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Fly, Robin, Fly

Der Sysselmann

… vertritt überall da die königliche Gewalt Haralds und königlichen Interessen, wo es an besonderen Spezialbeamten fehlt. Wie auch immer, Spitzbergen wird durch Norwegen verwaltet und hier ist es der Sysselmann. „Ob da einer in Longyearbyen im Sessel sitzt und dicke Zigarren raucht?“ Die Mutmaßungen meiner Crew gehen noch viel weiter. Auf jeden Fall wird schnell klar, dass ich wieder alles falsch gemacht habe. Die jung, adrette Margrete, zuständig für die Einhaltung der Regulationen steht im Haus des Sysselmanns vor mir. Ihr hättet vor Abreise aus Norwegen ein Genehmigung zum Anlaufen von Spitzbergen, was hier und in den nächsten Logbuchberichten demnächst nur noch Svalbard heißt, beantragen müssen. Svalbard hört sich auch viel weniger an, wie eine ehemals deutsche Besatzungszone. Ich versuche es mit einer Entschuldigung, die gar nicht so unwahr ist: „Es war grade ein Wetterfenster!“ Margrete übergeht meinen Friedensvorschlag elegant und schaut mir vorwurfsvoll tief in die Augen. „Und jetzt? Sollen wir noch mal zurücksegeln? Was machen wir jetzt.“ „Jetzt müsst ihr das hier und sofort machen. Habt ihr einen Computer mit?“ „Natürlich!“ Ich gehe doch nicht zum Sasselmann ohne mein Macbook, denke ich mir. „Habt ihr eine SAR Versicherung?“ „Auch das.“ Margretes Züge entspannen sich deutlich. Ich kann ja Gedanken lesen. Draußen vor dem schicken Gebäude, wo man erst einmal beim Eintreten dazu aufgefordert wird, bitte die Schuhe auszuziehen, startet Robin zu einem Rundumflug von der Glocke in den strahlend blauen Himmel. Alles was nicht aus neuzeitlicher Menschenhand auf Svalbard geschaffen wurde ist wunderschön. Alles was wir an Natur bis jetzt gesehen haben, ist es wert diesen Ort einmal in seinem Leben zu besuchen. „Ich schicke euch die Unterlagen per e-mail zu. Morgen sprecht ihr wieder vor, wenn ich euren Fall geprüft habe.“ Wir verneigen uns und laufen den Berg an den Schneemobilen ohne Schnee wieder bergab zurück zum Dinghy.

Bene sammelt Whiskys. Ein anspruchsvolles Hobby finde ich. Natürlich nur Single Malt Whiskys, die er eigenhändig in den lokalen schottische Destillerien testet und kauft. Wir profitieren nicht weniger als ungemein von Benes Leidenschaft und landen auf kurz oder lang am Samstag Abend, der kein Abend ist, in der nördlichsten Whisky Bar der Erde, im Karlsberger-Pub. Die Auswahl an edlen Flaschen ist so derart umwerfend, dass Bene vor Freude kaum zu halten ist. Mir fallen grade etwas die Augen zu. Der Karlsberger-Pub ist Spitzenklasse. Unbewusst schaue ich mir die Bergarbeiter-Portraits immer wieder an, die die Wände des Pubs zieren. Beeindruckend kunstvolle monochrome Fotografien, die die Ausstrahlung der Menschen hier so unfassbar fühlbar vermitteln. Ich sehe Nick zum ersten Mal in 2D ohne es wahrzunehmen. Wer ist Nick? Die Story geht weiter.

Zwischzeitlich hat uns Bene gen Innsbruck verlassen und ich habe Magret ein möglichst normales Mail geschrieben und um Erlaubnis des Sasselmanns gebeten, mit meinem Bootsjungen Arved die Ostküste Swalbards weiter nach Norden segeln zu dürfen. Vielleicht wissen wir morgen schon meer.


Der Zug nach Spitzbergen ist ohne Dich abgefahren. Ätsch!… Bene ist dabei. www.sy-marlin.de/mitsegeln






  • 23:45
  • 01.06.2015
  • 78°14.1766'N, 15°33.7481’E
  • -°/-kn
  • Longyearbyen
  • Exloring Spitzbergen
  • 7,6°/1014.9 hpa
  • SW/8kn
  • 0m

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