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Back in Cienfuegos

Sail away!

Der Leuchtturm war uns nicht geg├Ânnt. Um vier Uhr morgens wurde es so choppy auf Legerwall, dass Nathalie und ich gleichzeitig wach wurden und gemeinsam die Entscheidung ÔÇ×AnkeraufÔÇť getroffen haben. Eine Bootsl├Ąnge hinter uns hatte sich wieder ein Charterkat gelegt. Warum machen die das immer? Warum ankern die nicht 50 Meter weit weg. Ob wir mit unserer MARLIN ein Gef├╝hl von Sicherheit verstr├Âmen? Das alte Syndrom. Weit und breit hunderte von Metern Platz um sein Eisen zu schmei├čen, doch der Skipper kam geradezu so nah, dass Nathalie rauskam und fragte: ÔÇ×Will der l├Ąngseits kommen? Soll ich Fender raush├Ąngen?ÔÇť Wenn unsere neuen Freunde dann wenigstens mit einer Flasche gek├╝hltem Wei├čwein kommen w├╝rden. Aber nix. Auf jeden Fall war von Landgang nicht mehr die Rede. Der Schwell und die Brandung an Land war sogar in der Nacht so doll zu h├Âren, dass wir wussten, dass wir die Oma da nicht sicher die Felsen hochbringen k├Ânnen. ÔÇ×Dann k├Ânnen wir auch weiterfahren und den Wind nutzen!ÔÇť

Und so haben wir dann auch defensiv ausschlie├člich die Genua rausgezogen und sind mit aufrechtem Mast und viel Comfort im Pilothaus Richtung Cienfuegos gesegelt. Daf├╝r etwas langsamer mit f├╝nf bis sieben Knoten. Die Kinder fanden es toll. Sie haben ihre Oma und die Oma Ihre Enkel. Alles gut auf der MARLIN. So gut, dass sogar Nathalie mal Zeit hatte mit mir im Cockpit zu sitzen. Ganz ungewohnt. Und wor├╝ber unterhalten wir uns jetzt? Wo wir nach fast zehn Jahren gemeinsamen Segelns eh ohne Worte kommunizieren k├Ânnen? Wir haben es trotzdem versucht. Es gibt ein neues Projekt. Der Delius Klasing Verlag hat sich entschlossen ein neues Buch von uns zu verlegen und wir haben uns entschlossen dieses zu schreiben. So was ist ja immer mit einigem Hin und Her verbunden, bis die Konditionen von beiden Seiten so weit akzeptiert werden, dass wir losschreiben k├Ânnen. Das Konzept steht schon seit Dezember und so verbleibt auch da nicht viel zu reden zwischen Nathalie und mir. Mehr ├╝ber das neue Buch verraten wir nicht, au├čer das wir es fertig mit nach Deutschland bringen wollen, wenn wir im Sommer ├╝ber den Nordatlantik segeln.

Genug geschwatzt. Kaum in der Bucht von Cienfuegos angekommen, macht der Himmel auf Schwarz. Es pfeift und regnet in K├╝beln, so dass wir die Marina nicht mehr sehen. Brigitte steckt zwischen Enkelliebe und Playmobilspielen den Kopf auch mal aus der T├╝r zum Pilothaus. ÔÇ×Huch, es regnet ja.ÔÇť So gem├╝tlich und sicher ist unsere MARLIN, dass man von innen fast nichts von au├čen mitbekommt. Ein richtiges Hausboot mit Mast und Segeln.

Wir m├╝ssen zweimal ankern bis das Eisen h├Ąlt. Einen Platz haben wir reserviert, doch wie sich rausstellt liegt da ein anderes Boot, die ein Generatorproblem haben. Na so was. Kenne ich doch irgendwo her. Na da sind wir ja mal gespannt, ob die uns morgen freiwillig Platz machen und wir unsere Sch├╝ssel an den Steg bekommen, dass Oma und Kinder unkomplizierter an Land kommen, als immer erst akrobatisch das Dinghy zu besteigen. Ich fliege am Sonntag nach Old Germany um einige Installationen zu machen. Bis dahin gibt es noch viel vorzubereiten. Nathalie ist nicht ganz so gl├╝cklich meinen Aufgabenbereich f├╝r die Zeit alleine am Hals zu haben. Ganz ehrlich: Auch hier verstehe ich sie.






  • 23:01
  • 13.03.2014
  • 22┬░07.5489'N, 80┬░27.3424ÔÇÖW
  • -┬░/-kn
  • Cienfuegos, Cuba
  • Deutschland/Cuba
  • 23┬░
  • NW/12kn
  • 1m

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