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HIANO

23:48 Der Wind schlaeft ein, mit kaum 3 Knoten segeln wir durch die Nacht. Sieben Meilen zu jeder Seite ein Atoll mit Riffen und eigenartigen Stroemungen. Da bleibt das Auge wach.

Ich moechte vorstellen: Das Maedchen auf dem Bierflaschenlabel heisst wie das Bier HIANO. Wer genau hinschaut wird erkennen, dass die Arme nur vier Zehen am Fuss hat, deshalb laeuft sie auch immer etwas unrund, wie, wenn man zu viel Hianobier getrunken hat. Uns kann das nicht passieren bei 5 Mark !!! die Flasche. Alle zwei Wochen goennen wir uns dann mal eine Flasche, aber die mundet dann auch wirklich richtig gut. Aus der guten deutschen Bierflasche schmeckt der Gerstensaft einem Altbier unverschaemt aehnlich. Unglaublich, so gutes Bier gabe es in der ganzen Karibik nicht. Ob es an dem netten Maedchen Hiano liegt? Leider habe ich eine dem Label entsprechend huebsche Polynesierin noch nicht gesehen. Die sind meist rund wie gross. Vielleicht zu viel Hiano? Oder zuviel Erdofen?

20:14 Und immer wieder jagen Schauer ueber die Lady und waschen die Segel und das Deck, die vor lauter Sauberkeit mittlerweile glaenzen muessten. Aber, besser segeln bei disem Wetter und von Wolke zu Wolke mit der Brise Fahrt machen, als vor Anker liegen und den ganzen Tag Truebsal blasen, weil man nicht vom Schiff kann.

So mitten am Abend faellt mir auch ein, dass Beate noch Fragen hatte. Zum Beispiel zur Naehmaschine. Wir haben erst zu spaet daran gedacht und daher eine einfache Haushaltsnaehmaschine ohne Schnickschnack von unserem letzten Deutschlandaufenthalt mitgebracht. Sunbrella naeht sie einigermassen gut, doch Segel kann man damit natuerlich vergessen. Die beste Maschine fuer den Bordbedarf, mit der ich bisher genaeht habe ist eine Sailmaker. Konnte nur Zickzack, war aber absolut perfekt fuer Segel, Canvas und all die Heavy Duty Stoffe, die man normalerweise so verarbeitet.
Ne alte schwere Singer mit Elektromotor ist auch prima, war aber zu schwer fuer unseren Koffer im Fluggepaeck nach Kolumbien…

So, was war noch? Ach ja, die Bordapotheke. Soweit ich es in Erinnerung habe, findet man auf der Bluewater.de und auf der Homeage von Bobby Schenk ganz gute Zusammenstellungen. Am besten ist es aber, sich zusaetzlich mit dem Hausarzt zusammenzusetzen und eine Liste zu machen. Dosierung, Anwendungsgebiete usw auf einen Zettel zu schreiben, damit man im Notfall alles parat hat. Die perfekte Apotheke gibt es leider nicht, haengt ja auch sehr vom Platz und Geldbeutel ab, wie viel man so mitnehmen kann, aber ein Arzt der Euch kennt, wird da wohl am besten beraten koennen. Eine wichtige Sache in dem Zusammenhang ist wohl auch der Besuch beim Zahnarzt. Auf den Gambierinseln, fast 1000 Meilen vom naechsten Dentisten, verlor eine Seglerin ein Inlay. In jeder Apotheke fand sich irgendein Kleber fuer solche Zwecke, auch in unserer. Nur leider alle veraltet oder nicht wirksam. Im Endeffekt hat sie jeden Morgen ihr Inlay eingeklebt und im Laufe des Tages wieder verloren, Kaugummi haette diesen Zweck wohl genauso gut erfuellt! ;-) Also! Fragt mal Euren Zahnarzt! Werde ich in Papeete auch tun…

So, mittlerweile hat der Regen auch wieder aufgehoert und ich kann wieder die laue Suedseenacht draussen geniessen.

15:50 3 Meilen noerdlich von Katiu schlaengeln wir uns durch die Tuamotus um irgendwann morgen in Toau anzukommen. Dort ist im Moment das deutsche Eck versammelt. Nun gut, wir freuen uns all die Boote mal wiederzusehen, die wir auf den Galapagos verlassen haben um ueber die Gambierinseln zu segeln. Auch so manches deutsches Boot, was wir immer nur auf der Guenterfrequenz gehoert haben. Mal sehen wie lange wir so viel Deutsch geniessen koennen ;-)

Das Wetter ist regnerisch und igitigitt. Alle Plaene ein anderes Atoll anzulaufen sind im Regen untergegangen und die Stimmung ist etwas grau. Wieder diese Nachtwachen… Auch die gehoeren dazu.

06:30 Mir ist auch schlecht. Irgendwie meint die Lady bei Westkurs immer Gas geben zu muessen. Natuerlich zu faul zum Reffen und es laeuft ja auch gerade so schon mit raumschoten Wind. Noch 28 Minuten und ich kann Natale endlich aus der Koje rausschmeissen. Die Sonne ist aufgegangen und der Wind dreht langsam auf Ost. Ist auch angesagt, die Schauern und Gewitterwolken kann man sich bei der Wetterlage von allein dazu denken. Oder?

Mir faellt nix mehr ein. Schreibe eh nur im Logbuch, weil ich sonst einschlafe und ich muss gleich noch mit Natale auf Vordeck, Kanister festbinden, die sich sonst noch verabschieden. Natale. Aufstehn. Boah, was bin ich gemein. Ja. So kann man werden auf See oder war es vorher schon ;-))

03:24 Mir wird schon ganz schwummerig von den staendig drehenden und wechselnden Winden. Raus – Rein – Raus – Rein. Zwischendurch ein paar Schauer. Reffen, ausreffen. Ganz schoen viel Arbeit heute nacht. Aber man wird wenigstens nicht muede dadurch und vorwaerts kommen wir auch.
Unser erstes Ziel, Makemo, scheint auszufallen, nur mit Kreuzen koennen wir den Pass erreichen, was nachts nicht sonderlich viel Spass macht, vor allem nicht bei diesem chaotischen Wetter. Also geht es weiter Richtung westliche Tuamotus, weitere 20-30 Atolle warten auf uns. Schwierig zu entscheiden, wo man hinwill. Eigentlich sollte man sich wirklich auf 2-3 beschraenken und auf denen laenger bleiben. Denn bei den kurzen Stippvisiten kann man ja kaum Land und Leute und Landschaft kennenlernen. Zu kurz sind die Tage.

So, nun ist mir wirklich nen bisschen schwummerig, muss mal an die frische Luft….






  • 03:24
  • 19.06.2003
  • 16°16.89, 143°28.33'W
  • Tuamotus
  • West Tuamotus
  • 25°C
  • SE 3-4
  • 1-1,5

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