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Hay, que hay!

Einkaufen auf Kubanisch

Wer meint, er könnte in Kuba mit einer Einkaufsliste in die Stadt fahren und alles besorgen, was auf den Wunschzettel steht, ist schief gewickelt. Hier heißt es: „Hay, que hay!“ Es gibt, was es gibt. Tüten gibt es schon mal gar nicht, daher gehören Einkaufstaschen, Tupperdosen und Eierkartons zur Grundausstattung für den wöchentlichen Markteinkauf. Vielleicht ist es deshalb hier überall so sauber, im Gegensatz zu anderen karibischen Inseln, auf denen man für jede Tomate eine Tüte, für jeden Keks eine Styropor- und für jeden Hamburger eine Plastikverpackung bekommt. Gerne gleich in vierfacher Ausführung, wegen der Hitze. Was in Deutschland von nachhaltig lebenden Familien freiwillig praktiziert wird, ein Leben ohne Plastik, ist hier aus Mangel Tagesordnung.

Während Micha zum dritten Mal auf den Lackierer wartet, ziehen die Mädchen und ich in die Stadt um den Kühlschrank zu füllen. Auf dem Markt gibt es Orangen, frischen Koriander, Ananas, Süßkartoffeln, Tomaten, Auberginen, Gurken und kleinblättrigen Spinat. Sogar echte Kartoffeln finden wir und eine Palette Eier. Für gerade mal 10 Euro wanken wir mit vollen Einkaufstaschen aus dem Markt. Auf dem Weg kommt uns ein alter Mann mit Holzkarren entgegen, der frischen Salat verkauft, schnell anhalten und die Blätter auf dem Gemüseeinkauf verteilen. Noch vor dem Einkauf habe ich im Casa Grande, dem Hotel am Platz nachgefragt, ob ich meine Taschen dort für den Nachmittag deponieren kann, doch als wir mit der Palette Eier auf dem Arm und dem Sack Kartoffeln ankommen, schaut der fein gebügelte Empfangschef an der Rezeption leicht pikiert. Wenigstens haben wir kein lebendiges Huhn dabei.

Auf unserem weiteren Weg durch die Stadt ergattern wir noch neue Aufnehmer für die ehrenamtliche Putzfrau der Schule und ein paar Pakete Bleistifte in einem der Dollarshops. Fliegenfänger oder Baygon gegen die summende Plage sind nicht aufzutreiben, weder für nationales, noch für konvertibles Geld. Musik gibt es auch nicht. Nicht gestern, nicht heute, nicht morgen. Die Flaggen wehen auch Halbmast, Staatstrauer für Nelson Mandela, erklären uns die Kubaner. Das erste Mal fühle ich mich wirklich von der Welt ausgeschlossen. Seit fast 4 Wochen ohne Internet, Tageszeitungen sind auch keine zu bekommen, Fernsehen haben wir nicht und die gute alte Deutsch Welle strahlt seit einigen Jahren nicht mehr über Kurzwelle aus. Micha war gestern im Hotel Santiago im Internetcafe, die Hälfte der Seiten sind zensiert und nicht abrufbar. Hay, que hay. Gut, dass wir ein Schiff haben, es wird langsam Zeit für einen Zwischenstopp in Jamaika.






  • 20:00
  • 07.12.2013
  • 19°50.7271'N, 75°47.8900’W
  • -°/-kn
  • Santiago de Cuba
  • Jamaika
  • 28°
  • VAR/2-8kn
  • -m

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