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Fieber, Sturm und Feste feiern

Aufregung am Sonntag

Die letzte Frente Frio, die Kaltfront, hat dem Süden Kubas irgendeine fiese Grippe als Mitbringsel mitgebracht. Reihenweise legen sich die Segler flach und verbringen einen ganzen Tag mit Fieber, Bauchkrämpfen, Kopf- und Gliederschmerzen und Kamillentee im Bett, bevor sie am nächsten Tag zur Tagesordnung übergehen können. Uns erwischt es auf der MARLIN im geordneten Zwei-Tages-Rhythmus. Montag die Oma, Mittwoch ich, Freitag Lena und heute Mittag hat es dann Maya umgehauen. Hartnäckiges Biest, diese Grippe. Und der Kamillentee ist auch bald aus an Bord.

Trotz Grippewelle geht natürlich das Leben weiter, irgendjemand feiert heute seinen Geburtstag in der Bar der Marina und zu diesem Ereignis wird heute aufgespielt. Ein paar kubanische Musiker haben Cora und Stan von der Ambler angeheuert, sie bei der musikalischen Untermalung zu unterstützen. Cora und Stan sind Musiker, Saxofon, Piano und Gesang, spielen Jazz und Blues und sind seit Jahrzehnten auf ihrem Schiff zu Hause. Am frühen Nachmittag wandern Verstärker, Keyboard und Notenständer vom Schiff in die Bar und alles bereitet sich auf den Beginn des Konzertes um 15 Uhr vor. Die ersten Segler stöckeln im Sonntagsdress über den Steg, der Soundcheck läuft. Währenddessen brauen sich im Nordwesten dunkle Wolken zusammen, sehr dunkle Wolken.

Mit den ersten Akkorden fallen auch die ersten Regentropfen und innerhalb von Sekunden verwandelt sich die blaue Sonntagsatmosphäre in eine ausgemachte Kaltfront. Es bläst mit 35 Knoten Maximum aus Südwest, und während der Barmann die Marquisen runterlässt, damit die Gäste nicht nass werden, springe ich um die MARLIN herum um zusätzliche Leinen zu legen, die Fender zu justieren und die vorhandenen Festmacher zu kontrollieren, Es schüttet aus Eimern, die ersten Boote gehen draußen im Ankerfeld auf Drift, hektisch lösen sich Dinghis von der Mole und hetzen durch das Unwetter zurück zu ihren Schiffen. Ich bin mittlerweile zum zweiten Mal vollkommen durchnässt, aber unserem Kahn ist nichts passiert, nicht ein Kratzer. Wie gut, dass ich vor zwei Wochen die Fender nochmal ordentlich aufgepustet habe, denn an unserem Platz werden wir bei Westwind gegen den Steg gedrückt, und was diese kubanischen Stege mit unserem Lack anstellen können, wissen wir ja schon. Zwei Stunden später ist die Lagune spiegelglatt, die Sonne scheint und bis auf ein paar warme Pfützen, in denen die Kinder spielen, erinnert nichts mehr an die durchgezogene Front. Jetzt wird aufgespielt, von Cora, Stan und den Kubanern, denn noch eine Front kommt heute sicher nicht mehr.






  • 30.03.2014
  • 22°07.5000'N, 80°27.1594’W
  • -°/-kn
  • Cienfuegos, Cuba
  • Deutschland/Cuba
  • 22°
  • NW/4kn
  • -m

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