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Frühling

Parque Nacional Andino Alerce

Man kann es nicht leugnen, hier ist definitiv Frühling. Das Wetter überrascht aprilmässig mit wechselndem Sonnenschein, Eimerregen und Stürmen und der Stechginster blüht wie es gelber nicht geht. Das er hier eigentlich nicht hingehört und die einheimische Flora verdrängt, kann man ihm in dieser Jahreszeit mit seinem leuchtenden Gelb und dem süßen Duft gut verzeihen.

Es ist Samstag, die Sonne hat sich für den Rest des Tages angekündigt, vier Tage intensiver Schulbildung, etliche Ladungen Wäsche und Putzaktionen liegen hinter uns, Zeit für eine Pause. Puerto Montt, im Lonely Planet Muerto Montt, totes Montt genannt, hat mehr als einen Fischmarkt zu bieten und da Herr Beuger immer noch uns gehört und nicht verkauft ist, packe ich mir kurzentschlossen die Kinder um in den nahegelegenen Nationalpark zu fahren. Eva und ihre beiden Kinder von der …. klettern auch noch ins Auto und los geht’s. Eigentlich kennen wir die Umgebung von Puerto Montt ja noch gar nicht. Kaum verlassen wir die Stadtgrenzen, wird es ländlich, kleine Farmen, Restaurants, Campingplätze, blühende Obstbäume, sehr malerisch. Die See ist dafür weiß , ordentlich Wind aus Süd, auf dem Wasser muss man jetzt wirklich nicht sein. Irgendwann verlassen wir die Teerstrasse und fahren auf einer Schotterpiste immer tiefer in den Wald hinein, 7 km der Eingang zum Park. Mit Parkwächtern haben wir nicht gerechnet, dass sie uns Eintritt abknüpfen, halb so wild, doch dass wir um 5 wieder rausmüssen, passt uns gar nicht, Zwei Stunden bleiben uns zum Laufen, der Conaf-Angestellte grinst: Mit Kindern kommen sie eh nicht bis Wasserfall, viel zu gefährlich, das schaffen die nicht.

Das hätte er nicht sagen sollen, natürlich wollen jetzt vier Kinder und zwei Mütter beweisen, dass sie in Form sind, und los geht es. Wir laufen und warten. Auf die gefährliche Strecke, die unüberwindbaren Felswände, die reißenden Flüsse und tiefen Abgründe. Aber es kommen keine, der Weg windet sich wunderschön durch den Regenwald, riesige Farne, Flechten und am Ende ein tosender Wasserfall. Einen Kilometer weiter wartet eine der jahrtausendealten Alercen, doch die muss bis noch nächste Woche warten, wir wollen schließlich den Parkwächter nicht warten lassen. Macht ihr nichts, denke ich, in dem Alter macht eine Woche auch nichts aus. Zurück im Sauseschritt, Lena gewinnt mit den kürzesten Beinen definitiv die Goldmedaille. Lässig grinsend tragen wir uns in der Conaf-Hütte wieder aus, der Parkwächter lächelt anerkennend.

Zurück an Bord gibt es Spaghetti Vongole auf chilenisch, mit Koriander statt Petersilie, ein Stilbruch? Vielleicht, aber ein verdammt leckerer. Sind ja auch chilenische Muscheln!






  • 22:45:00
  • 06.10.2012
  • 41°30.3069'S, 073°00.4281W
  • Hardstand
  • Puerto Montt / Chile
  • North
  • 10°
  • 20kn S
  • 0m

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