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40 Meilen Richtung Osten

Waschmaschine

So ruhig und friedlich es in Bonaire unter Wasser ist, so laut geht es über Wasser an der Uferpromenade zu. Ab Mittwoch werden bei Karels Beach Bar die Boxen aufgestellt, die Band, nicht der Knaller, aber im Hintergrund hörbar, spielt friedlich bis 1 Uhr nachts. Dann gehen die Gäste und der DJ kommt. Legt Reaggaton auf, oder ähnliches. Laut, sehr laut, als wolle er den Rhythmus nach Curacao schicken. Leider nimmt die Musik einen Umweg erst durch unsere Vorderluke, durch die Ohren, direkt ins Hörzentrum, das gerade den Tiefschlaf gefunden hat. Das ist nicht schön. Verlegen wir eben, macht ja nichts. Wir sind ja schließlich nur zu Besuch. Am Abend wissen wir, warum unsere neue Mooring als einzige noch frei war, denn direkt an Land liebt das Zentrum der Regattawoche, auch hier Party bis spät in die Nacht, dazu das Aufheulen der Moped- und Motorradfahrer, die die Promenade als Rennparcours nutzen. Sehen und gesehen werden.

Was tun? Wir bereiten weiter unsere Abfahrt vor, ich nutze die Gelegenheit und ziehe Freitagabend endlich mal wieder mit ein paar Mädels um die Häuser und am Samstag sind wir, ein letztes italienisches Eis im Bauch, abfahrbereit. Bereit für die Waschmaschine. Ziel sind die Roques, ca. 200 Seemeilen gegenan. Glücklicherweise dreht der Südwind, den wir den ganzen Tag hatten gegen nachmittag auf Ost, so dass wir die ersten 10 Meilen in Lee der Insel mit ordentlich Schräglage gegen Süd brettern können. Die Kitesurfer nutzen unsere MARLIN als Zielobjekt und zeigen uns, dass sie schneller sind. Wir kommen dafür weiter und schnell liegt Bonaire achteraus. Kaum haben wir den Schutz der Insel verlassen, legt der erste Waschgang los. Logbucheintrag? Kaffeekochen? Nicht dran zu denken, schon beim Blick in die Bilge wird mir anders, die Programmierung des AIS unter Deck ist auch nichts für schwache Nerven? Wessen Idee war das nochmal mit den Roques? Kaum wird es dunkel, legt der Schleudergang los, der Wind frischt in Böen auf 20 Knoten auf, die Welle nimmt zu und der Autopilot steigt aus. Na super. Manchmal 10, manchmal 20 Minuten hält er durch, an geruhsame Nachtwache im Deckshaus mit Buch ist nicht zu denken. Dafür sind wir mal wieder viel zu schnell. Mit Groß und Genau jeweils im 2. Reff segelt die MARLIN immer noch über 6 Knoten, eine Wende und schon liegen die Aves, die erste Inselgruppe an. Ohne Autopilot ist es Mist, entscheiden wir und planen unseren ersten Zwischenstopp auf der Vogelinsel. Das Atoll ist mit Riffen nur so gespickt, und mit Wracks an der Luvseite. Um uns nicht dazuzugesellen segeln wir im Dunkeln 15 Seemeilen weiter nach Norden und im Morgengrauen wieder zurück.

Der Anker fällt vor Long Island, ein Streifen Sand, ein paar Palmen, türkises Wasser und Ruhe. Ja, dafür sind wir losgefahren. Die Guarda Costa kommt in ihrer Lancia vorbei und gibt uns 5 Tage. Der Skipper schläft, die Kinder spielen Frogjuice, das neue amerikanische Lieblingskartenspiel. Und um nicht in eine Kröte verzaubert zu werden, setze ich den kleinen Hexen am besten bald ein Mittagessen vor die Nase.






  • 13:35
  • 13.10.2013
  • 12°02.6654'N, 67°40.7724’W
  • -
  • Long Island / Las Aves
  • Los Roques
  • 29°
  • E 15kn

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