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MARLIN on drift!

Lektion Ankern

“Papa, da ist die MARLIN. Da musst Du hinfahren.“ Maya und Lena weinen und schreien am Strand, während dessen ich mit der Capitana den zweiten Versuch starten unser Boot wiederzufinden. Stell dir vor. Du kommst abends nach Hause und Dein Haus ist nicht mehr da. Wir kommen grade aus dem Restaurant, stehen am Strand. Da, wo das Ankerlicht der MARLIN noch vor einer Stunde am Himmel leuchtete… Jetzt – Nichts zu sehen. „Unser Boot ist weg!“

Wir haben verlegt. Mittags fahren wir aus dem Cano Francesco zurück zur Hauptinsel. Außer Bier, gähnende Leere im Kühlschrank. Es wird auch Zeit Ziel Curacao anzusteuern. Kaum eine Meile, fällt der Anker in vier Meter Tiefe, direkt vor unserm Lieblingsrestaurant. „Soll ich einfahren?“ „Nein, nicht nötig, der Anker ist sofort eingeruckt.“ Fehler! Ein Anker muss immer eingefahren werden. Aber die Quittung bekommen wir zwei Stunden später, als unser Haus nicht mehr da ist, wo es hingehört. Die MARLIN ist beim Durchziehen einer Regenfront mit 25 Knoten Wind einfach aufs offene Meer gedriftet. Die Kinder entdecken das Ankerlicht, weit weg auf dem Meer zuerst. “Papa, da ist die MARLIN. Da musst Du hinfahren.“ Nathalie und ich fahren in die Tiefe der Nacht, Richtung Licht. Toni passt auf die Kinder auf. Unendlich erscheint uns die Zeit bis wir unser Haus wiederfinden, dass friedlich beigedreht Kurs Kolumbien aufgenommen hat. 30 Meter Kette hängen senkrecht im Wasser. Wenig Sand auf steinigem Boden ist die einzige Erklärung für den Umstand, dass die MRLIN auf Drift gegangen ist. Gott sei Dank, haben wir unser Ankerlicht 24/7 an und können unser Heim und alles was wir haben, nach 20 Minuten, etwa eine Meile weit weg wiederfinden. Sogar die Coast Guard hat irgendwas mitbekommen und taucht mit Blaulicht auf. Die Situation klären wir schnell und ankern neu an dem ersten Platz von vor einer Woche. Unsere Herzen sind in die Hose gesackt. Echt. Könnt ihr euch vielleicht vorstellen. Unglaublich, was einem in solchen Momenten durch den Kopf geht. „Was wäre wenn?“ Aber es ist noch mal gut gegangen. Wieder was gelernt, was wir eigentlich immer schon wussten. Niemals das Boot verlassen ohne den Anker Vollgas rückwärts eingefahren zu haben. Auch Profis machen Fehler.






  • 22:57
  • 30.10.2013
  • 11°56.7300'N, 66°40.8826’W
  • -
  • Los Roques
  • Curacao
  • 28°
  • E10

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