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Zwischen Himmel und Erde ist die See

5ter Tag auf See.

Hinter uns taucht eine Wolke auf. Plötzlich fängt es an zu pfeifen. Eine hohe Welle kommt angerollt. MARLIN verliert mit dem Ruder den Kontakt zum Wasser und rutscht seitlich auf der Backe die fünf Meter Welle runter. Ich halte mich mal instinktiv fest. Gustav stöhnt laut und dreht das Rad schon mal um 60 Grad in die andere Richtung. Das Ruder findet wieder Wasser zum steuern, da kommt die Böe und drückt den Mast der MARLIN auf die Seite, dass die Reling durchs Wasser zieht und die Tasche mit den Landleinen halb im Wasser ist. „Hallo?“ Man könnte meinen, dass wir zu viel Segel angeschlagen haben. Nach vier Tagen im dritten Reff des Mainsegels und zweitem Reff in der Fock, dabei dann doch 190 Meilen in 24 Stunden, war ich heute Morgen dann der Meinung: „Arved. Wir reffen aus. Neues Ziel Alesund.“ Die halbe Nacht habe ich am Funkgerät gezaubert. Sailmail ist ausgefallen. Serverupdate, wie wir heute morgen dann auch mal erfahren haben. Können die das nicht ansagen? Alternatives Iridium machen wir auch über Sailmail. War also auch Essig. „Also“ Die Funkerei hier im Norden ist nicht ganz so einfach. Die Propagation Tables stimmen keinesfalls. Da musste ich dann stundenlang rumprobieren um einen WINLINK Knoten ausfindig zu machen. Der geht jetzt ab Mitternacht auf 14Mhz mit der Zugspitze in der Schweiz. Man lernt eben nie aus. Also: Bodendruckkarten und runtergeladen und ne hochauflösende Gribfile. Uwe, von Intermar hat’s ja gleich gesagt. Ich wollte trotzdem am liebsten durch die Mitte des angesagten Südwinds. „Da kreuzten wir durch. Notfalls lieben wir bei.“ Also mal den harten Mann gespielt. So ein Bootsjunge muss ja auch wissen wo es lang geht. Den kann ich ja vielleicht noch beeindrucken. Aber zum guten Schluss habe ich dann eingesehen, dass Alesund sich besser anhört. Ja und deshalb haben wir es jetzt eilig um rechtzeitig vor dem Südwind im Hafen zu liegen und nen Glas mit irgendwas herzhaftem in der Hand zu halten. Is auch gar nicht mehr so weit: 265 Meilen. Haha. 25 Meilen südlich von uns die ersten Schiffe nach totaler Einsamkeit auf der Grönlandsee. Zwei russische Fischer. Hier gibt es doch gar keinen Fisch auf 1.600 Metern Tiefe. Die drehen bestimmt für 12 Stunden bei. Nicht so Weicheier wie wir ;-) Spass war das: Safty first – Immer höchste Regel auf der MARLIN. Ich geh mal wieder nen bisschen ausreffen. Bisschen schneller geht doch. Etmal: 178 Meilen


Nächste Abfahrtmöglichkeit mit der MARLIN: Ich würde an Deiner Stelle erst Mitte July in Falmouth einsteigen und dann mit über die Biskaya segeln. www.sy-marlin.de/mitsegeln






  • 11:00
  • 15.06.2015
  • 66°44.9325'N, 002°47.2178’E
  • 157°/6kn
  • Norwegische See
  • Alesund
  • 8°/1009.1 hpa
  • NW/15-25kn
  • 3,5m

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