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Jungbrunnen im Pumalin Park bei 50°

Termalbad, Wandern, Abenteuer und Segeln

Wir haben es geschafft. Wir haben durchgehalten und sind beschert worden mit Sonnenschein. Seit meinem Geburtstag Ende November hat es Regen geplästert und geschüttet. Heute endlich hat sich ein dickes Hoch durchgesetzt mit 1025 hpa, nach einem letzten Regenguss der sich gewaschen hat zum Frühstück, kommt die Sonne raus und setzt sich durch. Die IRON LADY ist eindeutig sauber, wir sind es nicht. So fahren wir schnell nach Hornopiren, gegenüber unseres Ankerplatzes, bringen unseren Müll weg und kaufen Bier, ein bisschen Brot und Mayo. Da war es auch schon und zwanzig Meilen weiter südlich liegt der Estero Cahuelmo, den wir ja schon bei Dauerregen kennengelernt haben. Jetzt ist alles anders. Quer über eine kleine Bucht ist ein dickes Tau von den Fischern gespannt, eine weitere Landleine legen wir über einen umgefallenen Baum. Wir sind allein. Ankern kann man in dem Estero quasi nicht. Er hat einen grauseligen Ruf wegen seiner Fallwinde, bösem Westwind, der die Einfahrt zum Abenteuer macht und und und… Aber nicht bei 1025 hpa.

Plan 1 ist die Eroberung des Termalbades. Irgendwo den Fluss rauf soll es sprudelnd heißes Wasser geben, was aus einem Loch in der Erde rauskommt. Dem ist auch so, aber der Weg ist beschwerlich. Ich vergessen den Anker, wir sind bei Niedrigwasser, statt bei Hochwasser im Sumpfgebiet und ich setzte die Mädels als Spähtrupp ins offene Gelände aus um die Terme zu finden, ich suche einen Baustamm weiter flussaufwärts, wo die Tide nicht hinkommt und ich eine Stek machen kann. Da winken sie auch schon von der anderen Seite des Tals und haben die in den rohen Fels gehauenen Badewannen gefunden, in die das viel zu heiße Wasser durch ein Rinnensystem geführt wird. Direkt an der Quelle sprudelt das kochende Wasser, was aus der Erde kommt. Über dem kleinen, romantischen Platz liegt der Geruch von Schwefel und der Eindruck eines Jungbrunnens bleibt uns nicht verwehrt. Die Romantik zerstören wir mit Haar-Shampoo und Einwegrasierern. Ungeliebte Haare im Gesicht des Skippers und auf der Beinen der Capitana weichen dem heißen Wasser des Pumalin Parks, dazu die Aussicht über den Fjord. Wir sind wieder mal alleine.

Der Rückweg ist abenteuerlich, zum Teil müssen wir das Dinghi hinter uns herziehen, weil nicht genug Wasser im Fluss ist. Ob es hier Forellen gibt? Ich glaube morgen müssen wir doch mal die Flyfishing-Angel auspacken. Heute reicht es nicht mehr für solch Abenteuer, heute schütten wir alle vier das eiskalte Wasser aus den Gummistiefeln, Maya und ich ziehen los und pflücken einen halben Eimer voller frischer Muscheln von den Felswänden direkt am Ankerplatz. Ein bisschen Weißwein, ein bisschen Gemüse und Maya darf heute so viel Muscheln essen, wie sie will. Lena probiert auch, obwohl sie ja eigentlich nicht so auf Mariscos steht. Jetzt schlafen alle, inklusive der Capitana, der der Kopf über dem Buch nach vorneüber gesackt ist. „Nathalie, aufwachen. Ich lese Dir mal den Logbuchbericht vor!“






  • 22:03
  • 26.12.2012
  • 42°14.8233'S, 072°24.5166’W
  • -
  • Estero Cahuelmo / Chile
  • Caribe
  • 16°
  • 5 kn / SW / 1024hpa
  • 0,1 m

LOGBUCH ARCHIV

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