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Gib Gas! – Wnuk!

Ein Tag voller Spaß.

Ab Donnerstag soll es wieder blasen aus Nord und wir werden recht ungeschützt liegen. Also schnell mal ein paar Problemlösungen ans Rollen bringen. Was geht? Wir leihen uns einen kleinen hellblauen Flitzer, beim billigsten Autoverleiher auf der Insel. Ich will jetzt gar nicht auf die Preise eingehen. Billig ist anders. Und billig gibt es hier auf den Caymans auch nicht. Wichtiger ist, ich bin um zehn am Land mit unserer leeren deutschen Gasflasche, eingepackt in eine schwarze Plastiktüte, weil verrostet und testüberfällig. Is klar. Nur ruhig Blut, wir haben ja noch eine aus Venezuela mit venezolanischem Druckminderer und die Küche bleibt also auch nicht kalt. Aber die deutsche muss eben auch wieder gefüllt werden. An der Tanke hatte es Nathalie schon probiert. Ich heute also mit dem blauen Flitzer ins Gaswerk. Heißt hier Home Gas und hat wie viele Gasfirmen blau und rot im Logo. Gehört eben dazu. Die Leute hier, die Kaimanen, Caymaner, wie auch immer – sind durchweg super nett, freundlich und organisiert. Kann man nicht anders sagen. Im Gaswerk werde ich an einen Cubaner verwiesen, der die Flaschen nachfüllt. „Kein Problem!“, meint der und zieht einen Adapter aus der Schublade. Ich habe auch noch drei mit. Doch keiner passt. Hier wird amerikanisch gegast. Also mit amerikanischen Ventilen und Schraubverschlüssen. Kennt man ja, altes Spiel. Ich frage ihn ob er mir nicht einfach ein amerikanisches Ventil auf die deutsche Flasche drehen kann. „Klar, kein Problem!“, mein der ebenso runde, wie nette Kubaner. Und so geht es weiter. Die Gewinde passen wieder nicht. Also, was tanzt der Skipper: Erkauft eine neue Flasche mit neuem Druckminderer. Amerikanisch. Das fehlte doch noch in der Flaschensammlung. Gasflaschen versteht sich. Nun haben wir eine holländisch / deutsche, eine venezulanische und eine amerikanische Flasche. Kann doch eigentlich gar nichts mehr passieren. War das mit dem Petroleum doch immer eine große Sauerei, so war das mit der Brennstoffversorgungsfindung nie ein Problem. Beim Gas ist das anders. Hat eben alles seine Vor- und Nachteile.

Den Rest des Tages verbringen wir mit Besorgungen. Wir fahren in die Camana Edelshopping Lagune. Dort gibt es einen zeitgesteuerten, kunstvollen Brunnen. Die Kinder ziehen sich gar nicht erst aus und machen sich klätschnass. Nathalie klönt via Skype mit ihrer Mama und ich schaue den Kindern beim Unsinn zu. Natürlich haben wir keine Klamotten zum Wechseln mit. Aber ist ja schnell wieder alles trocken. Anekdote von gestern: Lena zu Papa: “Alle fahren nach Panama. Papa – Warum fahren wir nicht nach Panama. Panama ist schön!“ „Frag Nathalie – Lena. Ich fahre sofort mit Dir nach Panama. Panama ist schön!“ „Ich will Mama nicht fragen Papa. DU BIST DER KAPITÄN. Du musst das allein entscheiden!“ Jetzt weiß ich wo es lang geht! Dazu kommt, dass Lena morgens, mittags und abends „Waterloo“ von Abba hören möchte und dabei wild durchs Boot tanzt. Das kann ja noch lustig werden.

Am Nachmittag fahren wir in den CISC http://www.sailing.ky. Mit Rick habe ich Kontakt aufgenommen, weil wir eine westliche Adresse brauchen um uns unsere neue Segel aus Thailand schicken zu lassen. Cuba ist bestimmt nicht der richtige Ort. Ohne uns zu kennen, antwortet Rick mir positiv. „Klar, kein Problem. Aber die Verzollung mit den Customs musst Du aber selber machen!“ Is klar, antworte ich im unbekannter Weise über e-mail. Heute wollen wir uns mal vorstellen. Rick ist nicht da, aber der Mann der die Eiswürfelmaschine in dem schnuckeligen Club grade repariert. Cool. Ich werde meine Fragen zu unserem Eis- und Kühlschrank los und bekomme die Antworten eines Fachmanns, nach denen ich schon die ganze Zeit gesucht habe. Unser Problem sind die Temperaturschalter. Bekomme ich aber selber hin. Statt Rick, lernen wir Claudia kennen, die an uns verbeiläuft um ihre 6/9 jährige Töchter nach der Pico Boot Lesson abzuholen. „Hallo“, antwortet sie ins Telefon, als sie an uns vorbeiläuft. So deutsch, dass es die Augenbraun bei mir und Nathalie hochgehen. Claudia ist nett. Ein kurzer Plausch und schon sind wir eingeladen. Sie auch. Deutsche Auswanderer, er HNO Arzt und sie Mutter von vier Kindern, das muss interessant sein. Wir sind wohl auch interessant. Am Donnerstag wissen wir mehr, wenn uns nicht das Wetter dazwischenfunkt. Freu mich.

Den restlichen Tag verbringen wir im „Cost you less!“ Und das auf Cayman. Nen bisschen wie Metro. 50 Toilettenpapierrollen für wenig Geld. Und so ist das Auto und später das Dinghy doch recht voll. Aber wir haben „less“ bezahlt.






  • 22:35
  • 14.01.2014
  • 19°18.2114'N, 81°23.2106’W
  • -°/-kn
  • Grand Cayman Island / George Town
  • Cuba
  • 28°
  • E/5kn
  • 0,5m

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