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Cabo Raper querab

Der Golfo ist geschafft

“Ich mag den Golfo nicht“, sagt Lena und ich kann sie verstehen. Aus unserem seit Tagen versprochenen Südwind mit 15 bis 20 Knoten wurde natürlich nichts, stattdessen eine leichte Brise aus West und der Schwell von gestern. Nun ja, wir waren ja wirklich drauf vorbereitet und mir ist es lieber, wir motoren ungemütlich durch die See, als plötzlich mit Starkwinden konfrontiert zu werden. Die Wellen, die sich in dem Golf aufbauen sind wirklich beeindruckend steil und vielseitig. Alle paar Meilen ändert sich das Wellenspiel, je nach Tiefe, Stand der Strömung, Änderung der Windrichtung. Das Seekrankheitsgefühl erwischt uns heute nicht horizontal, sondern vertikal, statt Gewackel von rechts nach links oder Schläge gegen Kanalwellen vor den Bug gibt es heute Berg- und Talfahrt. Aufzugfahren, wobei die Abwärtsbewegung sich zum Teil anfüllt, als hätte jemand das Seil durchgeschnitten. Die Kinder versuchen gar nicht erst die Bewegung zu ignorieren, sondern verschwinden gleich in der Seekoje, schlafen durch den Tag, das Beste, was sie machen können. Am Ende dieses Schlages wartet Puerto Millabu mit Wasserfall, Sandstrand und hoffentlich dem ein oder anderen Lagerfeuer am Strand und vor allem, mindestens 3 Nächte an einem Ankerplatz schlafen!

Gerade haben wir Cabo Raper passiert, das wellenumtoste Kap am Nordeingang des Golfs. Es wackelt immer noch, aber die Abwärtsbewegung wird deutlich weniger, die Wellen sind weniger steil, oder wir haben uns daran gewöhnt. In 50 Meilen kommt die Bahia Anna Pink, von wo aus es wieder zurück in die Kanäle geht, bis dahin heißt es weiter wackeln, Wenigstens ist es dunkel, das sieht man die Wellen nicht.

Der Skipper ist auch geschafft

Ich muss Nathalies Sätzen noch was hinzufügen. Ich mein, es ist relativ klar, dass Nathalie sich um die spukenden Kinder kümmert, selber recht unwohl, ich kümmere mich hauptsächlich um die Belange der LADY und dass wir dahin kommen, wo es geplant ist. Mir war heute, drinnen auch mehr als liegen zumute. Nun, weder Nathalie, noch ich mussten spucken, aber mal ganz ehrlich, dass würde ich mir noch nicht einmal für meinen schlimmsten Feind wünschen. Auch ohne Starkwind hat der Golfo es echt in sich, ich war ja schon vorbereitet, aus den verschiedenen Erzählungen, aber so hatte ich es nicht erwartet. Hin und Her, Rauf und runter, komischerweise blieb das Deck dabei quasi trocken, bis auf ein bisschen Regen. Genau in der Mitte war es am Schlimmsten, da hatte man das Gefühl eine Riesenhand hebt die LADY fünf Meter hoch und lässt sie fallen. Und das gute 30 Minuten lang. Ich such ja immer den Fehler bei mir. Freitag ausgelaufen und Neumond, an dem Tag wo die stärksten Strömungen sind. Na ja, jetzt haben wir es hinter uns. Es war nie gefährlich, einfach nur unangenehm für die Insassen der LADY. Inzwischen ist es Nacht, die Fischer laufen aus. Richtig was los hier. Wir haben flaches und ruhigeres Wasser erreicht und bis Anna Pink, die Einfahrt in die geschützten Kanäle sind es noch 45 Meilen. Also etwa neun Stunden. Das Wetter ist uns weiterhin gut gesonnen. Im Golfo hatten wir meistens Sonne.






  • 23:10:00
  • 20.04.2012
  • 46°49.3531'S, 075°39.0367'W
  • 9°/4,5kn
  • Cabo Raper / Chile
  • Isla Chiloe / Chile
  • 9°/ 1028 hpa
  • 5kn, E/SE
  • 3 m

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