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Isla de los pinguinos

Ein Tag mit Darwin Expeditions

Um halb sieben klingelt uns der Wecker aus dem Bett, die Kinder motzen erwartungsgemäß ob der frühen Uhrzeit, lassen sich dann aber doch mit dem Lockwort Pinguine aus der Koje holen. Um acht sitzen wir bereit an der Reling und warten auf Riccardo mit seinem Speedboat. Wenig später legt er an der Lady an, wir klettern an Bord und die Tour kann beginnen. Außer uns sitzen noch vielleicht 16 andere Touristen an Bord, eine junge französische Familie mit zwei Kindern, Kolumbianer mit zwei Mädels und ein paar Pärchen. Riccardo gibt Gas, bis zur Isla Pinguinos sind es ca. 15 Meilen, für uns ein drei Stunden Törn, mit Riccardo fliegen wir die Distanz in einer Stunde.

Die Insel und ihre umgebenden Steine und Riffe sind für uns nur relativ schwer zu erreichen, die Ankerplätze bei den wechselnden Winden unsicher und das Anlanden mit dem Dinghi für alle zusammen fast unmöglich. Und so genießen wir es, uns über solche Dinge heute keine Gedanken machen zu müssen.

Riccardo fährt die Touren seit 20 Jahren und kennt sich aus, er weiß alles über die Meerestiere, was uns zu fragen einfällt und kennt jede noch so verborgene Kolonie und jeden Nistplatz genau. Das Boot wird, nachdem wir an Land gegangen sind, an eine Mouring gelegt, Riccardo paddelt mit seinem Kayak an Land. Schon am Strand begrüßen uns hunderte von Magellanpinguinen. Der Morgennebel hat sich gelegt, die Luft ist kristallklar, und aus Westen, aus der Pampa kommt ein heißer Steppenwind. Die Landschaft, ist, so karg sie zu sein scheint, bunt. Leuchtend rote Felsen, schwarzglänzende, muschelbewachsene Felsen, goldgelbes trockenes Steppengras, im Hintergrund das tiefblaue Meer. Pinguine watscheln in Gruppen zum Meer, oder wieder zurück, sitzen mit ihren Küken in den Erdnestern, bevölkern den lange verlassenen Leuchtturm und lassen uns bis auf einen Meter herankommen. Riccardo hat alle Zeit der Welt, kein Hetzen von einer Kolonie zur nächsten, immer wieder verweilen wir für eine halbe Stunde am Wegesrand und können die Tiere beobachten.

Auf dem Weg zum Leuchtturm fliegen dunkle Seevögel, Skuas, knapp über unsere Köpfe hinweg, ihre flauschigen, hellbraunen Küken spielen gut getarnt zwischen den bemoosten Felsen. Das eigentlich Highlight der Tour wartet auf der anderen Seite der Insel, eine Kolonie von 1.200 Rockhopper Penguins, mit ihren lustigen Punkfrisuren und den roten Augen. Auch sie haben Küken und lassen sich von uns nicht stören. Sie watscheln nicht, sondern hüpfen von Fels zu Fels, daher der Name, im Wasser springen sie, ähnlich wie Delfine um sich fortzubewegen. Die Sonne brennt, es riecht nach Vogelmist und Seelöwe, doch das alles stört uns nicht im Geringsten. Die Mädels klettern mit den anderen Kindern zwischen den Pinguinen über die Felsen und sind glücklich.

Zurück geht es zunächst gegen den Wind, das Schnellboot brettert über die See, setzt hart in den Wellen auf, Lena stört es am wenigsten, sie verschläft die Fahrt um pünktlich zum krönenden Abschluss, den Commerson Dolphins in der Hafeneinfahrt wieder wach zu werden. War das schön!






  • 22:30:00
  • 30.12.2011
  • 47°45.3788'S, 065°54.2836'W
  • -°/-kn
  • Puerto Deseado / Argentina
  • Ushuaia / Argentina
  • 21°/1021hp
  • 10kn/SW
  • 0,5m

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