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On the hard

Ein Tag mit Hindernissen

Morgens um 9 soll es losgehen, kurzes Frühstück, große Aufregung bei allen Beteiligten. Es bläst ganz schön aus Nordost heute morgen, das erleichtert nicht gerade das Manövrieren. Johann springt an, zuverlässig wie immer und die Jungs in den Lancias (Mayas und Lenas erstes spanisches Gebrauchswort) kommen auf Zuruf vorbeigetuckert um unsere 12 Tonnen Stahl Richtung Travellift zu bugsieren. Lena und Maya stehen mit Schwimmwesten auf dem Vordeck, fest die Leine der dicken Fender in der Hand, die sie, kurz vor der Box über die Reling werfen sollen. Alles klappt wie am Schnürchen, die Jungs hier im CUBA sind echt Profis und kaum eine Stunde später steht die Lady aufgebockt auf dem Varadero. Kein schlechter Platz hier, um uns herum nur kleinere Yachten, da kommt einem Lady doppelt so seetüchtig vor, als wenn sie zwischen den ganzen 16 Meter Knickspantern liegen würde.

Unser im Voraus organisiertes Kindermädchen, dass es uns ermöglichen würde zu zweit ordentlich was wegzuschaffen, hat natürlich im letzten Moment abgesagt, so dass Micha nun alleine dasteht, während ich mit den Damen abziehe, erst Schule, dann Spielplatz und vor allem Organisation einer Bleibe für die kommende Woche. Ein möbliertes Appartement soll es sein, Agenturen gibt es genug, doch alles läuft eben sehr, sehr argentinisch langsam. Seit drei Tagen wechselnde Mails und Anrufe, aber erst um 4 Uhr haben wir die definitive Zusage und die Hürde der Anzahlung via Paypal geschafft. Jetzt nur noch den Rest des Geldes in Bar besorgen. Denkste. Die Banken haben natürlich zu und die Geldautomaten haben ein Limit von 1000 Pesos, ca. 180 Euro, damit kommen wir nicht weit. Unser Gepäck für die nächste Woche lagert mittlerweile bei Leon, dem Pförtner des Appartementblocks, während wir nervös die Zeit in einem Restaurant totschlagen, bis die Besitzerin des Appartements kommen wird. Die Stimmung ist auf dem Nullpunkt. Geht es argentinisch locker weiter, oder werden wir aufgrund der fehlenden Peseten nach Hause geschickt? Wo ist zu Hause? Auf dem Boot dürfen wir nicht übernachten, so lange es auf dem Trockenen steht, was dann? Ein Hotel suchen, jetzt am Abend? Lena kümmert das alles nicht, die schläft schließlich selig in meinem Arm ein und erweckt bei der Besitzerin der Wohnung sofortige Beschützerinstinkte. Das fehlende Bargeld, alles kein Problem. Könnt ihr morgen bezahlen, „Como no?“ Puh, uns fallen ganze Felsbrocken vom Herzen. Kinder ins Bett, Eltern ins Bett, Gute Nacht.






  • 22:20:00
  • 14.09.2011
  • 34°32.3023'S, 058°27.1175'W
  • 0°/0kn
  • Buenos Aires / Argentinia
  • Rosario / Argentinia
  • 20
  • SE 20kn
  • 0,0m

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