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Recht hat er…

…der Charly. Da lassen wir unsere Leser insbesondere an einem Montag im Stich. Peinlich beruehrt sind wir, nagen an unserem schlechten Gewissen und geloben feierlich Besserung. Die Sache ist die, wenn wir denn erst mal wieder richtig auf Weltumsegelung sind, gibt es auch wieder viel mehr zu erzaehlen. Und zudem, irgendwie kann man sich gar nicht vorstellen, dass es Menschen gibt, die sich fuer unsere kleinen Reparaturen und Basteleien interessieren. Zum Beispiel verging der Sonntag damit, dass Micha den Kopfhoererausgang unseres Laptops repariert hat. Computer in Einzelteilen auf dem Tisch, Kabel loeten, zusammenbauen, nur 6 Schrauben uebrig. Iron Lady Heimkino ist gerettet. Waehrendessen schwinge ich mal wieder Schleifpapier und Pinsel und vollende angefangene Projekte. Denn irgendwann kommt ja immer schlechtes Wetter dazwischen, oder der Krantermin, oder das Wochenende oder mehr schlecht als rechte Gruende und so haeufen sich die Projekte, die zu 7 Achtel fertig sind. Aber es wird langsam.

Es geht ja auch gar nicht darum, dass wir jeden Tag etwas besonders Spannendes erzaehlen, sondern darum, dass wir von unserem Leben auf Reisen erzaehlen. Ob es nun gerade aufregend, toll, aergerlich, langweilig oder aussergewoehnlich ist. So haben wir angefangen, und nun lassen wir uns ploetzlich haengen. Bloed. Aergern wir uns. Faule Saecke wir. Usw.

Wollt Ihr noch mehr Reparaturstories? Koennt Ihr haben! ;-) Unsere Bordbatterien sind fast tod. Oder wie man auf Bislama, der Pidgin-English Sprache Vanuatus, sagt ded. Ded heisst im Koma liegen oder fast tod sein, Steigerungsform ist ded finis, also komplett tod. Gutes Vokabular fuer Bordausruestung. Also, die Batterien sind noch nicht ganz ded finis, aber so gut wie. Gestern haben wir endlich neue bestellt. Es gilt den vorhandenen Platz im Kiel zu beachten, die Amperestundenzahl und natuerlich den Preis. Was man fuer ein Geld fuer Batterien ausgeben kann ist wirklich unglaublich. Doch angesichts der Tatsache, dass Neusseland uns schon den letzten Pfennig aus den Taschen gesogen hat, haben wir uns fuer die preiswerte Variante entschieden, eine dicker 200 Amperestundenklotz, sollte erstmal reichen. Zumal wir noch auf unsere Rettungsinsel warten, die gerade fuer viel Geld mit Raketen und Notproviant in
Auckland aufgefuellt wird.

Uebrigens sind wir nicht die einzigen, die ueber das Geld, dass sie in Neuseeland ausgegeben haben, jammern. Es sind durch die Bank alle. Die kleinen Boote, die Durchschnitts 40-Fuss Moody oder Hallberg-Rassy, die amerikanischen dickbauchigen Platzwunder und die Superyachten mit bezahlter Crew und Skipper, niemad redet von etwas anderem. Jeder hat irgendwie ueber seinem normalen Budget gelebt. Und so sind alle ganz aufgeregt hier wegzufahren, zurueck auf die Inseln.

Leider spielt das Wetter noch nicht mit. Das Fenster, dass sich am Donnerstag auftat, war kein richtiges, die ersten Yachten hingen schon nach einem halben Tag in der Flaute, der naechste Schwung hat nun mit Gegenwind bis zu 40 Knoten zu rechnen. Jetzt haben wir Sturmwarnung in der Bay of Islands, uselig ist es draussen, windig und verregnet. Egal, ich werde weiter meine angefangenen Projekte beenden.

Doch natuerlich arbeiten wir nicht nur, denn in Opua sammeln sich so langsam saemtliche Fahrtensegler, um auf das richtige Wetterfenster zu warten. Im Cruising Club trifft man abends beim Bier viele Freunde wieder, dazwischen junge Backpacker, die nach einer Mitfahrgelegenheit in die Tropics suchen. Es herrscht zum einen Aufbruchstimmung, zum anderen kehrt gerade winterliche Gemuetlichkeit ein. Die Locals haben die Segelregatten der Saison beendet und widmen sich nun mittwochs und freitags dem Dartspielen, der kleine Offen
bollert abends im Club, um halb sechs wird es schon dunkel. Irgendwie schoen, aber unser Wetterfenster wollen wir trotzdem nicht verpassen. Also, ran an die Arbeit.






  • 09:39
  • 11.05.2004
  • 35°13.63S, 174°14.72E
  • Bay of Islands
  • Bay of Islands
  • 17°C
  • NE 2-3
  • -

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