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Irgendwie schwierig und doch wunderschön

Auf dem Weg nach Carmelo

Unser Kurzwellentransceiver streikt! Tataaaaa! Jetzt haben wir ein Problem. Ein neuer Transceiver war nicht budgetiert. „Aber den haben wir doch grade neu gekauft!“, meint Nathalie. „Grade – ist neun Jahre her!“, meine ich. So ist das. Wir haben ihm nie einen Namen gegeben, vielleicht war das der Fehler, denke ich mir. Aber es ist auch egal. Der ICOM 706MKIIG, wie der Klassiker heißt, hat Einschaltschwierigkeiten. Erst ging er immer von alleine aus, jetzt geht er gar nicht mehr. Das ist das meist gehörte Problem an elektronischen Ein/Ausschaltern. Kann man reparieren, aber bestimmt nicht in Carmelo. Also erst mal kein Sailmail mehr über Kurzwelle. Also nicht wundern, wenn wir unsere Logbuch erst einmal nur updaten können, wenn wir ein WLAN finden oder Wunder passieren. Wer weiß, vielleicht ist es ja auch nur ein blöder Fehler in der Elektriktiktik…

Wir haben Martin de la Gracia passiert. Bis hierhin ging alles prima unter Segel und das sogar richtig flott. Aber jetzt ist der Wind eingeschlafen, der Himmel ist ultramarinblau und die Strömung mit 1,5 Knoten gegen uns. Es bleiben vier Knoten SOG und das ist gut so, weil das ist tragbar. Unsere Informationen über das Fahrtgebiet beziehen wir aus BSB, CMAP und Navionics Kartenmaterial. Die Wasserstraßen der Berufsschiffahrt sind bestens dokumentiert. Alles was von den kommerziellem Wasserwegen abgeht, ist ein Zusammenspiel aus allen drei Informationen. So auch heute. Carmelo ist unser Ziel. Zwei Wege gibt es dorthin. Einen Revierführer gibt es nicht, nur äußerst selten verirren sich Segelboote nach Carmelo. Der eine Weg führt nah an der Küste in einer 5 Meter tiefen Rinne. Am Ende steht 1,6 Meter zwischen zwei Tonnen. Nix für uns. Doch wie ist der Wasserstand. Fragezeichen in den Gesichtern der Skipper. Klar, jetzt lachst Du. Wir auch, weil die Tide wissen wir schon, aber die Korrektur, hier oben im Fluss, durch Wind, der das Wasser aus dem Delta raus- oder reindrückt, die wissen wir nicht. Wer kann die wissen? Die Prefectura – Dein südamerikanischer Freund und Helfer in allen Lebenslagen. „Prefectura Carmelo, Prefectura Carmelo, Prefectura Carmelo.“ Nichts rührt sich auf Kanal 16. Nach drei Minuten gebe ich auf. Einen Moment später: „Papa, die rufen Dich. Komm schnell runter.“ Moment, das hatten wir Maya doch noch gar nicht erklärt. Kurze Zeit später werden wir aufgeklärt, dass das was in den Karte steht nicht der Wahrheit entspricht. „Da fahrt ihr besser nicht durch.“ Ihr nehmt den Canal Sur Isla Sola. Da habt ihr im Moment 2,10 Meter Wassertiefe.“ Kaum im Kanal bleiben wir in der Mitte fast stecken, drei Bojen weiter wieder. Aber wir schaffen es, die LADY schiebt ihren Kiel sanft durch den Mud. Später im Hafen erfahren wir warum. Die Bojen haben recht lange Befestigungsketten, wegen der Tide. Und durch die starke seitliche Strömung liegt der Kanal nicht in der Mitte der Bojen sondern unter dem grünen Tonnenstrich. Is doch klar.

Eine süße Anlegeranlage mit vielen Grillplätzen der Hydrografia, Bäumen und einem tollen Strand auf der anderen Seite der Landzunge überrascht uns positiv. Wir sind quasi das einzige Boot hier. Es ist Vorsaison. Ab Dezember wird hier die Hölle los sein.






  • 21:49:00
  • 14.10.2011
  • 34°00.5180'S, 058°17.6199'W
  • 0°/0kn
  • Carmelo / Uruguay
  • Rio Parana / Argentinien
  • 20°
  • 0 kn VAR
  • 0 m

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