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Warum sind Männer zu blöd zum segeln?

Und der Skipper ist immer das Arschloch

Unser neuer ROCNA – Made in Canada. Schick? Nicht? Da hängen jetzt 70kg Edelstahl an unserem Bugsriet, die endlich die MARLIN an den ständigen Fluchtversuchen hindern soll, egal ob Sand, Schlamm, Kies, Seegras, Algen, Kelb oder Steine. Na ja. Bei Felsen wird er wohl nicht halten können. ROCNA, das steht für höchstes Ankervergnügen. Rein mit dem Ding in Wasser, ordentlich rückwärts einfahren und ab in die Koje. Entspannter Schlaf bis zum nächsten Morgen. Ob der ROCNA hält was er halten soll – Wir werden ehrlich berichten, auch wenn ROCNA nun unser Partner ist.

Der letzte Logbucheintrag hat ja nun die Gemüter erregt. Besser gesagt die Headline. Der Rest war ja gar nicht so schlimm fand ich, nachdem ich mir den Eintrag am nächsten Tag noch mal durchgelesen habe. Auf jeden Fall gab es eine dicke Diskussion auf Facebook, Rechtfertigungen von Männern, dumme Sprüche und emotionale Gemüts- und Meinungsäußerungen von segelnden Frauen. Die Werbung einer Frau, die nach Spitzbergen mitsegeln will, ist aber ausgeblieben. Tja. Schade. Is aber auch kalt da. Fahren wir halt ohne. Auf jeden Fall ist klar geworden, dass eigentlich alle der Meinung sind, dass die Herren der Schöpfung, die Skipper, weg vom Ruder sollten. Vor allen Dingen bei den Hafenmanövern und Rückwärts einparken mit 20 Knoten Seitenwind. Frauen können das besser. Die Männer sind stärker und sollten sich mal besser an den Leinen versuchen oder doch selbst die Finger beim Ankern abreißen, wie damals Herr Lüchtenborg, beim Ankermanöver in der Ostsee, seine Fingerkuppe in der Anker-Winsch ließ. Theorie und Praxis liegen da ja nun mal bekanntermaßen weit auseinander. Der Alltag beim Ankern, davon kenne ich mehr was, als von den Hafenmanövern, ist aber der, dass die Frau vorne steht. Nathalie ist da sogar sehr eigen. Da die Kommunikation via Sprache auf der MARLIN nicht klappt, weil die Entfernung vom Bugspriet zum Steuerstand einfach viel zu weit weg ist, dirigiert Nathalie mich mit abgesprochenen Handzeichen genau zu dem Sandfleck, an dem sie den Anker hundertprozentig mittig platziert, so dass keine Koralle, keine Muschel und kein Seegrashalm beschädigt wird. Auch wir haben das mal andersherum versucht. Beim Ankerwerfen, habe ich den Anker nicht richtig platziert, die Kette zu schnell oder zu langsam heruntergelassen. „Micha. Du bist einfach zu blöd. Schau doch mal. Da unten liegt die Ankerkette jetzt genau über dem Hausriff des frisch verheirateten Kofferfischpärchens. Nächstes Mal mache ich das lieber wieder. Beschäftige Du Dich mal schön hinten den Sachen die Du kannst. Gas geben und aufstoppen.“ Ganz blöd habe ich mich benommen beim Ankerheben. Das mache ich zu schnell, zu langsam, zu seitwärts. „Du musst warten, bis der Wind wieder genau von vorne kommt.“ Das schlimmste ist, dass die etwas angerostete Kette Haufen im Ankerkasten bildet, im schlimmsten Falle Knoten, weil ich sie nicht richtig von der Vorpiek aus führe. Doch nicht nur meine Blödheit zum Ankern führt dazu das ich am Rad stehen muss. Beim Thema „Belegen einer Klampe mit einem Festmacher“, streiten Nathalie und ich am liebsten. Ob nun erst ein Törn um die Klampe gemacht wird, wie ich es in England gelernt habe, wie viele Kreuzschläge notwendig sind und vor allen Dingen wie der verdrehte Kopfschlag gemacht wird, kann zu langanhaltenden bösen Blicken der Capitana und auch von mir führen. Es ist soweit gekommen, dass Nathalie heimlich, wenn ich wegen einem Anlegerbier schon unter Deck verschwunden bin, die von mir gelegten Festmacher oder Fallen wieder gelöst hat und „RICHTIG“ gemacht habt. Nun. Wir haben das Problem mit der Macht ganz einfach gelöst. Nathalie ist, wenn an Bord, die Capitana und hat immer Recht, ich bin der blöde Skipper und bin nie schuld. Ob das bei anderen auch so klappt? Ausprobieren. Das Anlegen mit der 28 Tonnen MARLIN ohne Bugstrahlruder ist auf jeden Fall immer mit Adrenalin verbunden. Das darf ich oft machen. Da bekomme ich manchmal sogar Lob von meiner Capitana. Und dann bin ich richtig stolz.


Mitsegeln auf der MARLIN? Du bist dabei: Bergen zu den Lofoten 15.4.2015 Spitzbergen im Mai und Juni ab Longyearbyen. Nächster Schnuppersegelntermin SS III vom 06.- 08. Februar 2015 in Flensburg. Noch ein Plätzchen frei. Spontan Interesse? Dann melde Dich einfach per e-mail oder rufe an: 015751147894. Weitere Termine: SS IV Schnuppersegeltörn 6.- 8.März 2015 www.sy-marlin.de/mitsegeln






  • 22:18
  • 05.02.2015
  • 54°47.4045'N, 9°26.1998’E
  • -°/-kn
  • Flensburg
  • Expedition
  • 3°/1032.4hpa
  • NW/6kn
  • -m

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