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Besuch bei Edgar

Ein Traumhaus im Sand

Der Wind meint es nicht gut mit uns, was das Kiten betrifft. Hoch motiviert zieht Micha am frühen Nachmittag Richtung Kiteinsel. Der Windmesser zeigt 15 Knoten, das reicht so gerade, meint Edgar. Leider schläft der Wind innerhalb der nächsten halben Stunde noch mehr eine und die leichte Brise reicht nicht mehr aus, den Schirm in der Luft zu halten. Nachdem er einmal im Wasser gelandet ist und selbst Edagr ihn nur noch mit Schwierigkeiten bergen kann, wird die Stunde abgebrochen und Micha kommt mit hängenden Schultern zurück. Ich fange gar nicht erst an. Sei’s drum. In Kuba, Belize und den Bahamas gibt es auch Wind.

Am Abend fallen wir zu viert in der kleinen, offenen Hütte am Strand ein. Hinter den schroffen Felsen von Gran Roque geht in einem dramatischen Farbschauspiel die Sonne unter. Hunderte Einsiedlerkrebse machen sich auf den Weg nach wer-weiß-wohin, in der Abendstille hört man das Klackern ihrer Häuser, wenn sie sich gegenseitig aus dem Weg schubsen. Die Möbel auf der Veranda sind aus Treibholz zusammengezimmert, im Laufe der Jahre weiter verwittert, in bunten Emailletöpfen wachsen Rosmarin, Thymian und Basilikum. Ich fühle mich wie auf einem Filmset für eine Surfersaga. Wo sind die Kameras. Doch keine Scheinwerfer blitzen auf, nur die Geräusche des Meeres scheinen in der Dunkelheit lauter zu werden.

Die Küche besteht ebenfalls aus ein paar groben Brettern. Mit den Füssen im warmen Sand stehe ich am Herd und koche Pasta. Dazu gibt es frisches Brot, Hummus, Tomatensalat, Gurkensalat, die Reste aus unserem nun vollends leeren Kühlschrank. Die Einsiedlerkrebse haben inzwischen den Weg in die Küche gefunden und machen sich über die heruntergefallenen Krümel her. Wir setzen uns mit Edgar und Agusto, den beiden Kitelehrern an den Tisch.

Edgar ist genauso entspannt wie das Haus, in dem er lebt. Das Essen schmeckt, der Wein auch, die Kinder werden müde und schlafen auf dem Sofabett mit 360° Meerblick in der Hütte ein und wir philosophieren bis in die späte Nacht über die Seele des Segelns, des Surfens, den schönsten spanischen Akzenten und das Leben.

Wir danken Jörn für seine Mithilfe und Motivation. Auch Spende genannt. Wir sind von den neuen Segeln nun wieder ein Promille weniger entfernt! Da brauchen wir wohl noch ca. 1.200 Spender die den gleichen Betrag spenden. Das sollte klappen bis zu unserer Ankunft in Hamburg im September 2014. Wir sind da ganz optimistisch. Und bis dahin halten die alten Segel. Dann müssen alle Spender noch vorbeikommen und ihre Unterschrift auf dem Großsegel setzen. Damit das auch Glück bringt. So, das war jetzt ein bisschen Spaß und an jedem Spaß ist ein bisschen Ernst.






  • 22:46
  • 29.10.2013
  • 11°57.3879'N, 66°39.0123’W
  • -
  • Los Roques
  • Curacao
  • 28°
  • E17

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