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22:18 Die letzten drei Tage haben wir uns und unseren schwimmbaren Untersatz wieder auf Vordermann gebracht.
Die Marina besteht aus nicht mehr als zwei Schwimmstegen und 2-3 Leuten, die Geld einsammeln und nachdem Rechten schauen. Aber Wasser, Landstrom und einen nach allen Seiten geschuetzten Platz.

Die Lady hat mal wieder ein bisschen neuen Anstrich bekommen, Weihnachtsputz, Michas Gesicht ist nach Entfernen des wuchernden Bartwuchses wieder zum Vorschein gekommen und meine Haare befinden sich nicht mehr auf dem Weg zum Titel als dickste Rastalocke der Welt.

Arrecife ist weiss mit gruenen Tueren und recht verschlafen. Unser Lieblingsort ist ein Cafepavillion direkt an der Strandpromende mit gestresstgenervten aber sehr netten Kellnerinnen, die mich an meine Gastronomiezeiten erinnern.

Nach viel Schlaf und Erholung sind wir dann gestern auf die Suche nach einem Mietwagen gegangen, war nicht einfach, saemtliche Autos der Insel schienen schon fest in Touristenhand zu sein.
Eine Stunde spaeter haben wir sie alle gesehen, Autoschlange auf dem Weg in den vulkanischen Nationalpark Timanfaya.
Laut Reisefuehrer gibt es einen ausgedehnten Autoweg durch die vulkanische Landschaft, der letztendlich an einem Restaurant muendet, wo die Hitze der Erde sort zum Kochen genutzt wird.

Nach einer dreiviertel Stunde Warten im Stau und 2000 Peseten aermer, stellte sich dann heraus, das der Rundweg aus irgendeinem Grund gesperrt ist und man lediglich bis zu dem Restaurant vorfahren darf. Das wars. Gut, die Ranger dort haben Geysire aus heissen Erdloechern gezaubert und duerre Aeste in Flammen gesetzt, aber wir wurden das Gefuehl nicht los, dass man uns abgezogen hatte.

Trotz des Aergers darf ich natuerlich nicht vergessen, dass diese vulkanische Mondlandschaft absolut faszinierend und ein bisschen unheimlich ist. Wie die ganze Insel. Ueberall findet man terassenfoermig angelegte Lavaaschefelder, wo aber zur Zeit nichts angebaut wird, kaum Baeume oder sonstige Pflanzen. Inmitten dieser Einoede findet man dann ploetzlich verlassene Doerfer, alles Feriensiedlungen, die natuerlich in der jetzigen Jahreszeit nicht bewohnt sind.

Unser weiterer Weg fuehrte an die Westkueste der Insel, kleines Fischerdorf, die Strassen mit hellem Sand gestreut, rollender Atlantik, ein bisschen wie Wild-West-Romantik - wunderschoen.

Durch das Inland und weiter hoch in den Norden, der endlich auch ein bisschen gruener wurde und wirkliche Anzeichen von einheimischem Leben zeigte. Ein winzigkleiner Supermarkt, so vollgestopft, dass nicht mehr als vielleicht zehn Kunden in dem Laden Platz haben, ein taubstummer Barbier, der bei geoeffneter Tuer in einer Art Garage seine Kunden bedient und die Dorfkneipe mit den obligatorischen aelteren Maennern und einem Klasse Carachillo, der nur 125 Peseten kostet.

In diese Richtung waeren wir gerne noch weitergefahren, aber es wurde langsam dunkel, so dass wir bei imposanten Sonnenuntergang ueber den Bergen und mit zwei wildplappernden, aufgebrezelten 15-jaehrigen, die auf dem Weg nach Arecife waren, auf dem Ruecksitz, unsere Inseltour beendet haben.

Uber heute gibt es eigentlich nur zu sagen, dass wir uns prima erholen...



  • 22:18
  • 06.12.2000
  • 28°57.66'N, 013°32.39'W
  • Arrecife/Lanzarote
  • -
  • 21°C
  • 2-3 SW
  • -

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