer und mit gezogener Pistole, ausgeraubt wurde. Erst hat er dem armen Kerl die Pistole in den Bauch gedrückt, dann in den Mund gesteckt. Geld wollte er. Der ganze Bus, auch der Fahrer hat es mitbekommen, keiner hat was gesagt. Ehrlich, ich hätte es auch nicht gemacht.

Nachdem er dem armen Carsten - seit 8 Monaten auf dem Weg via Trampen und Bus von Mexiko nach Suedamerika - die 200 Dollar für die Schiffspassage nach Kolumbien abgenommen hatte, hat er sich in die Strassen von Colon gefluechtet. Das war das vierte Mal, dass der blonde Carsten, mit den blauen Augen, ausgeraubt wurde. Nun ist der Carsten auf der Lady nach Chichime mitgesegelt und da mein Skipperherz dann doch nicht soooo gross war, habe ich ihn einfach bei einer Indianerfamilie am Strand einquartiert. Die Kunas haben ihn freundlich aufgenommen, abgelenkt und jetzt liegt er in der Gästehängematte der Familie und schnarcht fröhlich auf Kuna.

Nachdem ich Carsten in die indianische Obhut gegeben hatte, machte ich endlich das, was schon lange mal wieder notwendig war. Tauchflasche auf dem Rücken, Spachtel in der Hand ging es für anderthalb Stunden unter die Lady. Alle Barnikels (Muscheln) sind im süssen Wasser des Rio Chagres abgestorben, doch leider nicht, wie es gerne unter Seglern erzählt wird, abgefallen. Die Rumpffläche war entsprechend vergrössert und die Lady wurde noch langsamer, als das sie es eh schon ist. Für den Weg zu den Cocos Banderos dürften wir jetzt etwas schneller segeln.

Carsten werde ich in Naganar, fünf Meilen von Cocos Banderas auf einen kolumbianischen Küstenhändlerkahn setzten und mich persönlich noch mal mit dem Capitän unterhalten. Mehr kann ich nicht für ihn tun, erwartet er aber auch nicht.



  • 21:09
  • 26.10.2002
  • 09°35.26'N, 078°52.84'W
  • Chichime/San Blas
  • Coco Bandero/San Blas
  • 28°C
  • VAR

LOGBUCH ARCHIV

October 2002
M T W T F S S
« Sep   Nov »
 123456
78910111213
14151617181920
21222324252627
28293031  

Mit dieser Website wollen wir Dir, liebe Leserin, lieber Leser, die Welt und unsere Reise ein Stück näher bringen. Deine Spende hilft uns, das weiterhin zu tun.