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Flußabwärts!

Rafting statt Segeln

Es gibt Reviere, die kann man nicht mit dem Segelboot befahren, mit der MARLIN schon gar nicht, der Rio Grande zum Beispiel gehört dazu. Der Rio Grande liegt in den Blue Mountains an der Nordküste Jamaikas. Hier regnet es viel, eigentlich jeden Tag, was zur Folge hat, dass hier auch unheimlich viel wächst. Bananen, Kaffee, Kakao. Bananenstauden sind schwer, und um die Ernte aus den höheren Lagen zum Meer zu transportieren, damit sie verschifft werden konnten, bauten die Einheimischen Flösse aus Bambus, 2 m breit, 8 m lang.

Mittlerweile gibt es jedoch eine Straße, die in die Berge führt und LKWs, die sie befahren können, und so dürfen heute nicht mehr die Bananen, sondern die Touristen flussabwärts reisen. Flussaufwärts in die Berge fahren wir mit dem Taxi, der Fahrer dreht die Anlage auf und erklärt uns schreiend, dass er wohl der einzige Jamaikaner ist, der Enya hört. Die sphärischen Klänge von Orinoco Flow ziehen durch das Taxi, draußen zieht der dichte Regenwald vorbei. Affen gibt es nicht, auch keine Pumas, keine Krokodile, keine Piranhas, Urwald light, grün, dicht, bunt und ungefährlich.

Der Staat verdient kräftig mit an den Floßfahrten, wir knirschen, ob der Preise, kurz mit den Zähnen, steigen auf und haben das Loch in der Bordkasse sofort vergessen. Innerhalb von Minuten gleiten wir auf dem glasklaren Wasser des Flusses hinab, teils unter heftigem Körpereinsatz des Flößers, teils durch die Strömung des Flusses. Immer wieder rauscht das Gefährt durch kleinere Stromschnelle, Wasser gurgelt, die Kinder quietschen vor Begeisterung. Keine Häuser weit und breit.

Auf der Hälfte der Strecke machen wir halt. Bei Belinda habe ich vorher jamaikanisches Essen bestellt, Fisch, Huhn und Süßwasser-Gambas in Kokosmilch. In den großen Töpfen köcheln die kreolischen Köstlichkeiten schon über offenem Feuer, wir sind genau rechtzeitig gekommen. Nach dem Essen ein Bad im klaren, kalten Fluss. Eine weitere Stunde geht es flussabwärts bis zur Mündung ins Meer. Der Rio Grande ist ein Farbenspiel, tieftürkise Lagunen, dunkelgrün, klares Wasser, durchsichtig auf Kieselsteinen, mattes braun auf sandigem Grund. Angekommen auf Normalnull sind wir uns alle einig, diese Floßfahrt gehört zu den eindrucksvollsten Erlebnissen, die wir bisher in der Karibik hatten.






  • 21:45
  • 19.12.2013
  • 18°10.8600'N, 76°27.3020’W
  • -°/-kn
  • Port Antonio
  • Montego Bay
  • 28°
  • VAR/2-8kn
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