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Angekommen auf den Cayman Islands

Zu wenig Sternschnuppen

So schön, wie der Trip angefangen hat in Jamaika, so unangenehm war die letzte Nacht. Der Wind lässt immer mehr nach, die Welle bleibt. Nathalie und ich teilen uns die Nachtwachen. Meiner Schwester Susanne geht es nicht so gut. Vielleicht doch nicht so ihr Ding, dass mit dem Segeln. Man muss die Dinge nehmen, wie sie eben sind. Klar, aber wenn es einem Crewmitglied so deutlich unwohl ist drückt das natürlich auf die ganze Boots-Biosphäre.

Anstatt heute Morgen, früh anzukommen, segeln wir im Ententempo. Nathalie und ich probieren noch Auszubaumen und maximales Tuch, platt vorm Windhauch. Doch ganz ohne Wind kann auch die MARLIN nicht segeln. Geht einfach nicht. Mit viel Segelschlagen machen wir grade mal 3,3 Knoten. Das ETA verschiebt sich immer weiter nach hinten. Noch eine Nacht auf See wollen wir unserem Passagier wirklich nicht antun. Nathalie verliert zuerst die Nerven und dreht den Schlüssel vom Johann. „Brumm.“ Sieben Knoten COG aber auch 8L Fuel.

“Ist heute eigentlich schon wieder Sonntag?“, frage ich Nathalie. Schon beim Ausklarieren in Jamaika haben wir vergessen dran zu denken, dass die Customs ja am Samstag und Sonntag Overtime Gebühren nehmen. Und das nicht zu knapp. $68 US. Uff. Nathalie schluckt. Ich auch. Hätten wir ja auch jeder dran denken können. Aber wie das so ist. Auch die Chicas im Marina Office hätten ja mal was sagen können. Aber egal. Im Crusing Guide Cayman Islands lese ich noch mal nach. Auch hier das Gleiche. Britisch Commonwealth. Shit happens twice. Wenn wir heute Abend noch auf den Cayman anlanden sind $70 US fällig. Irgendwie sind wir ausnahmsweise unprofessionell vorbereitet.

Kaum sind wir um die Ostspitze der Insel herum wird uns eine Boje zugewiesen. Direkt vor dem Gebäude der Einklarierungsbehörden. Daneben. Der Friedhof. Auf dem Friedhof ist grade Party angesagt. Noch während der Mouringaufnahme meldet sich Mr. Shipping Advice auf VHF16. Ein freiberuflicher, selbsternannter Vertreter der Insel. „Willkommen im Paradies“, schmettert er los. Ohne Punkt und Komma erklärt er uns über Funk, was wir zu tun und zu lassen haben. Er kümmert sich auch um die Bestellung der Officials. Nathalie gibt offiziell die Erklärung ab, dass wir eine segelnde Familie sind und die Officials auch gerne am Montag kommen könnten, damit unser Sailing Budget geschont wird. Mr. Shipping Advice quittiert dies und bittet uns sechs Mal unser Schiffshorn lang zu blasen. Wegen der verstorbenen Maria XY, die jetzt grade beerdigt wurde. Kein Problem. Außer das der Tutut Dose beim sechsten Mal fast die Kohlensäure ausgeht. Wir sind also angekommen und lassen uns ins Wasser fallen. Klares Wasser. Geil. Das hatte doch irgendwie gefehlt in Haiti, in Santiago de Cuba und Jamaika. Die Sonne senkt sich, keine Officials tauchen auf. Nur Mr. Shipping Advice meldet sich noch mal. Wird wohl eher etwas später am nächsten Morgen. Wegen der Beerdigungsfeier vermuten wir mal. Uns soll es recht sein, dann sparen wir uns die Overtime Gebühr.






  • 19:07
  • 29.12.2013
  • 19°44.6643'N, 79°46.2263’W
  • -°/-kn
  • Cayman Islands / Brac Island
  • VAR
  • 28°
  • E/4kn
  • 0,25m

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