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Gegen den Wind II

Ob das alles immer so wünschenswert ist?

“Mensch, dass ist ja toll was ihr da macht. Und das macht ihr mit Kindern? Wie lange schon?“ So. Oder so ähnlich sind oft Kommentare von Leuten, die uns kennenlernen. Mir kam es heute nicht unbedingt so bewundernswert vor, was wir da grade so machen. Für die 20 Meilen Luftlinie nach Cayo Largo brauchen wir 40 Meilen durchs Wasser gegen einen Knoten Strömung. Der Wind pendelt zwischen 6 und 9 Knoten, scheinbarer Wind. Maya und Lena finden den zweiten Tag am Wind kreuzen extrem doof und langweilig. Das lassen Sie uns auch wissen. Fängt damit an, dass sie die Toilette einfach nicht abpumpen. Das alte Problem. Heute tickt Nathalie aus. „O.K. Dann nutzt ihr ab sofort den Eimer!“ Harte Erziehungsmethoden. Aber auch von mir gibt es nur einen den Eimer befürwortenden Blick. Das Klo Thema ist nicht neu. Habe ich ja schon mal beschrieben. Mal schauen ob die Eimer Alternative hilft.

Und so schlagen wir uns am Wind hoch, die Küste lang. Der Tag vergeht. Stunde um Stunde. Maya und Lena müssen immer wieder im Pilothaus von Steuerboard nach Backbord umziehen. Auch das nervt und der ganze Kram landet auf dem Boden. Bis der böse Skipper kommt und sofortiges Aufräumen befehlt. Die Stimmung auf der MARLIN war heute 1a. So ein Cat wäre natürlich eine Alternative. Da würde die Frage mit dem Aufkreuzen gar nicht erst aufkommen und das Problem mit dem Umräumen gäbe es auch nicht. Sollte man drüber nachdenken beim Planen des Familiensegelns.

Auch Nathalie ist genervt und als mal wieder ein Baracuda anbeißt, der gefühlt 25te, verbessert das die Laune der Capitana auch nicht ;-((( Wir diskutieren, wo wir über’s Riff in die Anchorage gehen. Ich setze mich heute mal durch. „Wir segeln bis zum bitteren Ende!“, was mein Familienskipperbeliebtheitsgrad auch nicht verbessert. Ein Stern weniger auf den gedachten Schulterklappen.

Cayo Largo zeigt sich von seiner ganz romantischen Seite. Ein altes russisches Flugzeug fliegt im absoluten Tiefflug, zum Anfassen nah, mit sehr reduzierter Motorendrehzahl über unsere Mastspitze hinweg. Über dem Playa Sirena macht es dann die Düsen an. Von den Tragflächen aus sprüht es Insektenvernichtungsmittel über das gesamte Gebiet. Auch uns erreichen die Schwaden. Ob wir das jetzt so gut finden?&%$? Wenigstens ist die MARLIN heute Nacht mückenfrei.

Wir sind alle froh als wir endlich noch im Hellen ankommen zu sein. Nathalie nimmt mir meine Handgelenkschiene ab. Das mit der Vergiftung ist weg, aber irgendwie habe ich mir das Handgelenk ordentlich verstaucht. Die Schmerzen bei gewissen Bewegungen sind ernsthaft blöd. Muss ich wohl in Cienfuegos mal röntgen lassen. Verbessert die Laune auch nicht. Also greifen wir zum Alkohol und versuchen es mit innerlicher Behandlung. Was auch nicht so ganz klappt, außer das wir schnell einschlafen und diesen äußerst bemerkenswerten Tag vergessen. Von wegen immerheile Welt auf’m Kutter!






  • 20:00
  • 11.02.2014
  • 21°36.8685'N, 81°34.73333’W
  • -°/-kn
  • Cuba, Cayo Largo
  • Cuba, Cienfuegos
  • 26°
  • E/6kn
  • 0m

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