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Selbstredend

Sauced

Da steh ich vor dieser Leuchtreklame an der Fleischtheke. Was soll das denn nun wieder heißen? Was will mir der Erschaffer sagen. Zu Hause schaue ich nach: „Sauced: To be so drunk all you can think about is how drunk you are!“ Hmm. Ob sich das die Leute an der Fleischtheke gedacht haben. Wahrscheinlich nicht. Wir sind auf den Cayman Inseln: Weil wir unsere Segel hier bekommen haben. Von hier springen wir an über Jamaika raus auf den Atlantik, auf den Nordatlantik. Ziel, ausnahmsweise nicht West sondern Ost, genauer gesagt Nordost. Ein kurzer Stop auf Jamaica um Crew Julian aufzunehmen. Da müssen wir uns verproviantieren. Die Caymany sind da der bessere Ort von der Dosentomate bis zur Anstaltspackung Klopapier. Nicht Jamaika, dort kauft man Gemüse. Nein, nein nicht das Gemüse an dass Du jetzt denkst…

Luftlinie 4.747 Seemeilen

Vertrauen wir unserem Boot, vertrauen wir uns? Ist ja nun mal nicht so die Strecke, die Wnuk / Müller mal so eben segeln. Nein, auch wir nehmen dafür in der Regel eher das Flugzeug. Doch wichtige Dinge liegen in der Luft die uns bewegen, buchstäblich bewegen, nicht nach West, sondern nach Ost. Müller vertraut Wnuk. Wnuk vertraut Müller. Darin sind wir gut. Zusammen machen wir das schon. Das sitzt. Das geht. Das können wir. Haben wir schon zigtausend mal gemacht, so nen blöden Ocean bezwungen. „Der Nordatlantik? Pah!“, den machen wir auch schon noch. Und doch ist da das bisschen Zittern im linken Knie, manchmal im rechten, manchmal in beiden, wenn wir so an den Horizont schauen. Weder Wnuk, noch Müller werden es wirklich zugeben…

Auf Cayman verproviantieren ist lustig. Diese Insel muss man erst verstehen. Erst mal muss man sein Vorurteil ablegen, dass Cayman nur aus Banken besteht. Es ist nur halb Cayman, das aus Banken besteht! Im Stadtzentrum findet man außer den Banken eben nur Shops für die tausende von Kreuzfahrer die jeden Tag über die Insel herfallen. Sprich, in der Stadt findet man keinen Supermarkt. Also fragt man auf der Straße und kommt irgendwann bei Kirks an. Kaum durch die dortige Tür wird man schockgefroren. Jeder normale Caymaner kommt ja auch mit dem klimatisierten Auto, aus dem klimatisierten Haus… Bitte keine Unterbrechung der Kühlkette. Bei Kirks gibt es alles. Alles zum doppelten Preis. Nur wer wirklich nur die Sonderangebote kauft, hat eine Chance. Also. Für den schmalen Geldbeutel ist Kirks Supermarkt nicht.

Da nicht alle Caymaner 3 Millionen im Jahr verdienen können, sucht man weiter. Man landet dann irgendwann im „Cost You less!“ So ne Art Metro oder Aldi auf caymanisch. Auch eine sehr gute Klimaanlage und Regale bis unter die Hallendecke. Hier bekommt man große Gebinde zu guten Preisen. Die Fleischtheke ist gigantisch. Der Caymaner isst viel und gerne, vor allen Dingen Fleisch aus der USA. Überhaupt kommt hier alles aus USA. Nichts für den deutschen Vegetarier. Da es bei uns in den nächsten Wochen vor allen Dingen Fisch und Reis geben wird, holen wir ein bisschen Schule nach und lernen zwischen Porter House und Top Lion Steak zu unterscheiden. Auch hier liegen eingeschweißte Gebinde von 10 kg herum, warten auf das nächste Wochenende, aufs nächste Barbecue.

Mit zwei gepackten Wagen verlassen wir Cost Y Less und ab zum Boot. Noch sind wir weit entfernt von Leinen los. Aber das wird schon noch.






  • 21:17
  • 30.04.2014
  • 19°18.2333'N, 81°23.2102’W
  • 0° / 0kn
  • Grand Cayman
  • Jamaica
  • 27.6°
  • NE / 11kn
  • 0,5 m

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