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Spiel mir das Lied vom Tief

Ein Theater in 6 Akten

17 Uhr. Lara kocht. Heute gibt es Spaghetti mit Gemüsetomatensauce und Salat. Sie macht das wirklich gut, super Gerüche steigen aus der Pantry auf. Nach dem Essen sind alle satt und glücklich, bis auf die Crewmitglieder die mit der Seekrankheit kämpfen. Wer, wird an dieser Stelle nicht verraten. Auf Wache sind Sue und Lars, die sich auf ihren ,,Feierabend” um 20 Uhr freuen.

20 Uhr: Jede Wache hat 4 Stunden und ist mit 2 Personen besetzt. Jans Wache beginnt jeweils um 20 bzw.um 8 Uhr. Seit einer Stunde ist klar, dass Jan seinen Wachpartner krankheitsbedingt verloren hat. In einer Crewbesprechnung haben wir uns darauf geeinigt, dass Sue bis 22 Uhr bleibt und Micha ab 22 Uhr, also 2 Stunden vor seiner eigentlichen Hundewache da sein wird. Eine besondere Konstruktion aus Büchern und der Safetyline auf dem Pilothaustisch musste herhalten, um Skipper Jans Wunsch nach einer Runde Kniffel zu erfüllen.

22 Uhr: alle schlafen, bis auf Jan und Micha…

Der Vorhang geht auf und das Wind-und Wettertheater nimmt seinen Lauf. Prolog:23:00 Uhr – Der Wind frischt deutlich auf (33-36 kn, 7-8 bft), es ist wolkenverhangen fast nebelig mit einem feinen Sprühregen.

1. Akt : Sue wird zur Unterstützung geweckt, das 3. Reff muss ins Groß. Die Genua muss weg. Alles klappt, bis auf die Tatsache, dass das Groß eine besonders enge Beziehung mit den Lazyjacks eingeht. 24 Uhr: Alle schlafen bis auf Micha und Lara. An dieser Stelle muss man allerdings kurz erklären, dass Schlafen in diesem Fall nicht schlafen im eigentlichen Sinne bedeutet. Auf die Frage an die Crew, wie man diesen Zustand beschreiben kann, kamen folgende Anregungen: an der Bordwand kleben oder im Leesegel hängen, baumelnd wie auch immer…aber auf keinen Fall wirklich schlafen.

2. Akt: 04:00 Uhr Wachwechsel – Es gibt eine kurze Übergabe. Aktuell haben wir stark wechselnde Windstärken, denen durch Abfallen zu begegnen ist. Unser Hauptziel ist möglichst im Auge des Sturmtiefs zu bleiben, also Richtung Ost zu segeln. Gesagt, getan….. Was uns ,,etwas” beunruhigt: Der freie Fall des Barographen spiegelt das Wettergeschehen sehr gut wieder. Das bedeutet: Da kommt noch was!

3. Akt: 04:40 -Das erste Mal bei dieser Überfahrt wird die Tür des Pilothauses geschlossen. Es regnet in Strömen und hat deutlich abgekühlt. Leider, leider musste die aktuelle Wache Sue und Lars, das warme nette Pilothaus verlassen, da doch einige Tätigkeiten zu erledigen sind. Da wären: Wenden mit Normalregen, das Groß ausreffen mit Starkregen, Genua setzen mit Horizontalregen, Wende mit Scheißregen, ….Bilder vom “VolvoOceanRace” erscheinen im Lichte der Stirnlampe.

4. Akt: 08:00 – alle Schlafenden, schlafen in der Zwischenzeit wohl wirklich. Lars und Sue sehen ihren Feierabend gefährdet. Mit Hoffnung erfüllt uns die Tatsache, dass es endlich hell ist und aufgehört hat zu regnen. Unser Problem ist, dass wir in der Zwischenzeit keinen Wind mehr haben – wie damit umgehen?

5. Akt: Skipper Jan betritt die Bühne und schmeißt den Motor an.

Unbekannter Verfasser






  • 14:00:00
  • 22.10.2016
  • 44°13.1300'N, 15°45.0100’W
  • 70°/ 6 kn
  • North Atlantic
  • Portsmouth / England
  • 17°C
  • 20-39kn/SW-SE
  • 2-4m

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