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ATM

Was fuer eine Nacht. Heiss, stickig, fuerchterlich. Dazu hat uns eine Horde, ein Heer, ein Schwarm, eine Hundertschaft Sandfliegen gefunden. Kein Wunder, ausser uns ist ja auch keiner so bloed und uebernachtet auf der Werft. Halb verhungert haben sich die Biester auf uns gestuerzt und bedient. Ich sehe aus, als haette ich Widnpocken. Leberpate und Vollkornbrot zum Fruehstueck vermoegen ein bisschen die Stimmung zu heben und hey, wir gehen ja gleich wieder ins Wasser.

Rat bringt die Rechnung vorbei. 1000, 2000, 3000,… Hmm, unser Bargeld reicht wohl nicht mehr, um den Werftaufenthalt zu bezahlen. Ohne Geld kein Slip, also los zum Geldautomaten. Die gibt es in Thailand wie Sand am Meer. Wir haben sogar schon kleine Busse mit integrierten ATMs gesehen, die bei Bedarf ueberall hinkommen. Rat ordert einen ihrer Arbeiter als Chauffeur herbei und los geht es zur naechsten Geldmachmaschine.
Am 7-11 Shop finden wir die erste. Karte rein. Automat ausser Betrieb. Keine Karte mehr raus. Das Maedel an der Kasse von 7-11 macht grosse Augen, giggelt, viele Menschen stehen um den Automaten, kuessen das Baby und zucken mit den Schultern. Ob jemand mal die Nummer die gross auf der Maschine steht anrufen kann. Abwehrende Handbewegungen. Stattdessen bekomme ich eine Quittung des Automaten und mein netter Fahrer faehrt mich zur Bank. Auch gut.

Einer schicken, perfekt geschminkten Dame in Rose erklaere ich mein Problem. Ganz freundlich laechelt sie mich an und sagt: Dann rufen Sie doch naechste Woche noch einmal an.
Wie bitte? Hat sie mich ueberhaupt verstanden? Meine Kreditkarte ist weg, in ein paar Tagen verlassen wir Thailand, unser Schiff muss ins Wasser und Bargeld ist auch keins mehr da und ich soll naechste Woche noch mal anrufen?
Eine Oktave hoeher versuche ich es erneut. Und noch mal, und noch mal. Schliesslich werden wir uns einig. Sie schickt heute den Techniker hin und morgen kann ich die Karte dann wieder abholen. Wir werden sehen.

Zurueck in Ratanachai war Micha auch nicht faul und hat seinerseits diskutiert. Der Chef hat Angst bekommen und will uns lieber morgen ins Wasser setzen, damit das Antifouling noch ein bisschen Zeit zum Durchtrocknen hat. Und jetzt?

Egal. Komischer Tag. Wir packen unsere sieben Sachen und fahren ins OnOn Hotel und machen Urlaub. Bummeln gehen in Phuket Town, schlafen ohne Sandfliegen, dafuer mit Klimaanlage und morgen geht es zurueck ins Wasser. 48 Stunden, das ist immer noch ein Rekord.






  • 17:00
  • 02.02.2006
  • 07°46.53'N, 098°17.86E
  • Ko Phuket / Thailand
  • Chagos / Indischer Ocean
  • 29°C
  • 2 NE
  • -

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