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ausgebremst

Scholle satt

Die letzten Tage waren und sind geprägt vom Wetter. Unser schöner Zeitplan, am Wochenende einmal quer durchs Ijsselmeer, Fischbrötchen essen, im Stadthafen liegen, durch die Waddenzee rasen, alles durchkreuzt durch die unverständliche Großwetterlage. Ursula und Bertha sind schuld.

Sturmtief Ursula zog in der Nacht von Freitag auf Samstag über unsere Köpfe, was soll man machen. Am besten am sicheren Ankerplatz bleiben und die Decke über die Ohren ziehen. Samstagmittag ging es weiter. Ankerplatzkoller. Wo sollen wir lang? Zurück nach Ijmuiden? Oder doch den Weg über das Ijsselmeer. Je mehr holländische Boote mit geblähten Segeln draußen im Fahrwasser auf die Reise gingen, desto mehr juckte es auch uns in den Händen. Anker auf und rein ins Vergnügen. Friesisches Segeln. Rechts und links die Plattbodenschiffe, Sportboote, keine Welle, 5 Windstärken. Nur unter Genua haben wir uns die 20 Seemeilen bis Enkhuizen blassen lassen. Kurz vor Sonnenuntergang die Schleuse vom Markermeer ins Ijsselmeer und schon liegen wir gut geschützt im Hafen vor Anker. Die Fallen klappern weit weg an den Schwimmstegen, wir haben hier im Hafenbecken unsere Ruhe. So mögen wir das.

Der Blick am nächsten Morgen verheißt nichts Gutes. Wie schon seit ein paar Tagen angekündigt, hat sich der Tropical Storm Bertha nicht mit der Karibik zufriedengegeben, sondern hat sich auf dem Weg nach Norden in ein ausgeweitetes Tiefdruckgebiet verwandelt. Die Grib Files zeigen ab Sonntagnachmittag rot, knallrot. Das gesamte Seegebiet zwischen England, Deutschland und Dänemark gleicht einem Hexenkessel, über 40 Knoten Wind, in Böen mehr. Da geht niemand freiwillig raus. Wir auch nicht. Hier im Ijsselmeer hält sich der Wind in Grenzen, trotzdem wird es kurzfristig bei Eintreffen der Front hektisch. Unsere Anker versagt mal wieder den Dienst. Anker auf und neues Manöver. Glücklicherweise ist diesmal mehr Platz im Hafen und wir können die 50 Meter Kette stecken, die unsere MARLIN braucht, um mit diesem Anker sicher zu liegen. Die Optimierung des Ankergeschirrs steht ganz oben auf der To-Do Liste.

Wann geht es weiter? Nach dem Tief. Hier in Enkhuizen sieht es schon jetzt moderat aus, die Wolken haben sich verzogen, der Supervollmond steht strahlend hell am Himmel, doch ein Blick auf den Seewetterbericht zeigt, dass es draußen vor den Inseln weniger schön aussieht. Das Problem ist vor allem der Seegang. Und die Tide. Wir müssen durch die Wadenzee und das geht eben nicht immer. Morgen am späten Vormitttag könnten wir durch die Schleuse gehen, oder eben am nächsten Tag. Nachts durch das Watt wollen wir nicht. Nicht alle Tonnen sind beleuchtet und die Vorstellung mitten in der Nacht auf eine Sandbank zu laufen und bei ablaufendem Wasser festzustecken ist mehr als gruselig. Es wird wohl Dienstagmorgen werden, bevor wir weiter kommen. Aber wer weiß, beim Wetter wird ja nie alles so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Der Wecker ist gestellt und der erste Blick wird dem Wetter gelten. Langweilig wird uns nicht so schnell, aber ankommen wollen wir so langsam alle mal. Seit über einer Woche stehen nur noch 233 Seemeilen Luftlinie bis Flensburg auf der Tafel. Ein Klacks. Natürlich nur mit dem richtigen Wind.






  • 23:06
  • 10.08.2014
  • 52°42.3845'N, 05°18.1545’E
  • -°/-kn
  • Enkhuizen/NL
  • Flensburg
  • 20°/1002pa
  • 20,5°
  • 223°/15kn
  • -m

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