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und ab der Fisch

und ab der Fisch

21:15 Grosser Fisch, kleiner Fisch. Ist es nun ein Barsch, ein Drueckerfisch oder giftiger Fisch? Kaum ist die Angel im Wasser beisst einer von den beiden an. Nachdem Natale festgestellt hat, dass Drueckerfische giftig sind, haben wir uns fuer die Barsche entschieden. Die beissen prima auf das Fleisch der Drueckerfische, aber auch die Drueckerfische fressen gerne Ihre Geschwister... Tja, so ist das naemlich in Wahrheit... und fischen ist hier bestimmt garnicht erlaubt, aber die Aufseher kommen bei dem Schwell ja nicht von Ihrer Bucht weg...

Der Barsch, wenn es den einer war, passte prima in die Pfanne und prima in den Magen. Ich habe keine Schweissausbrueche, kein Schuettelfrost, immer wieder ein Erlebnis, hier die gebratenen Tauben aufzufangen.

Der Vino Seco, den mir Miguel zum Abschied schenkte, schmeckt so wie in Machico. Ich koennt glatt zuruecksegeln, habe Heimweh nach Machico, bin ruehrselig. Darf ich eigentlich so in das Internet hinausschreiben? Wer will es schon verbieten?

Mitten im Atlantik. Einsame Bucht, fantastische Felsformationen, blue Sky, blue Water, absolute Einsamkeit, dreihundert Kilometer zum naechsten Hafen, Afrika zum Greifen nah. Was wundert es einen, wenn Micha und Natale gluecklich sind?

Gedanken, Traeume fliegen, so wie es hier bestimmt Hexen und Elfen gibt. In manchen Momenten bekomme ich Angst. Einfach Angst. Ich weiss nicht warum. Der Windgenerator heult sein Lied in den Fallwinden der Kueste. Es ist hier ueber dem Wasser, wie unter dem Wasser. Eine Welt in der man eigentlich nichts zu suchen hat, es ist nicht unsere Welt, man ist nur Gast und hat das zu akzeptieren.

Momente, in denen es mir schwer faellt... Was faellt mir eigentlich schwer? Nichts, aber es ist so komisch, so einsam, zweisam. Die Zeit wird so belanglos, zieht an mir vorbei. Die Gedanken schwimmen auf den Wellen, die in die Bucht einlaufen. Es ist dunkel. Die Sterne leuchten, unwahr und hell. Werde hinausgehen, mir Ihre Geschichte anhoeren.

16:08 Hier sind wir nun, vor einer absolut verlassenen Insel und werden langsam Fahrtensegler, kein Gedanke mehr daran dieses wunderschoene Fleckchen Meer sobald wieder zu verlassen.

Mein erster richtiger Tauchgang auf ca. 13m Tiefe mit Sinn zum Gucken und geniessen, allein dafuer koennte man mindestens 1 Woche hierbleiben. Kristallklares Wasser und jede Menge kleine, grosse, bunte Fische. Bin jetzt natuerlich stolz wie Oskar!

Micha darf aber auch stolz sein: Hat seine ersten Fische gefangen. Den ersten hatte er schon an der Angel, als der Koeder noch nicht ganz die Wasseroberfleache beruehrt hatte, damit war der Jagdinstinkt geweckt, denn ein Minibarsch reicht natuerlich fuer das Abendessen nicht aus! Nach viel Probieren mit verschiedenen Koedern und Haken, den einen haben die Viecher tatsaechlich geradegebogen, ein Begeisterungsschrei von Micha: Nathalie hol den Fotoapparat! Glaubt einem ja sonst keiner. Also, sooooo gross war der Fisch nicht, aber ausreichend fuer ein opulentes Abendessen und mehr waere ja albern, oder.

Ausserdem steht nun endlich ein frischgebackener Geburtstagskuchen mit Rosinen in der Kombuese, gestern war das ja leider auf Grund der Duenung nicht moeglich...

Uns gehts saugut, morgen, wenn die Sonne wieder in die Bucht scheint, gehts wieder ins Wasser, unter Wasser! Mal sehen wie der Fisch schmeckt.

11:55 Nach einer doch viel ruhigeren Nacht, als erwartet, haben wir und entschlossen in dieser ruhigen Bucht weiter zu bleiben und mal zu schauen, ob der Schatz nicht doch zu finden ist. Ein paar spanische Golddukaten wuerden der Boardkasse sicherlich gut tun. Das Wetter ist zum Heldenzeugen und das Ambiente zum Fotografieren und verkaufen an die Zeitschrift Geo.

Also fertigmachen zum Flachwassertauchen mit Natale, damit Ihr dann mal Schwimmhaeute zwischen den Fingern wachsen...



  • 11:55
  • 30.11.2000
  • 30°08.61'N, 015°51.18'W
  • Ihlas Selvagens
  • Kanarische Inseln
  • 25,7°C
  • 5-7 SW
  • 1

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