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Bermuda Dreieck

Sail Away!

Nun liegt schon die dritte Nacht auf See hinter mir und endlich greife ich mal zu den Tasten. Michi und Ulli funktionieren jetzt alleine. Ich schlafe nicht mehr aufspringbereit im Cockpit, wie in den ersten beiden Nächten. Wir machen drei kurze Einzel-Wachen 00:00-02:00, 02:00-04:00, 04:00-06:00… und so weiter 24h, jeweils der darauffolgende Wachmann hat Bereitschaft für Segelmanöver. Der Wind ist eher zurückhaltend aus Südöstlichen Richtungen und wir machen Etmale um die 120sm. Am Dienstag wird sich das ändern und ein Tief ein paar hundert Meilen nördlich über uns nach Osten ziehen. Das gibt ordentlich Wind aus SW. Windstärke 5-6 ist angesagt. Segeln wir ab, ändern können wir eh nichts.

Gestern haben meine Jungs einen kleinen Yellowfinthuna an der Angel gehabt und erfolgreich rausgezogen, dafür ist beim Gefecht mein Lieblingseimer allerdings über Bord gegangen. Ich hab noch geschlafen. Gut so. So erreichen mich Infos über Geschehen erst dann, wenn ich sie eh nicht mehr ändern kann. Hauptsache, keine Crewmitglieder gehen über Bord oder haben Angelhaken in Gliedmaßen. Alles gut. Die Stimmung an Bord ist hervorragend, könnte nicht besser sein. Der Einzigste der schwächelt bin ich und das weil meine Tochter Maya vorgestern Geburtstag hatte und 11 Jahre alt geworden ist. Und wo ist ihr Papa? Auf See. Das hat mich echt getroffen. Ich hatte einen echt, heftigen Realtime, Homesickness Anfall mit melancholischen Auswirkungen. „Mache ich das alles so richtig? Steht die Freude und die Freiheit auf der MARLIN mit doch recht fremden Mitseglern im richtigen Verhältnis zur Ferne und Entbehrung zu meiner Familie?“ Fragen, die mich quälen und nachdenklich werden lassen. Da kommen die e-mails von den Dagoberts grade richtig, die jetzt richtig deutsch, schmierig mit Rechtsanwalt und Schmerzensgeldforderungen drohen, weil ich ihnen den roten Teppich unter ihren Hintern weggezogen habe. Das ist natürlich nicht grade förderlich für meine Gefühlssituation. „Micha. Da war die totale Ausnahme. Von 16 Crews ein Griff ins Klo. Das ist vollkommen o.k. beruhige ich mich selbst.“

Nachmittags, große Aufregung. Eine Delfinschule findet die MARLIN mitten in der Einsamkeit des Atlantiks und taucht und spielt unter uns durch. Auf dem Selfie von Micha und Ulli aber leider grade kein Delfin drin. Ich verzichte mal darauf einen mit Photoshop reinzukopieren.

Noch 594 Meilen bis Bermuda. Das Bermuda Dreieck liegt im Übrigen südlich von uns. Es ist das Dreieck zwischen Bermuda, Bahamas und Trinidad. Also nur geringe Chancen, dass wir in einer Methanblase verloren gehen. Vorher fressen uns eher die Mücken auf, die seit den Bahamas immer noch auf der MARLIN sind.


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  • 06:50:00
  • 05.06.2016
  • 29°59.6923'N, 076°02.9261’W
  • 0°/ 7kn
  • Nordatlantik
  • Bermuda
  • 26°C
  • 5kn / E
  • 1,0m

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