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Englischer Kanal. Skippergedanken.

Der Wind is wech.

Wäre ja auch zu schön gewesen, wenn der gute Wind auch im Kanal da gewesen wäre. Jetzt kommt er von genau achtern und das ist nun mal der Wind, den die MARLIN gar nicht gefällt. Am Wind machen wir uns unseren Wind aus einem Lüftlein selbst. Von hinten stehen wir auf der Stelle und treten mit den Hufen auf den Boden. Also Motor rein, Segel runter, Motor aus und Segel rauf. Wie in alten Tagen. Später soll es Meer Wind geben. Wir werden sehen.

Lars ist jetzt so weit, dass er „fast“ stubenrein ist. Beim Segeln gehen Julian, Nathalie und ich abwechselnd mit ihm auf Gassi Rundgang von achtern zum Bugspriet und zurück. Bei wenig Kränkung auch ohne Leine. Heute ist er zum ersten Mal ohne Leine direkt zum Bug vorgelaufen. Ein Stück Kunstrasen am Heck dient als Toilette beim Am-Wind-Kurs. Geht also alles. Das er im Boot mal ausläuft liegt daran, dass ihn dann keiner hört, denn er macht sich immer bemerkbar. Die ganze Situation entspannt sich durch Lars positive Entwicklung deutlich. Auch ist Lars weder seekrank geworden, noch hat er Probleme bei Schräglage, bis zu etwa 15 Grad. Ab 15 Grad sucht er sich kommentarlos eine Ecke im Boot die sicher ist. Hinter der offenen Toilette im vorderen Bad und unter der Koje der Kinder oder auf Skippers Füßen, je nach Lage. Lars hat auf seinen ersten 1.100 Seemeilen 50% an Größe zugelegt, misst nun 56cm von Nase bis Popoende ohne Schwanz und hat 4kg Futter verdrückt. Ich denke, mal, das wird ein guter Bootshund. Maya und Lena sind total glücklich. Vor allen Dingen Lena hat an der Stubenreinheit aktiv mitgeholfen und schickt Lars Tag und Nach raus zu den Wachhabenden. „Lars will Gassi gehen.“ Also: Das war die richtige Entscheidung!

Die Stimmung an Bord ist prima. Julian, ist viel, viel entspannter als bei seinem ersten Trip bis zu den Azoren und schon der Profiskipper, wenn es nach ihm geht. Na, da müssen wir aber noch ein bisschen An- und Ablegen, Einparken und Rückwärtssegeln üben. Und das alles mit 18 Meter und ohne Bugstrahlruder. ;-) Lukas leidet etwas unter Zivilisationsentzug und Gruppenzellensyndrom, so kommt es mir vor. Vielleicht findet er es aber auch ein bisschen doof, dass sein kleiner Bruder mal mehr weiß und kann als er. Er will vor allen Dingen ankommen. Silvia ist eh tiefenentspannt, solange sie zu ihrem Schlaf kommt und genießt jede Meile. Die Kinder sind eh verrückt und glücklich weil einfach alle da sind, die sie besonders lieb haben. Nathalie und ich finden uns selbst abwechselnd blöd und toll. Also alles beim alten. Über der MARLIN ziehen wir eine dicke schwarze Wolke an Problemen mit, die zu privat fürs Logbuch sind, die sich grade wieder aber so langsam lichtet. Aber auch das ist ja irgendwie normal.

Wir sind jetzt im Kanal, mit leichten Winden aus West, shiften vor der Brise. Mal mit, mal gegen die Strömung. Ich krame mein Yachtmaster Wissen wieder aus den grauen Zellen. Tiden und Strömungsberechnung. Da war doch was. Ach so. Englischer Kanal und Nordsee. Da bin ich doch groß geworden. Ein bisschen Abwechslung ist das gemeinsame Mittagessen, Nathalies Funkerei mit Armin von Intermar. Hi.

Es ist voll im Englischen Kanal. Sieht man auf der AIS Karte am besten. Aber keine Angst. In Wirklichkeit ist das gar nicht so schlimm. Nur etwas ungewohnt, wenn man tausende von Meilen über den Atlantik kein anderes Boot gesehen hat.






  • 21:24
  • 30.07.2014
  • 49°02.9500'N, 06°23.1810’W
  • 76°/3,5+kn
  • Biskaya / Atlantico
  • Englischer Kanal
  • 21°/1021hpa
  • 16,5°
  • 321°/7kn
  • 1m

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