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Ankunft. Alesund

Und es wird wieder Winter

Für meine Mitsegler waren die letzten 24 Stunden eine neue Erfahrung. Der Trip um die Ecke von Bergen nun bis Alesund hatte es in sich. Wind bis über 30 Knoten am Wind auf der offenen See sind verbunden mit Schnelligkeit, Schräglage und hohen Wellen. Dazu kommt die Kälter der Region. Warum machen wir das? Diese Frage stellt sich unausweichlich, spätestens dann, als wir nach Alesund einlaufen und es anfängt zu schneien. Tatsächlich liegt hier ein anderer Fahrtensegler, ein Norweger, der die Leinen annimmt und uns hilft die MARLIN zentimetergenau einzuparken. Der erste. „Ihr wollt nach Spitzbergen. Wann soll es losgehen? Am ersten July?“ „Nö. Eigentlich am ersten Mai.“ Der nette Norweger sagt nicht.

Die Landschaft hat sich schlagartig geändert hier an der Westküste Norwegens. Hohe schneebedeckte Berge empfangen uns. Die erste Tölpel ziehen ihre Kreise in den Wellentälern und Fischschwärme werden durch Mövenschwärme sichtbar. Also: Warum mache ich das? Ehrlich. Ich weiß es nicht. Es muss Neugier sein. Ich erinnere mich an Patagonien, wie ich geflucht habe in den Kanälen, wenn es geregnet und geschneit hat, der Wind immer auf die Nase war und jede Meile ein Abenteuer. Heute schwärme ich von der Zeit, habe alle negativen Erinnerungen vergessen und schwelge in Wehmut, wenn ich an die Zeit zurückdenke. Damals war ich seglerisch immer unter Stress, weil die Verantwortung beim Segeln mit zwei kleinen Kindern immer im Nacken hatte. Nur keinen Fehler machen. Micha, Du hast die Verantwortung. Das ist mir immer durch den Kopf gegangen. Safty first. Das hier ist nicht Segeln in der Flensburger Förde. Wenn einer über Bord geht, ist er in ein paar Minuten tot. Erfroren. Die Chance ihn rechtzeitig rauszuholen ist gleich null. Meine jetzige Verantwortung ist kein Stück kleiner. Jede Minute ist Stress für mich, irgendwie. Immer aufpassen. Immer auf der Hut sein und einen möglichen Fehler vorab erkennen und verhindern. Irgendwann muss auch ich schlafen. Ich schrecke auf, wenn mich jemand weckt. „Micha, die Wassertanks sind voll. Was soll ich machen?“ Gott sei Dank ist es nicht. „Micha. Ernst ist weg. Er ist einfach nicht mehr da.“ Das beschert einen unruhigen Schlaf. Aber jetzt sind wir im Hafen. Jetzt gehe ich Schlafen. Tief schlafen. Alle sind da. Der Trip war ein voller Erfolg.



Mitsegeln auf der MARLIN? Ab Bodoe kannst Du mitsegeln in den Lofoten und dann weiter nach Spitzbergen. Im Juni-July kannst Du Spitzbergen mit uns erkunden. Plätze sind noch frei… www.sy-marlin.de/mitsegeln AIS Life schaust Du hier. Was und wie viel Tracking über das AIS Netz bringt. Der direkte Link auf die AIS Meldungen der MARLIN MARLIN on AIS Life! Du willst selber einen AIS Transponder um die Position Deines Bootes über das Internet zu sehen? LUNATRONIC hat den besten AIS Transponer als eigenständiges System

 






  • 22:22
  • 23.04.2015
  • 62°28.2815'N, 6°09.1684’E
  • -°/-kn
  • Alesund / Norway
  • Lofoten / Norway
  • 5°/1004 hpa
  • W/0kn
  • 0 m

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